
Interview
10.03.26
Giulia Gwinn: Vorfreude auf den Volkspark ist „riesig“
Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen den HSV-Frauen und dem FC Bayern München spricht Giulia Gwinn über den ersten Besuch der Gäste im Volksparkstadion und ihre besondere Verbindung zu Horst Hrubesch.
Im Rahmen des DFB-Pokal-Viertelfinals zwischen den HSV-Frauen und dem FC Bayern München am Mittwochabend (11. März, Anstoß: 18.30 Uhr) spielen die Gäste erstmals im Volksparkstadion. Giulia Gwinn, Außenverteidigerin im FCB-Kader und Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft, spricht im HSV.de-Interview über das Publikum in Hamburg, die Rollenverteilung und ihre besondere Verbindung zu Horst Hrubesch.

HSV.de: Giulia, am Mittwochabend rollt im Volkspark der Ball. Was für ein Spiel erwartest du?
Giulia Gwinn: Pokalspiele sind immer speziell. Wir wissen, dass wir in der Favoritenrolle sind. Trotzdem beginnt das Spiel bei Null. Der HSV wird vor heimischer Kulisse alles in die Waagschale werfen. Es gilt darum, sehr konzentriert zu spielen und auch die nötige Geduld zu haben. Wir haben schon im Spiel in der Liga eine sehr gute Leistung gezeigt. Genauso wollen wir wieder auftreten. Wir haben das klare Ziel, in die nächste Runde einzuziehen.
Erstmals wird der FC Bayern München im Volksparkstadion zu Gast sein. Wie groß ist deine Vorfreude auf diesen besonderen Ort?
Riesig! Ich habe noch nie im Volksparkstadion spielen dürfen, aber ich habe mir schon viele Spiele angeschaut. Am meisten in Erinnerung geblieben ist das Pokalspiel gegen Werder Bremen im vergangenen Jahr, bei dem viel los war. Was eine coole Kulisse! Als Spielerin freut man sich darauf. Wir wollen vor Ort alles aufsaugen.
Es werden mehr als 11.000 Zuschauer erwartet. Wie denkst du über diese Kulisse?
Als ich vor elf Jahren angefangen habe, in der Bundesliga zu spielen, waren teils nur 200 Zuschauer da. Deswegen wird es immer besonders sein, wenn die Stadien gut gefüllt sind. Das ist die perfekte Plattform. Das werde ich auch nie für selbstverständlich nehmen. Es ist schön, Teil dieser Entwicklung zu sein. Für uns ist es wichtig, dass wir den Leuten im Stadion ein attraktives Spiel bieten und sie begeistern.

Du hast über Horst Hrubsch eine gewisse Verbindung zum HSV. Die Vereinslegende der Rothosen war in der Nationalmannschaft zweimal dein Trainer. Wie blickst du auf die gemeinsame Zeit beim DFB zurück?
Horst ist ein besonderer Trainer für mich. Ich freue mich immer, wenn ich ihn wiedersehe. Wir stehen hin und wieder im Austausch. Er hat mir als junge Spielerin in der A-Nationalmannschaft die Möglichkeit gegeben, die ersten Schritte zu gehen. Horst schenkt dir eine Menge Vertrauen und spricht dir Mut zu. Es ist für jede Spielerin etwas Besonderes, unter ihm gespielt haben zu dürfen. Es gibt viele Momente, die hängengeblieben sind. Ich denke besonders an die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen.
Er hat dir im Rahmen deiner Buchvorstellung im vergangenen Sommer zwei HSV-Trikots geschenkt. Was hat es damit auf sich?
Ich habe von ihm eines mit seinem und eines mit meinem Namen bekommen. (lacht) Ich habe eine Stange mit allen Trikots, die ich jemals getauscht habe. Da haben sie einen Ehrenplatz gefunden. Es ist immer schön, sie sich anzuschauen.
