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24.09.20

Gjasula: „Das ist das Einzige, was zählt“

Vor dem Zweitliga-Spiel beim SC Paderborn sprach HSV-Mittelfeldspieler Klaus Gjasula am Donnerstag in einer Medienrunde über die Stärken seines Ex-Clubs, seine Erwartungen an das Spiel und die Entwicklung der eigenen Mannschaft.  

Für HSV-Neuzugang Klaus Gjasula steht bereits am kommenden Montag (28. September) im Rahmen des 2. Zweitliga-Spieltags die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte auf dem Programm. Beim SC Paderborn erlebte der defensive Mittelfeldspieler von 2018 bis 2020 die beiden ereignisreichsten Jahre seiner Karriere. Mit den Ostwestfalen feierte der gebürtige Albaner in der Saison 2018/19 zunächst überraschend den Aufstieg, ehe er sich in der zurückgelegten Folgesaison im Oberhaus des deutschen Fußballs mit den Besten der Besten messen durfte. Für den 30-Jährigen trotz seiner bisherigen Erfahrungen als Fußballprofi keine Selbstverständlichkeit: So arbeitete sich Gjasula einst von der Oberliga aus Stück für Stück nach oben und stellte seine Qualitäten nach drei Spielzeiten in der 3. Liga (Hallescher FC und Stuttgarter Kickers) zuletzt auch in den beiden höchsten deutschen Profi-Ligen unter Beweis und reifte parallel zum Nationalspieler. „Auf Klaus halte ich große Stücke. Er ist ein Musterprofi, als Spieler und Mensch herausragend“, lobte ihn dieser Tage SCP-Trainer Steffen Baumgart. Die Vorfreude auf das Wiedersehen mit Trainer und ehemaligen Teamkollegen ist folglich groß, wie Klaus Gjsuala am heutigen Donnerstagnachmittag (24. September) im Rahmen einer Presserunde verriet. Gleichzeitig machte der Abräumer der Rothosen aber auch deutlich, dass am Montagabend (ab 20.15 Uhr live im HSVnetradio) nicht das Wiedersehen, sondern die drei zu vergebenenen Punkte im Vordergrund stehen.   

Im Detail sprach Gjasula in der Medienrunde über...

... die bevorstehende Rückkehr nach Paderborn: Ich freue mich sehr auf das Spiel. Es wird ein geiles, ein aufregendes Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Es ist meine alte Heimat. Dementsprechend freue ich mich auch darauf, einige altbekannte Gesichter wiederzusehen. Gleichzeitig bleibe ich aber auch im Hier und Jetzt. Ich möchte ein positives Ergebnis mit meiner Mannschaft erzielen, so dass wir den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gehen. Das ist das Einzige, was zählt. Besonders jetzt, wenige Tage vor dem Spiel, bleibt jeder bei sich und seinem Team. Erst nach dem Spiel wird es sicherlich das eine oder andere Gespräch geben. 

... seine Erwartungen an das Spiel: Ich denke, dass uns nochmal ein anderes Spiel als gegen Düsseldorf erwartet. Ich weiß, wie die Jungs und die Mannschaft ticken. In den vergangenen beiden Jahren hat man gesehen, was die Mannschaft für ein Potential hat und welche Qualität in ihr steckt. Uns erwartet ein sehr, sehr ekliger Gegner, der uns 90 Minuten alles abverlangen wird. Das wird ein richtiger Gradmesser für uns und unsere Entwicklung, auch wenn es erst der 2. Spieltag ist. 

... Ex-Trainer Steffen Baumgart: Es freut und ehrt mich, dass Steffen zuletzt so positiv über mich gesprochen hat. Ich kann auch nur Positives über ihn sagen. Steffen ist ein super Trainer und ein super Kerl. Wir sind im Guten auseinandergegangen. Doch wenn der HSV ruft, dann überlegt man nicht lange. Als sich diese Möglichkeit ergab, wollte ich das unbedingt miterleben. Das war eigentlich der einzige Grund, warum unsere Zusammenarbeit geendet ist.  

... die Entwicklung der eigenen Mannschaft: Wir haben am 1. Spieltag gezeigt, was wir zu leisten im Stande sind. Wir wollen diese Leistung Woche für Woche bestätigen. Im Laufe einer Saison braucht es immer Erfolgserlebnisse. Genauso muss man zusammen durch dick und dünn gehen, um am Ende Großes leisten zu können. Dies haben wir zuletzt binnen einer Woche erlebt. Wir haben die richtige Antwort auf das Pokalspiel gegeben und wollen jetzt weiter reifen und fleißig unsere Punkte sammeln.

„Man muss zusammen durch dick und dünn gehen, um am Ende Großes leisten zu können“

... die vermeintliche Favoritenrolle des HSV: Wir tun ganz gut daran, einfach bei uns zu bleiben. In der 2. Liga zeigt sich doch jede Woche aufs Neue, dass jedes Spiel 50:50 ist und jeder jeden schlagen kann. Sicherlich werden einige Gegner versuchen, dem HSV die Favoritenrolle zuzusprechen, aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden. Da ist es ziemlich egal, welcher Name dahintersteckt. Das weiß auch jeder, deshalb wollen wir jeden Spieltag Gas geben, um die bestmöglichen Ergebnisse einzufahren. 

... seine persönlichen Ziele für die kommende Saison: Es ist eines meiner Ziele, mich in puncto der Gelben Karten zu verbessern. Hier kann ich mich definitiv weiterentwickeln und häufiger ohne eine Gelbe Karte auskommen. Eine einstellige Statistik wäre ein Erfolg. Ansonsten weiß der Trainer, wofür ich stehe und schätzt das auch. Ich soll mein Spiel nicht komplett verstellen, sondern in gewissen Situation einfach klüger agieren. Jeder Mensch ist lernfähig, man lernt nie aus.