
Interview
03.04.26
Gregoritsch: „Ich freue mich sehr über die Rückkehr am Samstag“
Zwischen 2015 und 2017 war der Österreicher beim HSV. Nun kehrt der 31-Jährige zum zweiten Mal als Spieler des FC Augsburg in den Volkspark zurück. Im Interview spricht er über das Duell am Sonnabend.
HSV.de: Michael, du kehrst nach über achteinhalb Jahren in den Volkspark zurück. Damals bist du frisch aus Hamburg zum FCA gewechselt, und der HSV gewann mit 1:0. In welcher Gefühlslage bist du damals in den Volkspark gekommen, und wie sieht es heute vor dem Spiel am Sonnabend in dir aus?
Michael Gregoritsch: Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich mich damals schon gefreut habe. Der Wechsel war allerdings noch ziemlich frisch und ich konnte die Rückkehr in den Volkspark nicht so wertschätzen. Am Ende haben wir das Spiel verloren, das war schon ärgerlich. Aber ganz unabhängig davon durfte ich den Support in zwei Jahren beim HSV selbst erleben und ich freue mich sehr über die Rückkehr am Samstag. Der HSV hat in der Bundesliga vielen gefehlt und ist einfach ein besonderer Verein.

Welche Emotionen kommen in dir hoch, wenn du an den Volkspark denkst?
In direkter Erinnerung geblieben ist mir mein letztes Spiel für den HSV. Das waren Emotionen, die man nur selten in seiner Karriere erleben darf. Wir haben in letzter Sekunde durch ein Tor von Luca Waldschmidt gegen den VfL Wolfsburg gewonnen und so die Relegation vermieden. Die HSV-Fans sind für ihren tollen Support weit über Hamburg hinaus bekannt. Ich und wir alle freuen uns auf das Spiel am Samstag, werden aber alles daransetzen, im Volkspark zu punkten.
Zwischen 2015 und 2017 hast du 58-mal für den HSV gespielt. Wie würdest du deine Zeit bei den Rothosen zusammenfassen, und welcher Moment ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Ich habe gerne beim HSV gespielt und hatte schon früh in der Jugend einen persönlichen Bezug zum Verein. Dass der Wechsel zustande kam, obwohl ich zwei Jahre zuvor noch auf St. Pauli gespielt habe, war für mich sehr besonders. Ich habe die beiden Jahre sehr genossen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Derby gegen Werder, in dem ich einen Doppelpack erzielt habe. Solche Momente vergisst man nicht.
Du warst 23, als du den HSV verlassen hast, heute bist du 31. Wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen, und inwieweit hast du dich sportlich und persönlich weiterentwickelt?
Ich hoffe doch, dass ich mich seitdem sportlich und auch persönlich extrem weiterentwickelt habe. (lacht) Inzwischen bin ich 31 und durfte schon viele Spiele erleben, verschiedene Vereine kennenlernen und Erfahrungen sammeln. Ich bin sehr froh darüber, wie meine Karriere verlaufen ist. Meine Rückkehr zum FC Augsburg war für mich eine Herzensangelegenheit und dass dies auch auf dem Platz für beide Seiten gut passt, freut mich besonders. So eine Rückkehr ist nicht immer ganz einfach und es ist sehr schön, wieder für den FCA zu spielen.
Mit dem HSV triffst du nach Freiburg und St. Pauli bereits zum dritten Mal in dieser Rückrunde auf einen deiner Ex-Clubs. Wo ordnet sich der HSV in dieser Liste ein?
Der HSV ordnet sich auf jeden Fall in eine Kategorie mit Augsburg und Freiburg ein, weil ich bei diesen Vereinen die emotionalsten und intensivsten Bundesliga-Jahre verbracht habe. Auch nach meinem Abschied hatte ich eine besondere Bindung zu den Clubs und habe das Geschehen auch immer verfolgt.
Abschließend: Was erwartest du für ein Spiel am Sonnabend?
Ich erwarte eine sehr enge Partie. Beide Mannschaften spielen mit viel Leidenschaft, intensiven Zweikämpfen und gutem Zug nach vorne. Der HSV hat viele junge Spieler im Kader. Wir haben eine sehr gute Qualität in der Breite und einige Spiele schon von der Bank gedreht. Wenn wir alles auf dem Platz lassen, bin ich überzeugt, dass wir die Partie gewinnen können. Klar ist aber auch, dass es für uns ein sehr schweres Auswärtsspiel wird.
