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Saison

01.05.22

Historisch variable Rothosen

Mit Mikkel Kaufmann trug sich beim 4:0-Sieg in Ingolstadt der 17. HSV-Spieler in dieser Zweitliga-Saison in die Torschützenliste ein - ein clubinterner Rekord und ein großes Zeichen für das Kollektiv.   

Der vielumjubelte Kaufmann-Treffer zum 4:0-Endstand in Ingolstadt hatte seine Vorgeschichte: Die dänische Leihgabe vom FC Kopenhagen hatte bereits mehrfach in dieser Spielzeit getroffen, stand dabei aber jeweils hauchzart im Abseits, so dass seine Tore vom VAR wieder einkassiert wurden. Doch dieses Mal zählte sein Treffer und wurde dementsprechend von Trainern, Spielern, Staff-Mitgliedern und Fans kollektiv gefeiert. Apropos Kollektiv: Mit Mittelstürmer Kaufmann trug sich in Ingolstadt bereits der 17. HSV-Spieler in die Torschützenliste der laufenden Zweitliga-Saison ein - das ist nicht nur ein ligaweiter Bestwert, sondern auch ein neuer HSV-Rekord. Zuvor lag die Bestmarke bei 16 unterschiedlichen Torschützen - gleich zweimal in der Saison 2000/01 sowie 2009/10 aufgestellt. Heißt: Der HSV ist in puncto Torschützen in der Offensive unberechenbar. 

Tore aus allen Lagen 

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Art der Torerzielung. In Ingolstadt regelten es die Rothosen mit Köpfchen, gingen durch die Kopfballtreffer von Kittel, Schonlau und Glatzel mit 3:0 in Führung. Insgesamt 15 Kopfballtore werden in dieser Saison nur von Spitzenreiter Schalke 04 (17) überboten. In der Vorwoche beim 4:2-Sieg in Regensburg sorgten die Weitschusstore von Muheim und Suhonen wiederum für die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Insgesamt neun Treffer außerhalb des Strafraums bedeuten hinter Bremen, Karlsruhe und Regensburg (11) sowie Darmstadt (10) ligaweit Rang 5. Im Konterspiel (11 Tore) und bei den verwandelten Elfmetern (6) sind die Hamburger wiederum Ligaspitze, bei den Toren nach allen Standards hinter Regensburg (20) und Darmstadt (19) mit 16 Buden ebenfalls ganz vorn dabei. 

Interessant bei dieser offensiven Variabilität: Der HSV setzte bisher nur 25 verschiedene Spieler in den Punktspielen ein - das sind nach Nürnberg (24) die wenigsten. Zugleich schickte Tim Walter in 32 Punktspielen 23 verschiedene Startformationen ins Rennen. Nicht selten erfolgten Umbaumaßnahmen dabei gezwungenermaßen aufgrund von Verletzungen oder Sperren. Doch im Team der Rothosen ist auf jeden Spieler Verlass. Das zeigt auch ein Blick auf die teaminterne Scorerliste der gesamten Spielzeit. Wenn man den Pokalwettbewerb inkludiert, dann hat sich mit Ausnahme von Robin Meißner (nur 92 Spielminuten, verliehen an Hansa Rostock) jeder (!) der 23 eingesetzten Feldspieler mit einem Treffer oder einem Assist in dieser verewigt. Ein Verdienst des gesamten Trainerteams um Cheftrainer Tim Walter, die Co-Trainer Julian Hübner, Merlin Polzin und Filip Tapalovic sowie Torwarttrainer Sven Höh, das seit dem Sommertrainingslager in Grassau eine "Team first"-Mentalität vorlebt und erfolgreich implementiert hat. Der ehrliche Jubel von allen Beteiligten über den Kaufmann-Treffer in Ingolstadt lieferte dafür den nächsten Beweis.        
   

Die 17 Punktspiel-Torschützen der Rothosen: Glatzel (19), Kittel (9), Heyer (6), Reis (5), Jatta, Schonlau (je 3), Kinsombi, Alidou, Suhonen, Wintzheimer, Vagnoman (je 2), Doyle, Meffert, Chakvetadze, Vuskovic, Muheim, Kaufmann (je 1) + 1 ET ( 1 ET (Carlson/Aue)

Dazu im Pokal erfolgreich: Gyamerah (1), David (1)