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HSV-Frauen

21.02.26

HSV-Frauen mit Punktgewinn vor Bundesliga-Rekordkulisse

In einem umkämpften Nordderby brachte Sophie Hillebrand den HSV per Elfmeter in Führung. Larissa Mühlhaus glich ebenfalls vom Punkt aus.

Cheftrainerin Liese Brancao setzte im Nordderby auf dieselbe Startelf wie beim furiosen 4:0-Auswärtssieg in Sinsheim. Die Rothosen eröffneten die Partie vor 12.276 Fans im Volksparkstadion – neuer Bundesliga-Rekord beim HSV. Unter den Zuschauern auch die frisch aus Mainz zurückgekehrten Otto Stange und Giorgi Gotscholeischwili, sowie auch HSV-Vorstand Eric Huwer.

Bereits in der neunten Spielminute setzten die Hamburgerinnen das erste offensive Ausrufezeichen: Lotta Wrede dribbelte sich mit einem starken Solo durch mehrere Gegenspielerinnen und suchte selbst den Abschluss, doch Mariella El Sherif im Bremer Tor parierte zur Ecke. Der folgende Standard von Camilla Linberg wurde zunächst geklärt, doch Sophie Hillebrand setzte gut nach und brachte den Ball erneut zu Linberg. Ihr Abschluss aus spitzem Winkel fand jedoch nicht den Weg ins Tor.

Kurz darauf war es erneut ein Standard, der für Gefahr sorgte: Lotta Wrede spielte einen Freistoß aus dem Halbfeld kurz aus, drang zur Grundlinie vor und flankte in die Mitte, wo sowohl Svea Stoldt als auch Annaleen Böhler knapp verpassten.

Die Rothosen wurden nun mutiger im Spiel nach vorne und stellten die Bremer Defensive immer öfter vor Probleme. So war es in der 17. Spielminute folgerichtig, dass die Gäste sich nur noch per Foul zu helfen wussten. Beim Versuch, den Ball zurückzuerobern, lief Michelle Ulrbich auf Melanie Brunnthaler auf – Schiedsrichterin Karoline Wacker entschied sofort auf Elfmeter. Hillebrand übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher rechts ins Eck – 1:0.

Direkt im Anschluss brannte es jedoch im Hamburger Strafraum: Gleich drei Bremerinnen scheiterten mit ihren Abschlüssen an der Abwehr der Rothosen, die sich in jeden Ball warf. Pauline Machtens bekam dabei einen Treffer ins Gesicht und musste kurz darauf verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Die beste Bremer Chance folgte nur wenig später: Medina Desic zog aus 18 Metern ab, doch Lea Paulick lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch entscheidend über die Latte. Kurz vor der Pause gab es dann die große Gelegenheit zum 2:0: Erneut dribbelte sich Lotta Wrede stark in den Strafraum und legte quer auf Linberg, die den Ball im Fünfmeterraum aber nicht kontrollieren konnte. Wrede setzte jedoch gut nach und wurde von Michelle Weiß zu Fall gebracht - erneut zeigte Wacker auf den Punkt. Hillebrand trat wieder an, doch diesmal ahnte El Sherif die Ecke und parierte den Strafstoß ihrer österreichischen Nationalmannschaftskollegin. So ging es mit einer knappen HSV-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Werderanerinnen den Druck – und kamen ebenfalls per Standard zum Ausgleich. Nach einem Foul von Paulina Bartz an Larissa Mühlhaus entschied Wacker ein drittes Mal auf Strafstoß. Mühlhaus trat selbst an und verwandelte sicher.

Brancao reagierte und brachte nach dem Treffer der Bremerinnen frische Kräfte: Für Jonna Wrede, Lotta Wrede und Paulina Bartz kamen Leni Eggert, Michela Croatto und Maria Mikolajova in die Partie. Der HSV agierte im Anschluss wieder mutiger, doch Linbergs Abschluss in der 65. Minute stellte El Sherif nicht vor ernsthafte Probleme.

In der Schlussphase wollten beide Teams den Sieg. Der HSV setzte immer wieder auf schnelle Konter, die aber nicht mehr zu einem Torerfolg führten. Auf der anderen Seite rettete Paulick mit einer starken Fußabwehr kurz vor dem Abpfiff gegen Verena Wieder, die frei vor dem Hamburger Gehäuse auftauchte. Auch die letzte Ecke für die Bremerinnen verteidigten die HSV-Frauen und ließen sich nach Spielende von den HSV-Fans für den verdienten Punktgewinn feiern.

HSV: Paulick, Doucouré, Stoldt, Böhler, J. Wrede (68. Croatto), Hillebrand, Machtens (36. Schulz), Bartz (68. Mikolajova), L. Wrede (68. Eggert), Linberg, Brunnthaler

SV Werder Bremen: El Sherif, Weiß, Ulbrich, Nemeth, D’Angelo (87. Petermann), Hausicke (74. Walkling), Wirtz, Sternad (74. Ernst), Mühlhaus, Alber, Desic (64. Wieder)

Tore: 1:0 Hillebrand (18.)/Foulelfmeter, 1:1 Mühlhaus (63.)/Foulelfmeter

Gelb-Rot: Hausicke (90.+3)