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05.10.16

Douglas Santos: "... das motiviert mich sehr!"

Im Interview mit HSV.de spricht der brasilianische Linksverteidiger Douglas Santos über seine ersten Wochen beim HSV, seinen Spielstil und seine Motivation.

Douglas Santos hat einen ereignisreichen ersten Monat beim Hamburger SV hinter sich. Der 22-jährige Linksverteidiger wechselte Ende August vom brasilianischen Erstligisten Atletico Mineiro an die Elbe und trat damit sein zweites Engagement in Europa an. Eine neue Sprache, ein neues Land, eine neue Kultur und damit rundum viele neue Eindrücke prasselten auf den frischgebackenen Olympiasieger ein, der sich angesichts dessen auf dem Platz erstaunlich schnell eingelebt hat. So war der Linksverteidiger in den letzten vier Spielen von Beginn an gesetzt und spielte jeweils über die volle Distanz von 90 Minuten durch. Im Interview mit HSV.de spricht Douglas Santos über seine ersten Wochen beim HSV, seinen Spielstil und seine Motivation. 

HSV.de: Douglas, du bist nun seit knapp fünf Wochen in Deutschland. Konntest du dich bereits etwas einleben? 

Douglas Santos: Ja, ich bin hier sehr toll begrüßt worden und fühle mich wohl. Für jeden Spieler, der ins Ausland geht, sind das erstmal die wichtigsten Voraussetzungen. Mittlerweile ist meine Frau Cristiane auch bei mir und gemeinsam sind wir aktuell auf der Suche nach einer Wohnung. Das Hotelleben soll damit bald auch ein Ende haben. 

Auf dem Platz ist dir die Eingewöhnung trotz des großen Unterschieds zwischen dem Spiel in Brasilien und Europa augenscheinlich nicht schwer gefallen, oder täuscht der Eindruck? 

Santos: Zunächst einmal ist es definitiv eine große Umstellung, weil hier viel schneller gespielt wird und du so gut wie keine Zeit zum Durchschnaufen hast. Ich habe mich aber schnell und gut eingewöhnt und denke, dass es zu meinem Vorteil war, schon einmal in Italien gespielt zu haben. Zu Beginn war ich im Training vielleicht noch etwas schüchtern, aber ich musste meine Mitspieler auch erstmal kennenlernen. Ich denke, da ist es normal, wenn man etwas zurückhaltender agiert.  

"Das machen wir auf Deutsch. Wenn er sagt ´links, rechts, pressen, warten´, dann weiß ich, was zu tun ist."

Wie bewertest du bisher denn deine persönliche Leistung aus den ersten vier Spielen? 

Santos: Mit meiner eigenen Leistung war ich bisher zufrieden, aber viel wichtiger ist doch der Erfolg der Mannschaft. Ansonsten lässt sich das nicht genießen. Wir haben teilweise guten Fußball gespielt, aber einfach die Tore nicht gemacht. Wir brauchen das nötige Quäntchen Glück. Denn mit dem Zeitpunkt, wenn der Ball endlich über die Linie geht, wird vieles leichter von der Hand gehen. 

Du kommst gemeinsam mit Filip Kostic über die linke Seite. Ebenfalls ein Neuzugang mit ausländischer Herkunft. Wie verständigt ihr euch da eigentlich? 

Santos: Das machen wir auf Deutsch (schmunzelt). Ein paar taktische Begriffe verstehe ich ja schon. Wenn er sagt „links, rechts, pressen, warten“, dann weiß ich, was zu tun ist.

Neben dem Spielstil und der Sprache, gibt es sonst etwas, was dich in den ersten Wochen beeindruckt oder beeinflusst hat? 

Santos: Ich muss schon sagen, dass die Fans und die Stadien großartig sind. In Brasilien waren die Stadien nur bei den ganz wichtigen Spielen ausverkauft. Hier ist das dagegen schon bei ganz vielen „normalen“ Ligaspielen der Fall ist. Vor ausverkauftem Haus und 57.000 Menschen zu spielen – das motiviert mich sehr!