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Pressekonferenz

17.01.21

"Ich werde es auf ein Fußballspiel reduzieren"

In der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den VfL Osnabrück (ab 20 Uhr live im HSVnetradio) erklärte Daniel Thioune die Besonderheit des Aufeinandertreffens. In seiner Arbeit will er sich davon aber nicht beeinflussen lassen. 

Es wird kein Spiel wie jedes andere für Daniel Thioune, das ist schon vor dem Aufeinandertreffen mit dem VfL Osnabrück am Montagabend (18. Januar, ab 20 Uhr live im HSVnetradio) sicher. Als Spieler und Trainer war der Chefcoach der Rothosen bei den Lila-Weißen aktiv. Nun steht er ihnen zum ersten Mal als Trainer des HSV gegenüber und verheimlicht gar nicht, dass es anders wird. „Es ist ein besonderes Spiel für mich. Ich habe 44 Jahre lang in Osnabrück gelebt. Ich durfte dort meine ersten Schritte als Spieler und als Trainer gehen. Ich habe ganz viele enge Verbindungen zu Freunden und vielen, die es mit dem VfL Osnabrück halten“, sagte Thioune in der Pressekonferenz am Sonntag (17. Januar) vor dem Abschlussduell des 16. Spieltages, um es dann im Anschluss aber doch auf den Fußball reduzieren zu wollen: „Lassen sie uns alle ein bisschen weniger Daniel Thioune machen, sondern mehr HSV gegen den VfL Osnabrück.“

Im Detail sprach der Cheftrainer über...

… das besondere Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein: Es ist ein besonderes Spiel für mich. Ich betone immer, dass ich Person und Sache trenne. Wenn es um meine Person geht, dann bin ich ganz ehrlich: Ich bin 46 Jahre alt und habe 44 Jahre lang in Osnabrück gewohnt, bin dort geboren und aufgewachsen, bin zur Schule gegangen, bin VfL-Fan geworden, bin Spieler und bin Trainer geworden. Ich durfte dort meine ersten Schritte sowohl als Spieler wie auch als Trainer gehen. Ich habe ganz viele enge Verbindungen zu Freunden und vielen, die es mit dem VfL Osnabrück halten. Ich habe mich brutal entwickeln können als Mensch und als Person. Die Freude ist aber auch sehr groß, dass ich bei einem so großen Verein wie den HSV Trainer sein darf. Das kann ich noch trennen. Morgen Abend geht es um ein Fußballspiel. Darauf werde ich es reduzieren. Es ist auf meiner Seite deutlich besonderer als für den VfL. 

"Der VfL hat die Mannschaften besiegt, gegen die wir uns ein bisschen schwerer getan haben" Daniel Thioune

… die Personalsituation: Es ist bekannt, dass Klaus Gjasula mit seinem Innenbandriss weiter ausfallen wird. Auch Jan Gyamerah wird weiter fehlen. Er arbeitet mit Sebastian Capel schon etwas intensiver. Wenn es gut läuft, wird er zum Ende der kommenden Woche ins Mannschaftstraining einsteigen und Teile absolvieren können. Wie man heute gesehen hat, war Rick van Drongelen das erste Mal im Elf-gegen-elf dabei, in den intensiven Einheiten aber noch nicht. Ihn wollen wir behutsam heranführen und jede Woche einen Schritt weiter gehen. Amadou Onana ist ins Training zurückgekehrt und wird eine Option für morgen Abend sein.

… den Gegner: Der VfL hat die Mannschaften besiegt, gegen die wir uns ein bisschen schwerer getan haben: Sieg gegen Kiel, Sieg gegen St. Pauli, Sieg gegen Hannover 96, zudem gegen Bochum und in Heidenheim gepunktet. Sie können großen Mannschaften sehr viel abverlangen. Für mich ist das keine so große Überraschung, weil sie immer sehr intensiv Fußball spielen. Die Mannschaft ist immer für eine Überraschung gut, was die Aufstellung betrifft. Wir sind uns noch nicht ganz schlüssig darüber, was wir erwarten können, in welcher Formation sie auflaufen werden. Das wird aber gar nicht so entscheidend sein. Wir wollen unsere Spielidee aufsetzen, den Gegner stressen und in unsere Abläufe kommen. 

… das erwartete Spiel und die Vorbereitung darauf: Es gilt, morgen den Anschluss zu halten. Der VfL Bochum hat gewonnen, auch Düsseldorf drückt ganz gewaltig. Wir wollen unsere Ideen umsetzen. Ich bin vielleicht auch ein bisschen schuld daran, dass der eine oder andere Spieler zum VfL Osnabrück gekommen ist. Deshalb kenne ich sie vielleicht im Detail ein bisschen besser, damit endet es aber auch. Der VfL hat einen richtig guten Trainer verpflichtet, dazu im Sommer weitere Änderungen vorgenommen. Das trägt auch Früchte. Sie sind besser im Ergebnis als vor einem Jahr. Wichtig ist, dass meine Mannschaft morgen meine Handschrift erkennen lässt. 

Die gesamte Pressekonferenz gibt es jetzt als Re-Live auf dem HSV-YouTube-Kanal und bei HSVtv.