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18.03.26
Internationaler Tag gegen Rassismus: Alle zusammen und niemals alleine
Zum Internationalen Tag gegen Rassismus setzt der HSV zusammen mit der DFL erneut ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander. Neben einer Sonderausstellung im HSV-Museum werden die HSV-Profis beim Auswärtsspiel gegen den BVB mit „Love Hamburg – Hate Racism“-Aufwärmshirts auflaufen.
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus (21. März) beteiligt sich der Hamburger SV, wie bereits in den letzten zehn Jahren, an den bundesweiten Aktionsspieltagen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Am Sonnabend treten die Männer gegen Borussia Dortmund und die Frauen gegen Eintracht Frankfurt an. Um dem Thema zusätzlich öffentliche Aufmerksamkeit zu verleihen, laufen sowohl die Herren- als auch die Frauenmannschaft des HSV mit einem „Love Hamburg – Hate Racism“-Aufwärmshirt auf.
Zudem veranstalten die Young Ones eine Bildungsfahrt zum Auswärtsspiel der Herrenmannschaft beim BVB. Neben dem Spielbesuch steht dabei auch ein Besuch der Steinwache Dortmund – einer Mahn- und Gedenkstätte zur Geschichte von Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit – auf dem Programm. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Sonderausstellung „Ins rechte Licht gerückt“, die vom 19. März bis 21. April im HSV-Museum zu sehen ist.
Verantwortung im Fußball
Blickt man auf den aktuellen Bericht des Bundeskriminalamts zur politisch motivierten Kriminalität, haben die genannten Aktionen des HSV und der anderen Bundesliga-Clubs nach wie vor eine hohe gesellschaftliche Relevanz: Seit 2015 sind rassistisch motivierte Straftaten in Deutschland um 135 % gestiegen. Die Morde an Mehmet Kaymakçı und Ramazan Avcı machen deutlich, dass rassistische Gewalt auch Berührungspunkte zum Fußball haben kann und die Vereine deshalb eine gesellschaftliche Verantwortung tragen.
Laut Forschungen aus der Sozialwissenschaft und Politikwissenschaft entsteht politisch motivierte Gewalt meist nicht plötzlich, sondern ist das Ergebnis eines längeren Radikalisierungsprozesses. Dieser beginnt oft mit abwertender Sprache, Feindbildern und der Ausgrenzung bestimmter Gruppen. Wenn solche Narrative gesellschaftlich normalisiert werden, kann die Hemmschwelle für Diskriminierung und in einzelnen Fällen auch für Gewalt sinken.
Um Gewalt vorzubeugen, muss daher schon früh angesetzt werden – etwa beim gesellschaftlichen Umgang miteinander und bei der Sprache. Der Fußball kann dabei eine wichtige Rolle spielen: Stadien sind Orte der Begegnung und Gemeinschaft. Deshalb tritt der HSV weiterhin klar gegen Hass und Ausgrenzungen jeder Form entgegen und reagiert auf Provokationen mit Würde, demokratischen Werten und Haltung.
