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Saison

12.11.21

Leihspieler-Update: So läuft es bei Opoku und Heil

Neben dem länger verletzten Xavier Amaechi sind auch Aaron Opoku und Ogechika Heil aktuell leihweise für andere Clubs aktiv. Im Leihspieler-Update berichten die Youngster von vielversprechenden Entwicklungen und lehrreichen Rückschlägen.

"Ich fühle mich pudelwohl, die Mannschaft macht es mir sehr einfach und ich bekomme viel Spielzeit“, sagt Aaron Opoku über seine aktuelle Situation beim VfL Osnabrück. Im vergangenen Sommer wurde das HSV-Eigengewächs für die Spielzeit 2021/22 zum Drittligisten verliehen und sollte an der Bremer Brücke die eigene Entwicklung vorantreiben. Bisher kann konstatiert werden: Der Plan ist für alle Seiten aufgegangen. In zehn von elf Ligaspielen stand der Linksaußen in der Startelf, steuerte sieben Assists bei und hat damit einen entscheidenden Anteil am starken Zwischenergebnis (Platz 2) der Lila-Weißen. „In der 3. Liga geht es sehr eng zu und somit ist vieles möglich. Ich bin kein Fan davon jetzt schon vom Aufstieg zu reden, denn wir haben noch nicht mal die Hälfte der Saison hinter uns. Wir müssen jedes Wochenende an unsere Leistungsgrenze gehen, wollen unsere Spiele gewinnen und dann wird man sehen, auf welchem Platz wir am Ende stehen“, erklärt der 22-Jährige mit Blick auf die sportliche Gesamtsituation. Dass neben seinen sieben Assists noch kein eigener Treffer zu Buche steht, ärgert den ambitionierten Opoku übrigens gewaltig. Mit einem Augenzwinkern kündigt er aber eine baldige Korrektur an: "Das wird sich in nächster Zeit auf jeden Fall ändern."

Abseits von seinen Zielen mit dem VfL verfolgt der gebürtige Hamburger auch das Geschehen bei seinem Stamm- und Ausbildungsverein interessiert mit – und steht diesbezüglich vor allem mit seinem Kumpel Ludovit Reis im Austausch, der die vergangene Saison als Leihspieler beim VfL verbrachte: „Als Ludo im Sommer zum HSV gekommen ist, habe ich ihm viel von Hamburg gezeigt und gemeinsam mit den anderen jungen Spielern bei der Integration geholfen. Im Zuge meiner Leihe habe ich ihn dann nach seiner Meinung gefragt und er hat mir viel Positives über die Stadt Osnabrück, den Verein und das Stadion erzählt“, merkt der dribbelstarke Flügelflitzer an. Bisher haben sich die Tipps des Niederländers auf jeden Fall bezahlt gemacht. 

Ähnlich vielversprechend sieht es auch rund 140 Autokilometer entfernt im niederländischen Deventer aus. Dort ist Ogechika Heil seit dem 1. Juli dieses Jahres aktiv. Der offensive Außenbahnspieler wurde schon rund sieben Wochen vor Opoku zum niederländischen Erstligisten Go Ahead Eagles Deventer verliehen und hat seine Zelte in der zentral gelegenen Kleinstadt aufgeschlagen. Die Sommervorbereitung verlief für „Ogi“, der im Sommer 2016 von Hessen Kassel zum HSV kam, allerdings nicht optimal: „Ich habe mir einen Muskelfaserriss zugezogen und konnten in den Testspielen nicht mitwirken, war aber pünktlich zum Saisonstart wieder fit. Dennoch waren dann erstmal nur Kurzeinsätze möglich.“ Drei Ligaspiele betraf das, am 11. September durfte der 20-Jährige dann erstmals in der Startelf ran. Es folgten sieben weitere Einsätze, insgesamt sind elf Eredivisie-Spiele notiert. 

"Im Großen und Ganzen läuft es sehr gut. Ich kann nur Positives berichten, habe mich gut im Team eingelebt und sammle Erfahrungen und Spielzeit. Das ist erstmal das Wichtigste“, fasst Heil zusammen und erklärt in Bezug auf Cheftrainer von Kees van Wonderen: „Bei uns wird hauptsächlich Englisch gesprochen, der Coach kann aber auch etwas Deutsch. Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm.“ Genau das verbindet ihn auch mit Jonas David, mit dem sich Heil regelmäßig austauscht: „Ich bin mit ihm vor allem via Facetime in Kontakt. Er berichtet viel Positives und es freut mich zu sehen, dass immer mehr junge Talente aus der eigenen Jugend eine Chance bekommen.“ Die Möglichkeit auf weitere Einsätze beim Tabellenzehnten der Eredivisie ist für Ogechika Heil aktuell aber nicht gegeben – der Youngster hat sich vor dem Auswärtsspiel bei Ajax Amsterdam (7. November, 0:0) erneut am Oberschenkel verletzt: "Leider bin ich jetzt erstmal mit einem Muskelfaserriss raus und falle noch einige Wochen aus. Wenn ich zurück bin, dann habe ich aber natürlich die Ambition, sofort wieder auf den Platz stehen und so viele Spiele wie möglich zu machen.“ Die Daumen für dieses Vorhaben sind gedrückt!

Übrigens: Xavier Amaechi konnte seit seiner Leihe zu den Bolton Wanderers noch keinen Pflichtspieleinsatz verzeichnen. Der 20-jährige Engländer hat im Vorbereitungsspiel gegen Preston North End einen Mittelfußbruch erlitten und steht nun kurz vor seinem Comeback. All the best for you, Xav!

 

Fotocredits Opoku: Uwe Gerken/VfL Osnabrück