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Verein

30.03.20

"Ich sehe den HSV gut aufgestellt"

Vereinspräsident Marcell Jansen ist der neue Vorsitzende des HSV-Aufsichtsrats und sieht seine wichtigste Aufgabe darin, Einigkeit in und um den Club herzustellen.

Am Sonnabend (28. März) wurde im Hamburger Volkspark eine Aufsichtsratssitzung abgehalten, die einige personelle Konsequenzen nach sich zog. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann wurde freigestellt, so dass der Vorstand des HSV ab sofort aus Jonas Boldt und Frank Wettstein besteht. Zudem legten auch noch die beiden bisherigen Aufsichtsräte Max-Arnold Köttgen und Thomas Schulz ihre Ämter nieder. Nachfolger Köttgens als Vorsitzender des Kontrollgremiums ist HSV e.V.-Präsident Marcell Jansen. Der äußerte sich am Montag (30. März) erstmals öffentlich und beantwortete in einer Pressekonferenz - aufgrund der Corona-Pandemie fand diese online in einem virtuellen Pressekonferenzraum statt - die Fragen der Journalisten. Hierbei sprach Marcell Jansen über...

… die Ereignisse letzten Tage: Es war schon eine recht turbulente Zeit und schlussendlich eine schwierige Entscheidung, die wir treffen mussten. Am Ende war es aber im Aufsichtsrat eine klare Entscheidung, die wichtig für den HSV war.

… die neue Zusammensetzung des Vorstands: Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Fußballclub von zwei Vorständen geführt wird. Mit Frank Wettstein und Jonas Boldt haben wir zwei sehr, sehr gute Vorstände. Wir haben vollstes Vertrauen in ihre Arbeit und sind darüber hinaus auch in der gesamten Geschäftsstelle sehr gut aufgestellt. Ich habe ein gutes Gefühl, dass das neue Duo frei von jeglichen Eitelkeiten immer zu einer Lösung im Sinne des HSV kommt. Diese Teamfähigkeit und Einheitlichkeit ist gerade zu Zeiten von Corona jetzt wichtig. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass hier nun Aufgaben neu verteilt und angepasst werden müssen. Dazu werden wir als Aufsichtsrat eng mit dem Vorstand in Austausch stehen und immer versuchen, im Sinne des HSV gute Entscheidungen zu treffen.

… die Option, selbst in den Vorstand einzuziehen: Ich habe mich mit Leib und Seele für das Präsidentenamt im HSV beworben und es erfüllt mich komplett, denn ich brenne für diesen Verein. Es ist eine große Aufgabe, den HSV nach innen möglichst gut zu einen und ihn nach außen zu vertreten. Ich fühle mich in dieser Rolle sehr wohl. Ich weiß nicht, was in ein paar Jahren ist, aber ich habe diesbezüglich keine persönliche Agenda und möchte mindestens meine Amtszeit bis 2022 ausfüllen.

... seine neue Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender: Es war nicht geplant, dieses Amt zu übernehmen. Ich habe es aber angenommen und hätte es nicht gemacht, wenn es nicht zu 100 Prozent auch der Wunsch des Aufsichtsrats gewesen wäre. Etwaige Machtspiele sind in diesem Zusammenhang ein mediales Thema. Jeder, der Vereinsarbeit kennt, weiß, dass es immer nur über Teamfähigkeit, Teamplay und Kommunikation gehen kann. Diesbezüglich sehe ich mich in der Lage, meinen Weg als e.V.-Präsident weiterzugehen und diesen auch in meiner neuen Rolle zu unterstützen. Die jüngsten Entscheidungen, die während meiner Amtszeit als Präsident gemeinsam mit den Gesellschaftern getroffen wurden, zielten genau darauf ab, den Verein auf breite und unabhängige Beine zu stellen. Wir können es immer nur gemeinsam schaffen.

… eine mögliche Aufstockung des Aufsichtsrats: Wir sind jetzt fünf Personen im Aufsichtsrat und es besteht aktuell kein juristischer Zwang, dies kurzfristig zu ändern. Ich sehe uns auch sehr gut aufgestellt, da wir alle entscheidenden Kompetenzen wie Sportexpertise, Wirtschaftswissen sowie die Bereiche Marketing und Kommunikation hervorragend abdecken. Es kann aber durchaus sein, dass wir den Aufsichtsrat auf Sicht wieder aufstocken werden.

... die wirtschaftliche Situation: Das Team um Finanzvorstand Frank Wettstein hat in dieser Hinsicht in den letzten Jahren einen richtig guten Job gemacht, so dass wir sehr gut aufgestellt und gerüstet sind. Die aktuelle Stabilität macht uns Hoffnung, dass der HSV gut durch die Corona-Krise kommt. Entscheidend wird sein, wie die Auswirkungen am Ende wirklich sind, ob die Stadien leerbleiben müssen und wann wieder Fußball gespielt wird.

... die 24,9 Prozent-Grenze bei Anteilsverkäufen: 24,9 hat eine längere Historie, die festgeschrieben wurde. Das war kein neues Thema. Wir stehen diesbezüglich mit  unseren Gremien, mit den Supportern, Beiräten und Gesellschaftern ganz eng im Austausch und müssen in Zeiten von Corona sogar noch enger zusammenrücken. Das Thema Eigenkapital ist immer ein wichtiges Thema. Wir müssen dabei gucken, was man alles ausschöpfen kann, um gestärkt durch Corona durchzukommen. Es ist immer das Ziel, den Verein abzusichern. Wir müssen Szenarien vorbereiten, eng zusammenrücken und immer in Absprache mit den Mitgliedern agieren. Wir wollen die Mitglieder mit auf diese Reise nehmen und niemals vor vollendete Tatsachen stellen. Wir wollen immer im Sinne des HSV agieren. Diesbezüglich habe ich gegenüber allen Gesellschaftern und Beteiligten ein gutes Gefühl. Alle haben die gleiche Intention, den Verein auf breite Beine zu stellen. Daran werden sich alle halten und ihre Eitelkeiten zurückstellen. Wir wissen heute aber noch nicht, welche Auswirkungen der Corona-Virus hat. Wir müssen immer alles versuchen, die Überlebensfähigkeit des HSV zu sichern.

… die Rolle von Klaus-Michael Kühne: Herr Kühne ist ein großer Fan und Förderer des HSV. Dass jetzt auf seinem Rücken die aktuelle Diskussion geführt wird, ist nicht fair. Es ging um Risse und Zerwürfnisse im Vorstand, diese Umstände haben zu der jüngsten Entscheidung geführt, nichts anderes. Zu Herrn Kühne pflegen wir – wie übrigens zu allen anderen Anteilseignern auch – ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und ein großes Miteinander, ebenso wie wir es zu allen Supportern und Vereinsmitgliedern pflegen. Es geht uns allen darum, den HSV gemeinsam zu stabilisieren und zu entwickeln.

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