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HSV verpflichtet David Kinsombi

Team

09.04.19

HSV verpflichtet David Kinsombi

Der 23-jährige Mittelfeldspieler wechselt von Kiel nach Hamburg und unterschreibt einen Vier-Jahres-Vertrag. 

Der HSV ist auf dem Transfermarkt tätig geworden und hat David Kinsombi von Holstein Kiel verpflichtet. Der Kapitän der "Störche" wechselt zum 1. Juli 2019 zu den Rothosen und unterschreibt einen ligaunabhängigen Vertrag bis 2023. Sein ursprünglich bis 2021 datierter Kontrakt an der Förde wird gegen Zahlung einer Ablösesumme aufgelöst. Aktuell laboriert der 23-Jährige an einem Schienbeinbruch, den er sich im Januar zugezogen hat. Der Reha-Prozess befindet sich allerdings auf der Zielgeraden, so dass Kinsombi berechtigte Hoffnung auf einen weiteren Einsatz in dieser Saison hat. Spätestens zur Sommervorbereitung steht einer Rückkehr in den Trainingsbetrieb aktuell nichts im Wege. 

HSV-Sportvorstand Ralf Becker arbeitete in der Saison 2017/18 als Geschäftsführer Sport der KSV mit Kinsombi zusammen und kann die vielfältigen Qualitäten des Deutsch-Kongolesen im Detail einschätzen. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der 48-Jährige mit der Verpflichtung: "Wir sind extrem froh, dass wir einen Topspieler der 2. Bundesliga verpflichten konnten. Trotz seines jungen Alters trägt David in Kiel die Kapitänsbinde und gehört zu den absoluten Leistungsträgern des Teams. Wir arbeiten seit einem halben Jahr an diesem Transfer und sind sehr glücklich, dass wir David nun ligaunabhängig von unserem gemeinsamen Weg überzeugen konnten. Wir sind zuversichtlich, dass er uns bei der Verwirklichung unserer sportlichen Ziele weiterhelfen wird. Für den weiteren Heilungsverlauf wünschen wir alles Gute und hoffen auf eine schnelle Rückkehr in den Spielbetrieb."

Auch der Protagonist freut sich auf den bevorstehenden Wechsel zum HSV: "Ich hatte in Kiel eine coole Zeit. Die letzten zwei Jahre haben großen Spaß gemacht und mich als Spieler weitergebracht. Ich arbeite momentan hart an meinem Comeback, um der Mannschaft im Saisonendspurt noch zu helfen. Dennoch war es für mich an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich freue mich auf den Wechsel zum HSV und die neue Herausforderung ab Sommer. Der HSV ist ein großer Club mit einer beeindruckenden Fanbase. Ich hatte viele gute Gespräche mit den Verantwortlichen und bin vom Konzept und dem Weg, den der Club gehen will, voll überzeugt."

David Kinsombi im Zweikampf mit Gonzalo Castro.
Für Eintracht Frankfurt bestritt David Kinsombi - hier im Duell mit Gonzalo Castro von Borussia Dortmund - insgesamt vier Bundesligaspiele.

Der gebürtig aus Rüdesheim am Rhein stammende Kinsombi machte seine ersten fußballerischen Schritte bei Germania Wiesbaden, ehe er sich im Sommer 2004 dem SV Wehen Wiesbaden anschloss. Sieben Jahre später folgte der Wechsel in die Jugendabteilung des 1. FSV Mainz 05, in der Kinsombi insgesamt drei Jahre aktiv war. Während dieser Zeit bestritt Kinsombi drei Länderspiele für die deutsche U18-Nationalmannschaft. Nach seiner Ausbildung bei den Rheinhessen wechselte der Rechtsfuß im Juli 2014 zu Eintracht Frankfurt und feierte dort im November 2014 sein Bundesliga-Debüt. Es folgten weitere drei Einsätze im deutschen Oberhaus, ehe der Zentrumsspieler im Januar 2016 zum Karlsruher SC transferiert wurde. Die Badener verliehen den damals 20-Jährigen in derselben Transferperiode für ein halbes Jahr an den 1. FC Magdeburg. Für die Sachsen-Anhaltiner bestritt der auch als Innenverteidiger einsetzbare Kinsombi insgesamt zwölf Pflichtspiele. Nach der Saison 2016/17, in der er für den KSC in 26 Zweitliga-Spielen (ein Tor) auf dem Feld stand, wurde der 1,84 Meter große Techniker schließlich von Holstein Kiel verpflichtet. In bis dato 55 Pflichtspielen für die KSV erzielte der "Sechser" zehn Tore und lieferte vier Assists. In den beiden Aufeinandertreffen mit dem HSV in dieser Saison (3:0, 3:1) demonstrierte der Schlüsselspieler seine Klasse und war an vier der sechs Kieler Treffer direkt beteiligt (drei Tore, eine Vorlage). Ab dem 1. Juli 2019 soll Kinsombi nun den jungen HSV-Kader mit seinen Führungsqualitäten und fußballerischen Vorzügen bereichern.

(Kopie 1)