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Trainingslager

02.07.16

Michael Gregoritsch - hoch hinaus!

In der abgelaufenen Saison war Michael Gregoritsch mit fünf Treffern drittbester HSV-Torschütze - eine starke Ausbeute für sein erstes Jahr in der Bundesliga. Für 2016/17 hat sich der österreichische U21-Nationalspieler noch einmal deutlich mehr vorgenommen.

Der Samstagabend ist für alle HSV-Fans und auch für die HSV-Profis ein Highlight dieses Trainingslagers: Um 18 Uhr beginnt das erste Testspiel der neuen Saison (live und kostenlos auf HSVtotal!), Gegner wird der ortsansässige USSI Schluein sein; und direkt im Anschluss steht das EM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien auf dem Plan, das die mitgereisten Anhänger beim Public Viewing schauen können und das die Mannschaft gemeinsam nach dem Abendessen verfolgen wird.

Auch Michael Gregoritsch freut sich auf den Samstagabend. Auch wenn seine Österreicher bereits ausgeschieden sind. "Mit dem frühen Aus in der Vorrunde hatte keiner gerechnet", gibt er zu, "da ist einiges sehr unglücklich gelaufen." Da half auch all sein Mitfiebern und Anfeuern nichts. "Bei den Spielen werde ich dann auch schon mal laut, da gehe ich richtig mit." Allein, gebracht hat es nichts. Dann jetzt eben die Deutschen. "Ich drücke Deutschland natürlich die Daumen, ist ja schließlich meine zweite Heimat." Und hierbei insbesondere Hamburg. Schließlich kickte Gregoritsch in der Saison 2013/14 bereits beim Stadtnachbarn FC St. Pauli, ehe er nach zwei Jahren beim VfL Bochum zum HSV wechselte.

Starke Entwicklung

Seine erste Saison bei den Rothosen und auch in der 1. Bundesliga kann sich wahrlich sehen lassen: 25 Spiele, davon 15 von Beginn an, drei Assists und satte fünf Tore stehen für den 22-Jährigen in seiner Premieren-Saison im deutschen Oberhaus zu Buche. "Micha hat sich sehr schnell eingefunden und den Sprung von der zweiten in die erste Liga gut geschafft", findet Bruno Labbadia, "er hat sich sehr vielseitig präsentiert und sein linker Fuß ist eine echte Waffe." Der linke Fuß - prädestiniert für gefährliche Distanzschüsse. "Aus dem Spiel heraus hat es leider noch nicht so gut geklappt", sagt Gregoritsch selbst. Ihn ärgert das. "Die Chancen waren da, aber im entscheidenden Moment hat mir dann die Ruhe gefehlt, da muss ich abgeklärter werden."

Dafür legt der gebürtige Grazer etliche Extraschichten ein, immer wieder geht es nach dem regulären Training noch Richtung Tor, damit es zukünftig aus dem Spiel heraus genauso gut klappt wie bei ruhenden Bällen. Drei seiner fünf Saisontore erzielte Gregoritsch mit direkt verwandelten Freistößen - und ist damit der erfolgreichste Freistoßschütze der gesamten Bundesliga. Nur darauf reduzieren möchte Labbadia seinen Schützling aber keinesfalls: "Wenn Michi seinen eingeschlagenen Weg weitergeht, dann werden wir viel Freude an ihm haben", ist der Trainer sicher, dass Gregoritsch in seiner zweiten Bundesliga-Saison noch einmal einen großen Schritt machen wird. "Das ist natürlich auch mein Ziel", sagt der 1,93 Meter große Schlacks, "ich bin Offensivspieler, da geht es eben um Torbeteiligungen. Und diese Anzahl möchte ich auf jeden Fall erhöhen." Gregoritsch will hoch hinaus. Die erste Möglichkeit, weiter am Abschluss zu feilen, besteht am Samstagabend im ersten Testspiel der neuen Saison. Und vielleicht gibt es ja abends beim Deutschland-Spiel auch noch ein bisschen Anschauungsunterricht.