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Spielbericht

29.11.19

1:2 - HSV unterliegt beim VfL Osnabrück

Der HSV hat am Freitagabend mit 1:2 beim VfL Osnabrück verloren. Der Anschlusstreffer von Kittel in der 64. Minute reichte nicht, so dass am Ende die zweite Saisonniederlage stand.

Der Hamburger SV hat am Freitag (29. November) seine Partie des 15. Spieltags mit 1:2 (0:2) beim VfL Osnabrück verloren. Nach guter Anfangsphase und einem Pfostentreffer Harniks in der 23. Minute büßten die Rothosen in der Folge ihre Überlegenheit ein und gingen nach einem Osnabrücker Doppelschlag durch Schmidt und Blacha (37., 45.+2) mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Zwar kam der HSV durch Kittels 1:2-Anschlusstreffer in der 64. Minute noch einmal heran, konnte in der Schlussphase aber nicht die nötige Wucht entwickeln, um doch noch einen Punkt aus Niedersachsen mitzunehmen. Somit mussten die Hamburger im 15. Saisonspiel ihre zweite Niederlage hinnehmen.

Harniks Aluminium-Pech...

Mit dem VfL Osnabrück und dem HSV - in der Innenverteidigung mit Jung für Letschert und ohne den erkrankten Kapitän Hunt - trafen die beiden defensivstärksten Mannschaften der Liga aufeinander. Lediglich 13 Gegentreffer hatten beide Teams bis zu diesem 15. Spieltag hinnehmen müssen - und entsprechend entwickelte sich auch diese Partie. Die Hamburger ließen in der Anfangsphase defensiv rein gar nichts anbrennen und auch der VfL präsentierte sich im letzten Drittel stabil gegen spielfreudige Rothosen, die sich zumindest einige Male gefällig bis an den Osnabrücker Strafraum kombinierten.

Bis es erstmals gefährlich wurde, dauerte es aber rund 20 Minuten. Dann trat Harnik - im 4-3-3-System der Hamburger auf Rechtsaußen positioniert - gleich doppelt in den Mittelpunkt, hatte aber einmal im Fünfmeterraum und anschließend bei einem Pfostentreffer das Glück nicht auf seiner Seite. Mitte der ersten Halbzeit waren die Rothosen dem Führungstreffer also sehr nah, doch in der Folge schlug das Pendel plötzlich in die andere Richtung aus. Denn die Hausherrn wurden nun mutiger, attackierten etwas früher, gestalteten das Spiel mehr und mehr ausgeglichen und kamen auch zu ersten Abschlüssen. Erst konnte HSV-Keeper Heuer Fernandes an alter Wirkungsstätte noch gegen Schmidt retten, doch gegen den Doppelpack kurz vor dem Pausenpfiff war auch er machtlos. Schmidt traf nach schönem Solo, Blacha in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach mustergültigem Konter - und so gingen die Hamburger, die in der ersten halben Stunde des Spiels lediglich einen einzigen Schuss auf das eigene Tor zugelassen und selbst den gegnerischen Pfosten malträtiert hatten, mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

... und die unvollendete Aufholjagd

Zur zweiten Hälfte kamen die Rothosen mit zwei frischen Kräften aus der Kabine: Samperio und Kinsombi sorgten für neue offensive Impulse, die dazu beitrugen, dass die Gastgeber mehr und mehr unter Druck gesetzt werden konnten. Dies gipfelte in einer Phase rund um die 60. Minute, in der der HSV den VfL rund um dessen Strafraum einschnürte und zu einer Reihe von Abschlüssen und Eckstößen kam - und Keeper Kühn zum wiederholten Male mit starken Paraden sein Team vor einem Gegentreffer bewahrte.

Aber der fiel dann doch als logische Konsequenz des großen Drucks, Kittel besorgte in der 64. Minute völlig verdient den Anschlusstreffer zum 1:2, dem das Hecking-Team nun auch den Ausgleich folgen lassen wollte. Kinsombi verpasste ihn zehn Minuten vor dem Ende um ein Haar, bis dahin aber hatten die Gastgeber es auf einmal wieder deutlich besser verstanden, den HSV vom eigenen Strafraum fernzuhalten und selbst Spielanteile zu generieren. So gelang es den Hecking-Mannen nach dem Anschlusstreffer nur bedingt, weiter die nötige Wucht zu entwickeln und den Gegner so unter Druck zu setzen, dass die Bremer Brücke ins Wanken gerät. Osnabrück spielte es mit der Unterstützung des ausverkauften Stadions im Rücken gut, fand nach dem 1:2 schnell seinen Faden wieder und brachte den knappen Vorsprung schlussendlich über die Zeit. Für den HSV bedeutete dies am 15. Spieltag die zweite Niederlage der Saison und die erste nach zuletzt acht ungeschlagenen Spielen.

Das Spiel im Stenogramm:

VfL Osnabrück: Kühn - Susac, Heyer, van Aken - Ajdini, Taffertshofer, Blacha, Agu - Schmidt (72. Köhler), Alvarez (90.+2 Henning), Amenyido (56. Heider)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Narey, Jung, van Drongelen (78. Ewerton), Leibold - Fein, Dudziak, Moritz (46. Kinsombi) - Harnik, Kittel, Wood (46. Samperio)

Tore: 1:0 Schmidt (37.), 2:0 Blacha (45.+2), 2:1 Kittel (64.)

Zuschauer: 16.667 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

Gelbe Karten: Alvarez (69.) / Leibold (62.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -