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Pressekonferenz

27.11.20

"Es wird 90 Minuten sehr intensiv sein"

In der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim sprach Cheftrainer Daniel Thioune über die Aufarbeitung des letzten Spiels, Änderungen in der Startelf und die Heimstärke des Gegners.

Auch wenn bereits fünf Tage seit dem letzten Zweitligaspiel gegen Bochum vergangenen sind, ging es in der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim am Sonntag ( ab 12.45 Uhr live im HSVnetradio) in den meisten Fragen dennoch um die Aufarbeitung der ersten Saisonniederlage gegen den VfL. Da spielte es auch keine Rolle, dass Daniel Thioune und sein Trainerteam die Analyse bereits am Montag abgeschlossen hatten und ihr voller Fokus schon lange auf die schwere Aufgabe in Heidenheim gerichtet war. Naturgemäß möchte man sagen, weht der Wind in der Hansestadt nach Niederlagen immer ein bisschen stärker und länger. 

Auch am Sonntag wird es stürmisch, Und das nicht nur aufgrund der torhungrigen Stürmer auf beiden Seiten, sondern auch, weil die Heidenheimer nach einem punktemäßig eher holprigen Start in die Spur der letzten Saison zurückgefunden haben und gerade zuhause (seit 14 Monaten nicht verloren) eine absolute Macht sind. Daniel Thioune möchte sich dennoch nicht so sehr auf den Gegner ausrichten, sondern im eigenen Einflussbereich bleiben und an die eigene Stärke appellieren. 

Im Detail sprach der Fußballlehrer in der Pressekonferenz über…

... die personelle Situation: Jeremy Dudziak hatte am vergangenen Wochenende einen Schlag abbekommen und eine starke Prellung davongetragen. Er hat in der Woche versucht, das Training aufzunehmen. Wir schauen mal, ob es möglich ist, dass er heute trainiert. Er ist noch angeschlagen und entsprechend auch fraglich für das Wochenende. Aaron Hunt hat gestern im Trainingszweikampf mit Tim Leibold einen abbekommen und eine ordentliche Schramme davongetragen. Da gehen wir aber davon aus, dass er heute wieder ins Training einsteigt. Es ist eher ein größerer Kratzer als eine Verletzung.

"Am Mittwoch habe ich eine Mannschaft vorgefunden, die gierig und bereit ist, wieder das zu zeigen, was sie in den letzten Wochen gezeigt hat." Daniel Thioune

... den Gegner: Frank Schmidt liefert seit vielen Jahren ganz tolle Arbeit ab. Der Lohn der Arbeit war in der letzten Saison bestimmt der Sprung auf den Relegationsplatz und die Relegationsspiele. Sie haben vor dieser Saison viele Spielerverkäufe gehabt, gerade im Zentrum mit Griesbeck und Dorsch, und vorne mit Kleindienst. Sie haben aber auch in dieser Saison gezeigt, dass sie bei dem einen oder anderen Verein Talente abschöpfen und weiterentwickeln können. Sie hatten deshalb vielleicht einen holprigen Start, was man erwarten kann. Sie sind eine Mannschaft, die Fußball spielt, athletisch sehr aktiv ist und Woche für Woche ein hohes Laufpensum absolviert. Zuletzt haben sie auch wieder Punkte eingesammelt. Wir fahren mit sehr viel Respekt nach Heidenheim, wissen aber auch um unsere Stärke und wollen da am Wochenende bestehen.  

… die Analyse des letzten Spiels gegen Bochum: Wir haben kritisch hinterfragt, warum wir nicht in die Abläufe gekommen sind, die wir uns gewünscht, und nicht die Qualität auf den Platz gebracht haben, die wir in den Wochen davor schon gezeigt haben. Dabei haben wir dieses Spiel genauso kritisch analysiert, wie wir es in den Wochen davor auch schon getan haben. Es ist wichtig, dass wir es unabhängig von Sieg und Niederlage oder von äußeren Einflüssen machen. Wir sollten auf das achten, was wir selber beeinflussen können. Wir wissen, dass wir vieles besser machen können, das war dann aber auch Montag abgehakt. Am Mittwoch habe ich eine Mannschaft vorgefunden, die gierig und bereit ist, wieder das zu zeigen, was sie in den letzten Wochen gezeigt hat. 

… Änderungen in den Aufstellungen: Ich habe schon öfter betont, dass ich gar nicht der große Trickser sein möchte und es nicht dem Selbstzweck dient. Es soll immer darauf einzahlen, dass die Mannschat am Ende des Tages erfolgreich ist. Es wird ja gerne genommen, dass ich Woche für Woche die Aufstellung ändere. Viele Wechsel waren zwangsläufig durch Verletzungen oder Rote Karten. Vertrauen definiert sich aber auch nicht darüber, dass ich Spieler immer fünf bis sechs Spiele am Stück machen lasse, sondern dass ich ihnen die Wertschätzung im Training gebe und auch die Möglichkeit sich zu zeigen. Da braucht man eine Achse, an die man sich anlehnen kann. Ich denke, die haben wir mit Sven Ulreich im Tor und in vorderster Front mit Simon Terodde, dazwischen batteln sich auch viele. Es geht aber nicht darum, jede Woche etwas Neues zu machen. 

… die Heimstärke von Heidenheim: Uns ist bekannt, dass Heidenheim gerade zuhause sehr stark ist und man sie auch immer über die kompletten 90 Minuten auf dem Schirm haben muss. In der letzten Woche in Kiel hat man gesehen, dass sie noch aus einem 0:2 ein 2:2 gemacht haben. Es wird 90 Minuten sehr intensiv sein. Wir brauchen eine Resistenz. Der Gegner wird immer wieder in Umschaltmomente kommen, das liegt auf der Hand. Dann erwarte ich aber, dass wir brutal im Gegenpressing sind und sofort das Spielgerät wieder holen. Und auch wenn hoher Druck da ist, wie vor ein paar Wochen in Paderborn, sind wir in der Lage spielerisch Lösungen zu finden. Diese Bausteine müssen wir aufsetzen. Wir bleiben in unserem Einflussbereich. 

Die gesamte Pressekonferenz gibt es auf YouTube oder auf HSVtv.