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Pressekonferenz

07.02.20

"Wir wollen zeigen, wer Herr im Hause ist!"

In der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC sprach HSV-Trainer Dieter Hecking über die personelle Situation, seine Erwartungen an das Spiel und die Favoritenrolle seiner Mannschaft. 

Mit dem Karlsruher SC ist am morgigen Sonnabend (ab 12.45 Uhr live im HSVnetradio) eine gewisse Unbekannte im Volksparkstadion zu Gast. Denn hinter dem Zweitliga-Aufsteiger liegen turbulente Tage, die für eine gewisse Unberechenbarkeit sorgen. Am vergangenen Sonntag kassierten die Badener gegen Holstein Kiel (0:2) die vierte Liga-Niederlage in Folge und trennten sich daraufhin am Montag von Cheftrainer Alois Schwartz. Dessen vorübergehender Nachfolger Christian Eichner verlor am Mittwochabend sein Trainerdebüt im DFB-Pokalachtenfinale beim Viertligisten aus Saarbrücken nach Elfmeterschießen (3:5) und muss nun für das Auswärtsspiel in der Hansestadt mit den gesperrten Daniel Gordon und Damian Roßbach auf zwei erfahrene Spieler verzichten. "Alles, was wir bis zum Pokalspiel vom KSC gesehen haben, können wir durch den Trainerwechsel eigentlich über den Haufen werfen. Und auch aus dem Pokalspiel lassen sich aufgrund der besonderen Konstellation des Wettbewerbs wenig Rückschlüsse ziehen, wie der KSC hier morgen spielen möchte", erklärte HSV-Trainer Dieter Hecking in der heutigen Pressekonferenz. Doch der 55-Jährige ist nach zuletzt zwei überzeugenden Siegen in Folge, mit denen der HSV den zweiten Tabellenplatz festigte, ohnehin mehr auf das eigene Spiel bedacht und betont: "Es kommt darauf an, was wir wollen. Wir wollen das Heimspiel gewinnen und auf die Leistung der vergangenen beiden Spiele aufbauen. Wir wollen unser Spiel durchbringen und zeigen, wer Herr im Hause ist."

Im Detail sprach Hecking in der Pressekonferenz über ...          

... die allgemeine Personallage: Julian Pollersbeck ist noch nicht ganz fit, aber wird in Kürze wieder ins Training einsteigen. Er selbst spürt nichts mehr, aber die Ampel vonseiten der Ärzte steht noch nicht wieder komplett auf grün. Jairo Samperio hat erst zwei Tage wieder mittrainiert, so dass ich denke, dass er morgen eher nicht zum Kader zählen wird. Bei Ewerton, der gestern eine leichte Magen-Darm-Erkrankung hatte, sieht es auch so aus, dass er heute wieder mittrainieren kann. Damit fehlen eigentlich nur Josha Vagnoman und Jan Gyamerah, die beide auf einem guten Weg sind. Sie scheinen im Fahrplan zu liegen, so dass Anfang März wieder der Einstieg ins Training erfolgen kann.     

... Jeremy Dudziak: Jerry konnte gestern wieder voll trainieren. Der Muskel ist Stand heute schmerzfrei, so dass ich davon ausgehen kann, dass er uns morgen zur Verfügung steht. Wir haben eine gute medizinische Abteilung, die diese Muskelverhärtung innerhalb kürzester Zeit wieder hinbekommen hat. Das spricht für die Jungs, die nah an den Spielern dran sind. Allgemein dürfen wir uns in der bevorstehenden Phase keine Ausfälle erlauben. Jeder Spieler hat seine Wichtigkeit. Wir sollten das Risiko minimieren, sprich keine unnötigen Gelbe Karten abholen und nicht in eine sich andeutende Verletzung reinlaufen, so wie es Jerry in Bochum fast getan hätte. Deshalb fand hier auch nochmal ein Gespräch zwischen uns statt.      

... seine Erwartungen an das Spiel: Der KSC wird natürlich versuchen, uns Probleme zu bereiten. Die genaue Herangehensweise können wir vor dem Hintergrund des Trainerwechsels in Kalrsruhe aber nur schwer vorhersehen. Alles, was wir bis zum Pokalspiel gesehen haben, können wir eigentlich über den Haufen werfen. Und auch das Pokalspiel lässt aufgrund der besonderen Konstellation des Wettbewerbs wenig Rückschlüsse darüber zu, wie der KSC hier morgen spielen möchte. Das ist für mich aber auch nicht überlebenswichtig. Es kommt darauf an, was wir wollen. Wir wollen das Heimspiel gewinnen und auf die Leistung der vergangenen beiden Spiele aufbauen. Wir wollen unser Spiel durchbringen und hier zu Hause zeigen, wer Herr im Hause ist.

... die Favoritenrolle seiner Mannschaft: Karlsruhe ist sicherlich keine Laufkundschaft, sondern hat auch Spieler in seinen Reihen, die dir wehtun können. Wenn Hofmann im Sturmzentrum einmal die Rübe hinhält, dann klingelt´s meistens. Wir müssen schon alles abrufen, aber das sage ich ja seit dem ersten Tag. Du wirst in der 2. Liga nicht gewinnen können, indem du glaubst, Mannschaften mit 80 Prozent bespielen zu können. Wenn wir das morgen tun, werden wir eine Enttäuschung erleben. Das ist Fakt und dafür brauche ich kein Prophet zu sein. Wir müssen in allen Bereichen an unsere 100 Prozent herangehen. Wenn wir denken, in der Rückwärtsbewegung einen Meter wegzulassen oder im Spiel nach vorn die Meter nicht mitzugehen, bekommen wir Probleme. Wir haben das bereits besprochen und manchmal benötigt man dafür eine Erinnerung. Doch darauf kann ich morgen gerne verzichten.    

Die komplette Pressekonferenz seht ihr bei HSVtv.