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Pressekonferenz

23.10.20

"Wir müssen fleißig sein und hart arbeiten"

In der Pressekonferenz spricht Daniel Thioune über eine mögliche taktische Rotation, die Gefahr bei den Würzburger Kickers und die erhöhte Erwartungshaltung. 

Bevor es am Freitagnachmittag (23.10.) in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (Sonnabend, Anstoß: 13 Uhr) um die Beantwortung der Fragen der Medienvertreter ging, nutze Cheftrainer Daniel Thioune die Gelegenheit, um zwei großen HSVern zum Ehrentag zu gratulieren. „Auf diesem Wege möchten wir als HSV Jochen Meinke zu seinem 90. und insbesondere auch Uli Stein zu seinem 66. Geburtstag gratulieren“, sagte er. Zweitgenannter wäre eine Legende seiner Kindheit gewesen, verriet der 46-jährige Übungsleiter der Rothosen zudem. Ins Hier und Jetzt würden die Legenden aber nicht einzahlen. In Thioune’s Kopf sei deshalb vielmehr nur das Heimspiel gegen die Würzburger Kickers vorhanden. 

In der Pressekonferenz sprach der Trainer im Anschluss unter anderem über …

… die aktuellen Personalien: Wir haben viele gesunde Spieler in den letzten Tagen wieder auf den Platz zurückbekommen. Neben Rick van Drongelen, dessen Ausfall ja bekannt ist, werden wir auf Bakery Jatta verzichten müssen, bei dem sich im heutigen Training Adduktorenprobleme eingestellt haben. Dazu fällt auch Jeremy Dudziak mit Schulterprobleme aus und ein Spiel müssen wir noch auf den gesperrten Toni Leistner verzichten. 

… den Gegner: Würzburg ist ein Aufsteiger, in dessen Situation ich mich selber versetzen kann, da ich letztes Jahr einen Aufsteiger trainieren durfte. Sie sind mit einem Punkt aus vier Spielen sehr unglücklich in die Saison gestartet. Sie haben aber ein Jahr lang ganz hart dafür gearbeitet, um in dieser Liga sein zu dürfen. Wenn ich mich selber zurückerinnere, haben wir damals auch geschaut, wann wir das erste Mal in einem großen Stadion spielen dürfen. Wenn die Mannschaft jetzt zu uns kommt, dann wird man auch aufgrund der Tabellensituation sehr motiviert nach Hamburg fahren. Im Spiel gegen Düsseldorf stand es nach 75 Minuten immer noch 0:0. Da hat man einen Elfmeter verschossen und das Spiel hinten heraus verloren. Nach dem Trainerwechsel haben sie gegen Eintracht Frankfurt gewonnen. Man will sich gegen ambitionierte Mannschaften zeigen. Das ist auch das, was ich morgen erwarte. Durch den Trainerwechsel und vielen neuen Personalien sind sie schwierig auszurechnen für uns. Sie werden mit sehr viel Herzblut auf dem Platz stehen. Eine gute Möglichkeit für uns, zu zeigen, dass wir auch einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir wollen versuchen, die Punkte hierzubehalten, müssen aber von Minute eins an aufpassen.  

"Die Rotation, die ich durchführe, dient nicht dem Selbstzweck"

… mögliche Änderungen in der Startelf: Bei der Art und Weise, wie wir Dinge aufsetzen, geht es nicht immer darum, seine eigene Idee durchzusetzen. Dafür braucht man eine hohe Qualität. Man darf den Gegner nie unterschätzen und muss sicherlich den einen oder andern Ablauf des Gegners so torpedieren, indem man selber ein paar Änderungen vornimmt. Ich habe die Möglichkeit in Hamburg, einen sehr breit aufgestellten Kader zu haben. Da orientieren wir uns an den Leistungen des vergangenen Spiels, an den Trainingsleistungen und am Gegner. Die Rotation, die ich durchführe, dient nicht dem Selbstzweck, sondern dazu die Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg zu erhöhen. 

… die Tabellenkonstellation und entsprechende Favoritenrolle: Nicht nachzulassen wird die größte Herausforderung sein. Wir wollen am besten dort aufsetzen, wo wir am Mittwochabend aufgehört haben. Ich habe immer betont, den Fokus immer auf die jetzige Aufgabe zu legen. Wir müssen fleißig sein und hart arbeiten dafür. Mit jedem Sieg und mit jedem Erfolg steigt die Erwartungshaltung. Das hilft uns aber nicht auf unserem Weg. Jeder, der morgen von Würzburg auf dem Platz steht, will in Hamburg gewinnen. Wir müssen genauso hart arbeiten. Wir müssen uns auf das reduzieren, was wir sind: eine fleißige Mannschaft, die hart arbeitet und darüber hinaus auch ein bisschen Fußball spielen kann. Niemand wird uns dafür aber etwas schenken.  

Die Pressekonferenz in voller Länge seht ihr bei HSVtv oder auf unsere YouTube-Kanal.