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23.06.26
Robert Glatzel verlässt den HSV in Richtung Wolfsburg
Nach fünf Saisons bei den Rothosen zieht es den 32-jährigen Mittelstürmer zum Bundesliga-Absteiger. Eric Huwer: „Bobby hat beim HSV Großes geleistet, das über das Sportliche hinausgeht.“
Der Hamburger SV und Robert Glatzel gehen künftig getrennte Wege. Der 32-jährige Mittelstürmer wechselt zur neuen Saison 2026/27 zum Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg. Damit verlässt der Angreifer die Rothosen nach fünf Jahren, in denen er für den Club und die Fans mehr als ein Torjäger war.
„Bobby hat in seiner fünfjährigen Zeit beim HSV Großes geleistet, das über das Sportliche hinausgeht. Neben seinen zahlreichen Toren hat er aufgrund seiner Persönlichkeit auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle eingenommen. Wir danken ihm für die gemeinsame Zeit und die erlebten Momente. Wir wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste und natürlich sind er und seine Familie im Volkspark jederzeit herzlich willkommen“, betont HSV-Vorstand Eric Huwer.
„Bobby war in den vergangenen Jahren nicht nur wegen seiner vielen Tore und Vorlagen ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Insbesondere in den Zweitliga-Jahren war er ein Fixpunkt unseres Spiels – die Highlights waren sicherlich der Aufstieg und der Gewinn der Torjägerkanone 2023/24“, sagt HSV-Sportdirektor Claus Costa. „Dass er nach der vergangenen Saison, die für ihn in Sachen Spielzeit nicht zufriedenstellend war, eine neue Herausforderung sucht, ist nachvollziehbar. Deshalb haben wir seinem Wechselwunsch gerne entsprochen. Wir wünschen Bobby für seine neuen Aufgaben nur das Beste und heißen ihn natürlich immer willkommen.“

Mehr als ein Torjäger
Robert Nesta Glatzel avancierte nach seinem Wechsel zum HSV im Sommer 2021 zu einer prägenden Figur im Kader der Rothosen, dessen Wert für den Club über das Sportliche hinaus ging. Zunächst zu den Zahlen: In 150 Pflichtspielen mit der Raute auf der Brust erzielte der Goalgetter 84 Treffer – im Schnitt jubelte er alle 132 Minuten.
Nimmt man nur die von ihm in der Liga erzielten Tore (76), belegt er in der historischen HSV-Torschützenliste seit Einführung des Profifußballs 1963 den dritten Platz hinter Thomas von Heesen (99) und Uwe Seeler (137). Darüber hinaus steuerte Glatzel in seiner Zeit bei den Rothosen 22 Vorlagen bei.
Glatzel war für den HSV und dessen Fans nicht nur ein Torjäger, sondern auch eine Identifikationsfigur und ein Publikumsliebling. Der gebürtige Münchner zählte zu den Spielern mit den meisten Dienstjahren im Profikader und wurde dahingehend nur von Bakery Jatta (seit 2016) sowie Daniel Heuer Fernandes (2019) überboten. Mit den Rothosen bewies er eine hohe Widerstandsfähigkeit, als sie in der 2. Bundesliga vier Anläufe gemeinsam für die Bundesliga-Rückkehr nahmen – und im vergangenen Sommer ihr Ziel erreichten.
„Ich hatte beim HSV die schönste Zeit meiner bisherigen Karriere. Ich bin dankbar für jeden Moment, den ich mit diesem besonderen Club erleben durfte. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen durchgemacht. Vor allem die schönen Erinnerungen werde ich für immer in meinem Herzen tragen“, betont Glatzel zu seinem Abschied. „Es bleibt nicht mehr viel, außer Danke zu sagen – an die vielen tollen Mannschaftskollegen, Trainer, restlichen Mitglieder im Staff, Mitarbeitenden auf der Geschäftsstelle und natürlich an die Fans, deren Unterstützung ich über all die Jahre sehr gespürt habe.“
