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10.03.26
Rössing-Lelesiit: Unter Wasser zu Fuß
Nach seiner Verletzung Ende Januar geht Alexander Rössing-Lelesiit im wahrsten Sinne des Wortes die nächsten Schritte im Reha-Prozess. Dabei hilft ihm das Unterwasserlaufband im Athleticum am Volkspark.
Alexander Rössing-Lelesiit geht im wahrsten Sinne des Wortes die nächsten Schritte im Reha-Prozess. Der 19 Jahre alte Norweger fällt seit dem Stadtderby beim FC St. Pauli (1:1) Ende Januar mit einem hochgradigen Riss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk für mehrere Monate aus. Mittlerweile kann sich der Youngster ohne Krücken fortbewegen und zudem mit Hilfe des Unterwasserlaufbandes im Athleticum am Volkspark weiter an seinem Comeback arbeiten.

„Ich habe begonnen, im Wasser zu gehen. Das hat gut geklappt und mein Körper hat gut darauf reagiert“, sagt der Außenbahnspieler über die Arbeit im sechs Meter langen, 3,5 Meter breiten und bis zu 1,52 Meter tiefen Becken. Zwei- bis dreimal pro Woche steigt er ins Wasser. Die Vorteile dieser Form der Behandlung: Der hydrostatische Druck verbessert den Flüssigkeitsabtransport aus verletzten Gelenken. Durch den Auftrieb wird das Körpergewicht reduziert, sodass Sprünge, Läufe und Ausfallfallschritte risikofreier möglich sind als an Land. Dank des Laufbandes kann ein verletzter Spieler früher wieder sportartspezifisch belastet werden sowie bereits Ausdauertraining absolvieren. Zudem lässt sich die Belastung durch eine präzise Abstufung von Geschwindigkeit und Widerstand kontrolliert steigern.
„Ich fühle mich sehr gut“, betont Rössing-Lelesiit, der bis zur Verletzung 14 Pflichtspiele (eine Vorlage) in dieser Saison bestritten hatte. Der Rechtsfuß hatte zuletzt Teile seiner Reha in seiner Heimat Norwegen absolviert und etwas abschalten können: „Ich hatte eine schöne Zeit. Es hat mir sehr geholfen, meine Familie und Freunde zu sehen. Das hat mir mental gutgetan. Es war eine gute Ablenkung von der Verletzung. Ich habe mal nicht an den Fußball gedacht.“ Beispielsweise drückte Rössing-Lelesiit die Schulbank oder stattete seinem Jugendverein Lilleström SK einen Besuch ab. Jetzt, wo die Nummer 38 wieder zurück in Hamburg ist, liegt der volle Fokus auf dem Comeback auf dem Rasen. Das wird allerdings noch einige Zeit dauern. Bis dahin wird Rössing-Lelesiit weiterhin Schritt für Schritt gehen.
