
Vorbericht
19.02.26
Rothosen gastieren bei Nullfünfern: Auf drei in Mainz?
Der Hamburger SV möchte beim 1. FSV Mainz 05 seine gute Form bestätigen. Beim wieder erstarkten Tabellen-14. könnte die Polzin-Elf zum dritten Mal in Folge einen Dreier einfahren.
Für den Hamburger SV geht es in der Bundesliga weiter Schlag auf Schlag: Nachdem die Rothosen am vergangenen Wochenende in ihrem 1887. Bundesliga-Spiel einen 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin eingefahren haben, eröffnen sie im Freitagabendspiel beim 1. FSV Mainz 05 den 23. Spieltag (ab 20.15 Uhr live im HSVnetradio). Der HSV reist damit nicht nur erstmals in dieser Spielzeit mit zwei Siegen in Folge, sondern auch mit dem Sondertrikot zum 1887-Meilenstein im Gepäck an. Beim Tabellen-14., der sich seines Zeichens seit der Amtsübernahme von Trainer und Geburtstagskind Urs Fischer (wird am Freitag 60 Jahre alt) in guter Form präsentiert, laufen die Hamburger also im außergewöhnlichen Dress auf, das zu Wochenbeginn unter dem Motto „Sturm und Drang“ präsentiert wurde und zum absoluten Verkaufsschlager avancierte. Welche Akteure sich dabei das neue Leibchen überstreifen könnten, welcher Ausnahmespieler bei den Gastgebern oft für den Unterschied sorgt und was die Partie darüber hinaus bereithält, verrät wie immer der „Spieltag kompakt“.

Das Personal
Die Rothosen müssen in Mainz erstmals seit dessen Ankunft in Hamburg auf Innenverteidiger Luka Vuskovic verzichten. Der 18-jährige Innenverteidiger, der sich in seiner Premieren-Saison in Deutschlands höchster Spielklasse auf Anhieb zum besten Zweikämpfer der Liga entwickelt hat, kassierte gegen Union Berlin seine fünfte Gelbe Karte. Der Challenge, den Ausfall des Abwehrchefs zu kompensieren, blickte Cheftrainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz gespannt entgegen: „Es ist kein Geheimnis, dass uns Luka nach seinen bisher gezeigten Leistungen und mit seiner Persönlichkeit fehlen wird. Aber uns stehen unterschiedliche Kandidaten zur Verfügung, weshalb ich in dieser Hinsicht nicht negativ eingestellt bin.“ Zu diesen Kandidaten gehören etwa Daniel Elfali und Warmed Omari. Letztgenannter musste für die Partie gegen die Hauptstädter zuletzt als Vorsichtsmaßnahme passen und steht in Mainz wieder vollumfänglich zur Verfügung. Ein kleines Fragezeichen stand unter der Woche wiederum noch hinter Defensivallrounder Nicolas Capaldo (Foto), der mit Erkältungssymptomen zu kämpfen hatte.

Der Gegner
Der Vorjahressiebte und diesjährige Conference-League-Teilnehmer kam schwer in die Saison: Nach zwölf Spieltagen standen für den 1. FSV Mainz 05 nur sechs Punkte auf dem Konto – Platz 18. Der Club zog daraufhin die Reißleine und trennte sich nach fast zwei Jahren von seinem einstigen Erfolgstrainer Bo Henriksen. Der 51-jährige Däne hatte die Nullfünfer in 69 Pflichtspielen trainiert und aus prekärer Lage zurück ins internationale Geschäft geführt. Auf ihn folgte Anfang Dezember letzten Jahres mit Urs Fischer kein unbekanntes Gesicht in der Bundesliga. Mehr als fünf Jahre war der sympathische Schweizer beim 1. FC Union Berlin tätig, führte den Club von der 2. Liga bis in die Champions League.
Seine klare Handschrift hat Fischer – Verfechter einer kompakten 3-5-2-Grundordnung – nun auch in Windeseile bei den Nullfünfern hinterlassen, hauchte ihnen neues Leben ein: 15 Punkte aus neun Spielen sprechen eine deutliche Sprache – in der Urs-Fischer-Tabelle belegt Mainz 05 gar Rang 6. Vor allem daheim präsentieren sich die Rheinland-Pfälzer stark, sind in der Mewa Arena seit vier Spielen ungeschlagen und feierten vor der jüngsten 0:4-Niederlage beim BVB drei Bundesliga-Siege in Serie.
Nun sind die Mainzer erneut am Flutlicht-Freitag gefragt und wollen ihrem Cheftrainer ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag machen. Die Augen sind dabei neben namhaften Winterverstärkungen wie Mittelstürmer Phillip Tietz (kam vom FC Augsburg), Innenverteidiger Stefan Posch (Como, Leihe) und Linksaußen Sheraldo Becker (Osasuna, Leihe) vor allem auf einen Mann gerichtet: Nadim Amiri (Foto). Der Nationalspieler ist auch in dieser Saison eine Art Lebensversicherung der Nullfünfer, markierte bereits neun Saisontore und zwei Assists. Die Nummer 10 der Mainzer ist dabei brandgefährlich bei Standardsituationen, schießt Ecken, Freistöße und Elfmeter. Letztgenannte mit traumwandlerischer Sicherheit, wie seine lupenreine Bilanz in dieser Bundesliga-Saison zeigt: sieben von sieben!

Das Stadionerlebnis
Die etwas außerhalb des Stadtkerns in der Nähe der Hochschule gelegene Mewa Arena wurde von 2009 bis 2011 erbaut und ist mit 33.305 Plätzen (davon 16.005 Steh- und 17.300 Sitzplätze) das größte Fußballstadion der Stadt Mainz. Als Nachfolger des altehrwürdigen Bruchwegstadions besitzt es vielleicht noch nicht den geschichtsträchtigen Charme dieser einst legendären Mainzer Spielstätte, feiert in diesem Jahr aber immerhin schon ihr 15-jähriges Jubiläum. Für den HSV wird es der erste Besuch seit dem 14. Oktober 2017, als sie sich den Mainzern damals mit 2:3 geschlagen geben mussten.
Die Mainzer Fastnacht ist zwar jüngst vorbei, dennoch erwartet die mindestens 4.000 mitgereisten HSV-Fans am Freitagabend eine ausgelassene Stimmung. Die Hamburger wollen dabei im Sondertrikot anlässlich von 1887 Bundesliga-Spielen die Rolle als Party- und Geburtstagscrasher einnehmen und vor allem drei Punkte aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt entführen – auf ein gelungenes Auswärtsspiel und vielleicht die nächsten drei Zähler!
Übrigens: Alle Auswärtsfahrer erhalten im „HSV unterwegs“ alle wichtigen Fan-Infos zum Spiel.
Der Spieltag beim HSV
Das Auswärtsspiel in Mainz wird live auf Sky übertragen. Darüber hinaus seien euch aber selbstverständlich auch die weiteren verschiedenen und vielfältigen HSV-Kanäle ans Herz gelegt, auf denen ihr die Partie ebenfalls live verfolgen könnt.
HSVnetradio – Mit viel Fachkompetenz, einer Prise Humor und natürlich blau-weiß-schwarzer Brille ist das HSVnetradio live vor Ort für euch dabei, begleitet für euch das Spielgeschehen und bringt euch die Partie nach Hause oder unterwegs auf euer Smartphone. Oder auch auf den Alexa-Sprachassistenten, denn der Stream ist auch über unseren HSV-Alexa-Stream abrufbar. Einfach „Alexa, öffne HSV“ bei den Amazon Sprachassistenten sagen und los geht's!
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