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Vorbericht

27.06.20

Saisonfinale gegen Sandhausen

Im Duell mit dem Tabellenzwölften muss der HSV seine Hausaufgaben machen und gleichzeitig auf Schützenhilfe aus Bielefeld hoffen, um doch noch auf den Relegationsplatz springen zu können. 

„Fußball kann brutal sein“ - so lautet eine Binsenweisheit im Sport des runden Leders, die den Gemütszustand eines HSVer unter der Woche passend hätte zusammenfassen können. Denn am vergangenen Sonntag musste der HSV im Duell beim 1. FC Heidenheim (1:2) zum vierten Mal seit dem Corona-bedingten Re-Start einen Gegentreffer tief in der Nachspielzeit hinnehmen und verspielte dadurch in diesem Zeitraum bereits die Punkte zehn, elf und zwölf nach Führung. Mehr noch: Aufgrund des jüngsten Knock-outs steht der HSV erstmals seit dem 1. Spieltag vor exakt elf (!) Monaten nicht mehr auf einem Aufstiegsplatz (ansonsten achtmal Tabellenführer, 15-mal Zweiter, achtmal Dritter). Erinnerungen an die Vorsaison, als der HSV nach einer ganz schwachen Rückrunde Mitte Mai 2019 am vorletzten Spieltag mit einem 1:4 in Paderborn den bereits sicher geglaubten Aufstieg verspielte, wurden in den vergangenen Tagen dadurch zwangsläufig wieder wach. Doch die Vorzeichen sind dieses Mal andere: Zwar stand sich das Team von Trainer Dieter Hecking zuletzt zu häufig selbst im Weg und verpasste es die nötigen Ergebnisse einzufahren, leistungstechnisch wusste es im Saisonendspurt aber nicht zuletzt gegen die Hauptkonkurrenten aus Stuttgart (2:3), Bielefeld (0:0) und Heidenheim über weite Strecken zu überzeugen und zerfiel nach bitteren Rückschlägen nicht in seine Einzelteile. Und daher hat der HSV anders als im Vorjahr, als es am letzten Spieltag gegen den MSV Duisburg (3:0) nur noch um die Goldene Ananas ging, am Sonntag (15.30 Uhr, ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) beim Saisonfinale gegen den SV Sandhausen auch eine realistische Chance, sein Ziel doch noch über den Umweg der Relegation zu erreichen.

„Wir müssen zunächst die Idealvoraussetzungen schaffen.“ Dieter Hecking

Die Rechnung im Endspiel um zwei weitere Endspiele ist dabei schnell gemacht: Der HSV sitzt den drittplatzierten Heidenheimern (55 Zähler) mit 54 Punkten und einem um acht Tore besseren Torverhältnis unmittelbar im Nacken. Heißt: Zum Überholen benötigen die Rothosen im Heimspiel gegen Sandhausen einen Sieg, solange der 1. FC Heidenheim beim bereits feststehenden Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld nicht gewinnt. Sollten die Brenzstädter auf der Alm gar verlieren, reicht den Rothosen aufgrund des besseren Torverhältnisses bereits ein Remis. HSV-Trainer Dieter Hecking, der mit Ausnahme der Innenverteidiger Jordan Beyer (5. Gelbe Karte) und Timo Letschert (Innenbandzerrung im Knie) für das Saisonfinale aus dem Vollen schöpfen kann, möchte angesichts der Rechenspiele zunächst die eigenen Hausaufgaben erledigen und erklärte im Vorfeld des Spiels: „Wir werden während des Spiels nicht geheim halten können, wie es parallel in Bielefeld steht. Wir müssen aber zunächst einmal die Idealvoraussetzungen schaffen und in Führung gehen, damit Heidenheim auch unter Druck ist. Das ist unsere Hauptaufgabe.“ Der 55-jährige Fußballehrer kann für dieses Unterfangen mitunter auf die mit 61 Toren zweitbeste Offensive der Liga sowie die eigene Heimstärke (34 Punkte, 34:15 Tore) setzen. Zudem ist der HSV historisch gut am 34. Spieltag, gewann ligaübergreifend in den vergangenen fünf Spielzeiten immer zum Saisonabschluss.

Zum Vergleich: Die Gäste aus Sandhausen schafften in ihrer mehr als siebenjährigen Zweitliga-Historie noch nie einen Sieg am letzten Spieltag (4 Remis, 3 Niederlagen). Eine Tatsache, die ihr Trainer Uwe Koschinat aus gegebenem Anlass unbedingt ändern möchten. So verlor Sandhausen, das nach einer 1:3-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue zum Re-Start mit einer Serie von elf Punkten aus fünf Spielen am 31. Spieltag mit einem 0:0-Remis gegen Bielefeld die 40-Punkte-Marke knackte, zuletzt empfindlich mit 1:5 beim VfB Stuttgart und mit 0:1 gegen Schlusslicht Dynamo Dresden. „Ich habe diese Zufriedenheit satt, dass man zumacht, wenn man das Mindestziel erreicht hat. Am Ende werden wieder die Stimmen laut werden, die sagen, dass Sandhausen im sicheren Fahrwasser austrudeln lässt. Das hinterlässt einen brutal faden Beigeschmack“, appellierte Koschinat zuletzt an die Wettbewerbsintegrität und den Charakter seiner Mannschaft. Beim Saisonfinale muss der 48-Jährige dabei ohne Erik Zenga (Gelb-Rot-Sperre), Gerrit Nauber (Verletzung am Schultereckgelenk) und Markus Karl (Kreuzbandriss) auskommen.  

„Es wird eine Charakterfrage sein, ob es die Mannschaft nochmal schafft, nach dem erneuten Niederschlag in Heidenheim aufzustehen.“ Dieter Hecking

Einen Charaktertest sieht auch Cheftrainer Dieter Hecking auf seine Mannschaft zukommen und erklärt: „Es wird eine Charakterfrage sein, ob es die Mannschaft nochmal schafft, nach dem erneuten Niederschlag in Heidenheim aufzustehen. Diese Charakterstärke werde ich der Mannschaft abverlangen.“ In der bisherigen Saison haben die Rothosen immer wieder Nehmerqualitäten gezeigt, sowohl nach Rückschlägen nach einem verlorenen Spiel als auch innerhalb einer Begegnung. So holten die Hamburger bei allen eigenen Verfehlungen auch bereits 16 Punkte nach einem Rückstand – so viele wie kein anderer Zweitligist. Am morgigen Sonntag wird diese Comeback-Qualität abermals gefragt sein. Denn noch wurde nicht final abgerechnet...

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