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Team

05.01.23

Schonlau: "Wir können keinen Tag verschenken"

In einer intensiven ersten Trainingswoche äußert sich der HSV-Kapitän im Rahmen einer Medienrunde über die Verfassung der Mannschaft, die Ziele der Vorbereitung und seinen Partner in der Innenverteidigung.  

Der Hamburger SV startet dieser Tage mit reichlich Wumms in die Vorbereitung auf die Rückrunde der laufenden Zweitliga-Saison 2022/23. An den vergangenen beiden Tagen hatte Cheftrainer Tim Walter seine Schützlinge bereits jeweils zu einer Doppeleinheit gebeten, am heutigen Donnerstagvormittag ließ der 47-Jährige dann volle 100 Minuten auf dem Platz trainieren. Doch damit nicht genug: Nach dem Training mit dem Leder ging es ans Eisen. Im Kraftraum der Rothosen sowie in der Mixed-Zone des Volksparkstadions sorgten die Athletik-Trainer des HSV um Daniel Müssig für einen knackigen Kraftzirkel, in dem die HSV-Profis weiter ordentlich ins Schwitzen kamen. Die Message im Volkspark ist deutlich sichtbar: Die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde sollen mit aller Macht gelegt werden. 

Gier und Körpersprache 

Sehr zur Freude von HSV-Kapitän Sebastian Schonlau, der in den Übungsformen wie immer mit gutem Beispiel vorangeht. "Es geht intensiv zur Sache. Es ist wichtig, dass wir im Vergleich zum normalen Rhythmus während der Saison aktuell deutlich mehr trainieren", erklärte der 28-jährige Innenverteidiger heute zwischen den Einheiten in einer Medienrunde. "Wir hatten eine sehr lange Pause, was uns absolut guttat. Jetzt ist es ganz klar unsere Aufgabe, uns wieder mit vollem Fokus auf den Fußball zu konzentrieren. Wir können keinen Tag verschenken. Die Vorbereitung ist kurz, wir wollen jeden Tag optimal nutzen." Der gebürtige Warsteiner hat dabei auch eine ganz genaue Vorstellung, was aus Sicht des Tabellenzweiten in der Rückrunde noch besser laufen soll: Die absolute Gier über die vollen 90 Minuten in jedem Spiel aufs Feld bringen. So habe es trotz guter Ergebnisse besonders zu Beginn der Hinrunde Phasen gegeben, in denen die Hamburger nicht die gewünschte Dominanz aufs Feld bekommen hätten. "Das darf uns dieses Mal nicht passieren", warnt "Bascho" und betont selbstbewusst: "Der Gegner muss direkt merken, dass für ihn wenig zu holen ist, wenn wir auf der anderen Seite stehen. Mit dieser Einstellung und Körpersprache müssen wir in die Spiele gehen und dann möglichst viele Punkte holen."

Für dieses Unterfangen probt der 117-fache Zweitliga-Spieler, der in der Saison 2019/20 auch 23 Partien im Oberhaus absolvierte, zu Beginn der Vorbereitung viel an der Seite von Eigengewächs Jonas David, der in Abwesenheit von Mario Vuskovic in der Innenverteidigung an die Seite des Kapitäns springen könnte. "Jonas macht es gut, er genießt unser Vertrauen. Ich habe Bock, mit ihm in der Innenverteidigung zu spielen. Er hat Anlagen, die in meinen Augen unfassbar sind. Wenn ich meine Athletik mit seiner vergleiche, dann würde ich lieber seine nehmen", erklärte Schonlau lachend und verschwand dann Richtung Kabine, um die athletischen Defizite im Vergleich zu seinem sechs Jahre jüngeren Pendant möglichst gering zu halten.