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Team

27.04.22

Sinnbildlicher Suhonen

Das 21-jährige Eigengewächs macht in dieser Saison erstmals bei den Profis auf sich aufmerksam und durfte zuletzt dreimal von Beginn an ran. Mit seiner mutigen und beherzten Spielweise wusste der Finne dabei zu überzeugen und steht sinnbildlich für die Mentalität der Mannschaft. 

Ein kurzer Kontakt mit der rechten Innenseite zur optimalen Ballan- und mitnahme, dann der wuchtige Vollspannschuss halbhoch in die linke Eck - Tor! Anssi Suhonens Abschluss aus zentraler Position und mehr als 20 Metern Torentfernung zum zwischenzeitlichen 2:1 in Regensburg (4:2) war für den kleinen Finnen ein Schuss ins Glück. Ein absolut sehenswerter Treffer, den sich der 21-Jährige im Nachhinein noch ein paar Mal angesehen hat und der für den HSV an diesem Tag von elementarer Bedeutung war, da er mal wieder Widerstände aufbrach.  

Der beherzte Auftritt des 21-jährigen Eigengewächs, das 2017 aus seiner finnischen Heimat in das Nachwuchsleistungszentrum wechselte und in dieser Saison erstmals für die Profis aufdribbelt, stand dabei sinnbildlich für eine junge und stets mutig sowie offensiv denkende HSV-Mannschaft. „Es macht einfach Spaß, zu sehen, welche Energie der Kleine reinbringt“, lobte Cheftrainer Tim Walter im Anschluss an die Partie. „Und auch wenn er mal Fehler macht, wie jeder andere sie auch begeht, dann ist es stark, dass er sich nie aufgibt. Es ist toll, dass er in diesem Spiel sich persönlich und uns als Team belohnt hat.“ Es kommt dabei nicht von ungefähr, dass der Mittelfeldspieler in dieser Spielzeit bereits 16 Zweitliga-Einsätze sammelte, dabei fünfmal in der Startelf stand - zuletzt sogar dreimal in Folge. „Anssi wurde von Anfang an so aufgenommen, als wäre er schon seit Jahren dabei und ein fester Bestandteil des Teams“, erklärt Mittelstürmer Robert Glatzel, der Anssis zweites Tor für den HSV in Regensburg auflegte. „Und jetzt, da er seine ersten Startelf-Einsätze bekommt, sich voll reinhaut und toll spielt, da freut sich wirklich die komplette Mannschaft für ihn. Jeder einzelne Spieler gönnt es ihm von Herzen.“ 

Der beidfüßige Finne, der in dieser Spielzeit parallel zum U21-Nationalspieler avancierte und gegenwärtig auch auf dem Radar der A-Nationalmannschaft steht, ordnet seine Entwicklung selbst gewohnt bescheiden ein: „Aktuell läuft es sehr gut bei mir. Wenn man mehr Spielzeit bekommt, dann bekommt man auch mehr Torchancen. Ansonsten bin ich aber noch immer der gleiche Anssi“, erklärt der 21-Jährige, der seinen Vertrag beim HSV vor Kurzem bis Sommer 2026 verlängerte. „Natürlich freue ich mich über Tore. Ich bin auch sehr stolz darauf, dass ich meinen Vertrag verlängern durfte und in der finnischen Nationalmannschaft meinen Weg gehe. Es geht aber immer darum, weiterzumachen und sich nicht auf kleinen Erfolge auszuruhen.“ Dieses Mantra vertritt auch Fußball-Lehrer Walter, der bekannt dafür ist, jungen Spielern eine Chance zu geben, von ihnen aber auch stets die intrinsische Motivation der Selbstoptimierung einfordert. Anssi Suhonen befindet sich diesbezüglich ebenso wie die ganze HSV-Mannschaft auf einem guten Weg. Sein Distanzschuss in Regensburg soll dabei nur der Anfang gewesen sein.