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Spielbericht

20.03.21

2:0 - HSV-Heimsieg gegen Heidenheim

Der HSV hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 gewonnen. Gefeierter Mann in einem starken Hamburger Kollektiv war Kapitän Tim Leibold, der beide Tore erzielte.

Der Hamburger SV hat am Sonnabend (20. März) sein Heimspiel des 26. Spieltags mit 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim gewonnen. Die Rothosen überzeugten trotz großer Personalsorgen mit einer sehr kompakten Mannschaftsleistung, aus der der Kapitän ein wenig herausragte: Im ersten Spiel nach seiner Rotsperre überzeugte Leibold mit einem Doppelpack, der den absolut verdienten 2:0-Heimsieg bedeutete. Über 90 Minuten ließen die Rothosen keine echte Chance der offensivstarken Gäste zu, erspielten sich im Gegenzug zahlreiche eigene Tormöglichkeiten und fuhren nach einer sehr souveränen Mannschaftsleistung verdient diesen wichtigen Dreier ein.

Starker Start...

HSV-Trainer Thioune war vor dem Heidenheim-Heimspiel gezwungen, ein bisschen Tetris zu spielen. Mit Leistner, van Drongelen, Kinsombi, Dudziak und Terodde standen ihm gleich fünf potenzielle Startelf-Spieler nicht zur Verfügung. Doch der Coach und sein Team lamentierten nicht, sondern starteten mit einer offensiv ausgerichteten Mannschaft ins Spiel. In dieser agierte Kapitän Leibold ungewohnterweise auf dem offensiven linken Flügel und Wood gab den Stoßstürmer.

Damit wären wir auch bei den beiden auffälligsten Akteuren des ersten Durchgangs. Denn Wood ackerte viel und erarbeitete sich die Räume, die er zu den ersten beiden gefährlichen Torabschlüssen nutzte. Diese blieben jedoch noch ohne Erfolg, den dafür aber der offensive Leibold verbuchen konnte, als er nach einer Viertelstunde eine Hunt-Vorlage zur 1:0-Führung einköpfte. Diese war hochverdient, denn der HSV agierte nicht nur spielbestimmend und kurbelte fortlaufend an, sondern ließ den Heidenheimern kaum Luft zum Atmen. Immer wieder ging das Thioune-Team extrem hoch ins Pressing, setzte den Gast so in der eigenen Hälfte fest und erzwang immer weitere Offensivaktionen, von denen Kittel kurz vor der Pause die beste besaß, den Ball jedoch an die Latte setzte. Somit ging es nach sehr dominanten 45 Minuten mit der 1:0-Führung in die Halbzeit.

... und der doppelte Leibold

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der HSV keinen Deut nach, blieb dominant und drängte auf den zweiten Treffer. Diesen erarbeiteten und erspielten sich die Rothosen dann auch - und erneut schlug der dieses Mal offensiv aufgebotene Leibold zu, der einen wunderbaren Spielzug über Hunt und Wintzheimer zum 2:0 vollendete. Zu diesem Zeitpunkt waren im zweiten Abschnitt gerade einmal fünf Minuten gespielt und der HSV hatte sich so recht früh in eine sehr komfortable Ausgangsposition gebracht.

Diese verteidigten Kapitän Leibold & Co. durch ihr beherztes Spiel, in dem jeder Akteur offensiv wie defensiv mitarbeitete und das Kollektiv stärkte. So hielten die Hausherrn nach einer über weite Strecken dominant geführten zweiten Hälfte auch die Schlussoffensive aus, in der die Gäste noch einmal alles mobilisierten, sich nicht geschlagen geben wollten und die Flucht nach vorn antraten. Doch der HSV verteidigte so resolut und vor allem geschlossen, dass die gefürchtete Heidenheimer Offensivabteilung um die Torjäger Kleindienst und Kühlwetter nicht mehr gefahrbringend in Position gebracht werden konnte und der HSV einen absoluten verdienten Heimsieg einfuhr.


Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Ulreich - Vagnoman, Ambrosius, Heyer, Gyamerah - Onana (80. Jung), Hunt (89. David) - Wintzheimer (80. Narey), Kittel, Leibold (87. Jatta) - Wood (87. Meißner)

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf (69. Schimmer) - Sessa (84. Schnatterer), Schöppner, Thomalla (46. Pick), Kerschbaumer (46. Mohr) - Kleindienst, Kühlwetter

Tore: 1:0 Leibold (15.), 2:0 Leibold (50.)

Zuschauer: leider keine

Schiedsrichter: Christof Günsch (Marburg)

Gelbe Karten: - / Kleindienst (31.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -


Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

2.

Erste Torannäherung: Tief in der Heidenheimer Hälfte bedient Vagnoman den in den Strafraum eingelaufenen Kittel, der noch einmal querlegt auf den zentral positionierten Wintzheimer. Dieser versucht es mit einem Schlenzer ins kurze Eck – FCH-Keeper Müller steht aber goldrichtig und kann die Kugel festhalten. Guter Auftakt!

11.

Nochmal Hamburg: Zentral am FCH-Sechzehner steckt Hunt per Tunnel auf Wintzheimer durch, der schnell auf den besser postierten Wood weiterspielt. Bevor der Stürmer zum Abschluss kommt, kann Hüsing die Kugel rechts raus spitzeln, wo Vagnoman lauert und den Ball per Direktabnahme ins Netz haut. Referee Günsch hatte die Situation aber vorher schon abgepfiffen – Wood hatte beim Schussversuch Hüsing am Knöchel getroffen. Schade!

15.

1:0! Da ist die Führung: Links am Heidenheimer Sechzehner gehen die Gäste Kittel nicht entscheidend an, so dass er in aller Ruhe auf Hunt rechts im Strafraum legen kann. Der Routinier lässt sich Zeit und spielt dann einen platzierten, ansehnlichen Lupfer auf den freistehenden Leibold am Fünfer, der die Kugel mit dem Kopf noch touchiert und so auf 1:0 stellt. Jawoll!

28.

Heidenheim gefährlich: Auf dem rechten Flügel legt Busch kurz vor der Torauslinie gefährlich auf Kleindienst am ersten Pfosten zurück. Der Heidenheimer Angreifer sucht aus spitzem Winkel und kürzester Distanz direkt den Abschluss, woraufhin Ulreich mit einem starken Reflex zur Stelle ist. Mit seinem Knie lenkt der Keeper die Kugel gerade noch ins Toraus. Puh!

36.

Kittel hat’s auf dem Fuß: Bei einem eigentlich schon versandeten HSV-Angriff kriegen drei FCH-Verteidiger den Ball im eigenen Strafraum nicht rausgeschlagen, sondern bugsieren ihn direkt in die Füße von Kittel. Ganz allein und nur noch wenige Meter von Müllers Kasten entfernt schießt er die Kugel allerdings über und nicht ins Tor. Das gibt es doch nicht!

50.

2:0! Doppelpack Leibold: Hunt bedient den rechts im Gäste-Strafraum eingestarteten Wintzheimer mit einem perfekten Pass in den Lauf. Dieser hat das Auge für den komplett freistehenden Leibold zentral am Fünfer, der nach dem Zuspiel seines Teamkollegen nur noch einschieben muss. Yes, yes, yes!

51.

Fast die direkte Antwort: Bei einem Konter überrollen die Heidenheimer die Hamburger Hintermannschaft und kombinieren sich mit viel Tempo und einem Hackentrick bis in den HSV-Sechzehner, wo Busch auf Pick auf der linken Seite rüberlegt. Statt direkt abzuziehen legt sich dieser allerdings so lange den Ball zurecht, bis dann doch wieder alle Hamburger Verteidiger auf ihren Posten sind und die Situation verpufft. Durchatmen!

74.

Jetzt wieder Hamburg: Wenige Meter neben dem rechten Pfosten tanzt Vagnoman an der Heidenheimer Grundlinie gleich mehrere Abwehrmänner aus und legt dann quer auf den zentral postierten Wood. Aus der Drehung heraus versucht es der Stürmer direkt, rutscht beim Schussversuch aber unglücklich aus. Ärgerlich!

78.

Nochmal die Rothosen: Nach einer Ecke bieten sich gleich mehreren Hamburgern Abschlusssituationen. Die vielversprechendste Gelegenheit hat am Ende Onana auf dem Fuß, der aus der zweiten Reihe und zentraler Position draufhält – FCH-Schlussmann Müller kann den Ball aber klären.


Hamburger SV

Statistik zum Spiel

1. FC Heidenheim

18

Torschüsse

11

53%

Ballaktionen in %

47%

56%

Zweikampfquote

44%

84%

Passquote

80%

4

Ecken

7

3

Flanken

8

4

Abseits

2

8

Fouls

11

Kittel 5

Torschüsse

5 Pick

Hunt, Kittel 4

Torschussvorlagen

3 Mohr, Schimmer

Hunt 88

Ballaktionen

76 Busch

Heyer 79%

Zweikampfquote

75% Theuerkauf

Gyamerah + div. 1

Flanken

2 Mohr, Thomalla