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Spielbericht

07.03.20

2:1 - HSV mit Heimsieg gegen Regensburg

Der Hamburger SV hat sein Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg nach Toren von Timo Letschert und Aaron Hunt mit 2:1 gewonnen. Überschattet wurde der hart erkämpfte, aber verdiente Dreier durch eine schwere Kopfverletzung Jordan Beyers.

Der HSV hat am Sonnabend (7. März) sein Heimspiel des 25. Spieltags mit 2:1 (1:1) gegen den SSV Jahn Regensburg gewonnen. Timo Letschert hatte die Rothosen in Führung gebracht (24.), ehe die Gäste kurz vor der Pause durch Marco Grüttner den Ausgleich erzielen konnten (40.). Nach dem Seitenwechsel brachte Kapitän Aaron Hunt den HSV schnell wieder in Führung (50.) und den HSV damit zurück in die Spur. Die Rothosen waren fortan an das bessere Team und verdienten sich in einer umkämpften Partie am Ende den Dreier, der jedoch von einer schweren Kopfverletzung Jordan Beyers überschattet wurde, der in der Schlussphase lange auf dem Feld behandelt werden musste. Doch auch die dadurch entstandende knapp zehnminütige Nachspielzeit überstand der HSV schadlos und fuhr so den neunten Sieg im zwölften Heimspiel ein.

Erfolgreiche Standards...

HSV-Trainer Dieter Hecking hatte bereits im Vorfeld der Partie angedeutet, dass es gegen den SSV Jahn Regenburg durchaus eine Option sein könnte, an der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft leichte Anpassungen vorzunehmen. Und so präsentierten sich die Rothosen im zwölften Heimspiel der Saison in einem 4-4-2-System, bei dem mit van Drongelen, Moritz, Fein und Harnik vier neue Kräfte in der Startelf standen. Doch diese Umstellungen fruchtete nicht direkt von Beginn an, da die Gäste es sehr gut machten, hoch verteidigten und so bereits Mitte der Hamburger Hälfte die Räume zupressten. Der Spielaufbau der Hecking-Elf konnte sich so nicht vollends entfalten, weshalb sich das Geschehen überwiegend zwischen den Strafräumen abspielte und Torraumszenen rar gesät waren. Und wie es in solchen Fällen oft ist, brach eine Standardsituation schließlich den Bann: Letschert stand nach einem Schaub-Freistoß goldrichtig und markierte in der 24. Minute das 1:0 für den HSV, der in der Folge befreiter und sicherer aufspielte und einige Torraumszenen erzwingen konnte. Doch statt das zweite Tor zu erzielen, mussten die mittlerweile dominant auftretenden Hecking-Mannen plötzlich und ein wenig aus dem Nichts heraus den Ausgleich hinnehmen. Und wieder verantwortlich: eine Standardsituation. Die bekamen die Hamburger fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff nicht ausreichend geklärt, so dass Jahn-Angreifer Grüttner das 1:1 erzielen konnte, mit dem es kurz darauf auch in die Pause ging.

... und Hunts entscheidendes Tor

Die zweite Halbzeit begann für den HSV mit einem kurzen Schockmoment: Drei Minuten nach Wiederanpfiff traf George ins Tor, der Treffer wurde allerdings wegen eines vorangegangenen Offensivfouls aberkannt. Klarer Fall von Hallo-Wach-Effekt, denn nun waren Hunt & Co. da, starteten kurz darauf einen herausragenden Angriff über die linke Seite und gingen nach perfekter Leibold-Vorarbeit durch den Kapitän mit 2:1 in Führung (51.). Damit war der offene Schlagabtausch eröffnet, denn nun drängte auch Regensburg wieder nach vorn, während sich der HSV nicht auf der knappen Führung ausruhte und auch nicht darauf bedacht war, diese nur zu verteidigen. Auch in Richtung Jahn-Gehäuse ging es weiter nach vorn, wodurch sich Mitte der zweiten Hälfte ein flottes und abwechslungsreiches Spiel entwickelte, dem lediglich die großen und klaren Torchancen fehlten, da auf beiden Seiten zumeist der finale Pass nicht seinen Adressaten fand. Dafür wurde es in der Schlussphase konkreter - zumindest auf Seiten des HSV, der es mehr und mehr schaffte, die Spielkontrolle zu gewinnen und auch per Kopf und Fuß durch Hinterseer und Jatta ganz nah dran war am entscheidenden Treffer. Dieser fiel nicht, doch das änderte erstens nichts am Sieg des HSV und geriet zweitens etwas in den Hintergrund. Denn HSV-Youngster Beyer hatte sich in der 80. Minute schwer am Kopf verletzt und musste fast zehn Minuten lang auf dem Rasen behandelt werden, ehe er unter dem Applaus der Zuschauer und aller Spieler beider Teams mit einer Trage abtransportiert werden konnte. Entsprechend gedrückt fiel am Ende der Jubel über diesen hart erkämpften, aber verdienten Heimsieg aus. Die Gedanken aller Beteiligten waren bei Jordan Beyer.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Beyer (87. Narey), van Drongelen, Letschert, Leibold - Fein, Schaub (58. Kittel), Moritz, Hunt - Jatta, Harnik (74. Hinterseer)

SSV Jahn Regensburg: A. Meyer - Saller, Nachreiner, Correia, Okoroji - Geipl, Besuschkow (90.+3 Derstroff), Wekesser (72. Stolze), George - Grüttner, Albers (81. Schneider)

Tore: 1:0 Letschert (24.), 1:1 Grüttner (40.), 2:1 Hunt (50.)

Zuschauer: 41.317

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

Gelbe Karten: Jatta (39.), Heuer Fernandes (67.), Moritz (70.) / Okoroji (22.), Wekesser (67.), Grüttner (67.), Saller (90.+3)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

9.

Erste Torannäherung des Spiels durch den HSV: Schaub flankt den Ball aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, wo van Drongelen am höchsten steigt und den noch leicht abgefälschten Flankenball aufs Tor köpft - knapp drüber.

18.

Jetzt auch die Regensburger mit dem ersten Torschuss: Im Anschluss an eine Ecke von Okoroji bekommen die Rothosen den Ball nicht gänzlich geklärt, so dass der aufgerückte Innenverteidiger Nachreiner aus dem Gewühl heraus abschließen kann - der Ball geht aus zehn Metern knapp flach am linken Pfosten vorbei.

24.

1:0! Schaub wird in halbrechter Position gefoult und führt den anschließenden Freistoß selbst aus: Moritz verlängert die hohe Hereingabe per Kopf, der Ball wird länger und länger - und landet am linken Pfosten. Von dort prallt er in den Fünfmeterraum zurück, wo Letschert goldrichtig steht und zum 1:0 einnickt.

33.

Strittige Szene: Nach einem Zweikampf mit Nachreiner geht Jatta im Regensburger Strafraum zu Boden, nachdem er deutlich am Knöchel getroffen wurde. Schiedsrichter Aarnik lässt jedoch weiterlaufen.

34.

Leibold legt den Ball auf links in den Lauf von Hunt, der bis zur Grundlinie marschiert und dann den Ball in den Fünfer bringt - Jahn-Keeper Meyer kommt herausgeflogen und begräbt die Kugel kurz vor den einschussbereiten Jatta und Harnik unter sich.

40.

1:1! Im Anschluss an einen Freistoß fliegen nacheinander drei, vier hohe Hereingaben in den Strafraum der Hamburger, die diese zwar jeweils rausköpfen können, den Ball aber nicht komplett aus der Gefahrenzone bekommen - Grüttner ist der Nutznießer und haut den Ball aus zwölf Metern halblinker Position an drei HSV-Verteidigern und Keeper Heuer Fernandes vorbei ins lange Eck.

44.

Rettungstat Letschert: Der Jahn spielt sich mit seinem bis dato besten Spielzug auf der rechten Angriffsseite durch die Hamburger Defensive und bringt Wekesser zehn Meter vor dem Tor in Abschlussposition, doch Letschert kommt von der Seite herangeflogen, blockt den Schuss in höchster Not und klärt zur Ecke.

46.

Hunt-Abschluss: Beyer tankt sich rechts in den Strafraum und legt zurück auf Hunt, der von der Sechzehnerkante abzieht. Sein Versuch streicht jedoch knapp am Lattenkreuz vorbei. Schade!

48.

Regensburg-Führung abgepfiffen: Albers zieht mit dem Ball im Strafraum bis zur Grundlinie und bedient den im Zentrum lauernden George, der trocken zur vermeintlichen Führung einschiebt. Schiedsrichter Aarnik hat zuvor allerdings ein Foulspiel von Albers an Letschert erkannt und gibt das Tor nicht.

50.

2:1! Der Kapitän macht's: Hunt bedient Leibold auf dem linken Flügel, der in Richtung Grundlinie zieht und genau im richtigen Moment wieder zurücklegt auf Hunt, der derweil zentral im Strafraum eingelaufen war. Aus rund sechs Metern nagelt der HSV-Kapitän die Kugel unter die Querlatte zur erneuten Führung für den HSV. Jaaaaaa!

55.

Fast das 3:1: Wieder ist es Leibold, der von der linken Seite den im Fünfmeterraum freistehenden Harnik sieht und anspielt. Seinen Kopfball aus kurzer Distanz kann Keeper Meyer nur nach vorn abprallen lassen, so dass Harnik fast noch abstauben kann. Im letzten Moment kann Meyer den Ball aber noch sichern.

80.

Doppel-Chance HSV: Erst ist es Hinterseer, der den Ball am Rande des Fünfmeterraums mit dem Hinterkopf gefährlich auf den Kasten bringt, Meyer kann den Ball gerade noch über das Tor lenken. Nur wenige Augenblicke später fasst sich Jatta aus etwa 20 Metern ein Herz und hält einfach einmal drauf. Auch hier bekommt Meyer noch seine Fingerspitzen an den Ball und lenkt ihn über die Querlatte.


Hamburger SV

Statistik zum Spiel

SSV Jahn Regensburg

11

Torschüsse

16

59%

Ballaktionen in %

41%

54%

Zweikampfquote

46%

86%

Passquote

75%

4

Ecken

8

11

Flanken

6

Abseits

2

14

Fouls

13

Hunt 3

Torschüsse

5 Grüttner

Hunt* 2

Torschussvorlagen

3 Okoroji

van Drongelen 96

Ballaktionen

69 Saller

van Drongelen 77%

Zweikampfquote

72% Correia

Leibold 6

Flanken

3 Okoroji

*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

Die Zusammenfassung des Spiels und die kompletten 90 Minuten als Re-Live seht ihr bei HSVtv!

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