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Stimmen zum Spiel

01.03.21

"Das fühlt sich einfach nur schlecht an"

Der HSV hat das Stadtderby am Montagabend mit 0:1 verloren. Entsprechend tief saß der Frust bei allen Rothosen nach dem Spielende. Die Stimmen zum Spiel.

Es war eine Mischung aus Fassungslosigkeit und grenzenloser Enttäuschung, die aus den Gesichtern der HSV-Profis abzulesen war. Nachdem der Abpfiff von Referee Deniz Aytekin alle Hoffnungen auf den Sieg im Hamburger Stadtderby zerstört hatte, sanken die Rothosen mit leeren Blicken zu Boden. Die 105. Pflichtspiel-Auflage des prestigeträchtigen Duells zwischen Braun-Weiß und Blau-Weiß-Schwarz fand aufgrund des späten Siegtreffers von Daniel Kofi Kyereh (88.) ein aus HSV-Sicht äußerst unschönes Ende, die Rote Karte für Tim Leibold in der Nachspielzeit rundete das zutiefst frustrierende Spielende im negativen Sinne ab. Dementsprechend bedient äußerten sich der HSV-Kapitän, Keeper Sven Ulreich und Cheftrainer Daniel Thioune in den Stimmen zum Spiel.

"Dass wir dieses Derby in der Schlussphase noch verlieren, ist nicht in Worte zu fassen" Tim Leibold

Tim Leibold: Die Aktion, die zu meinem Platzverweis führt, darf mir so natürlich nicht passieren. Ich weiß aber auch nicht, ob man das in der Nachspielzeit eines solch emotionalen Spiels so entscheiden muss. Es ist einfach alles eine riesige Enttäuschung. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und waren präsent in den Zweikämpfen. Wir wussten, dass es ein schwerer Fight wird, denn ein Derby ist immer ein besonderes Spiel. Und man hat es uns auch angemerkt, dass wir dieses Spiel mit aller Macht gewinnen wollten. Dass wir stattdessen in der Schlussphase dieses Derby noch verlieren, ist nicht in Worte zu fassen. 

Sven Ulreich: Wir hatten uns unglaublich viel vorgenommen, das hat man gesehen. Auch wenn wir uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr so viele Torchancen erspielten haben wie noch im ersten Durchgang. Es tut brutal weh, dass wir dieses Spiel am Ende tatsächlich noch verlieren, denn wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Wir müssen am Ende einfach kompakter stehen und zumindest diesen einen Punkt mitnehmen, auch wenn wir unbedingt den Sieg für uns und für die HSV-Fans wollten. Es tut brutal weh, die Enttäuschung ist riesig.

"Ich kann meiner Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht die Gier hatte, dieses Spiel zu gewinnen" Daniel Thioune

Daniel Thioune: Ich will mich gar nicht groß in Inhalten verlieren, denn das fühlt sich heute einfach nur schlecht an. Ich kann meiner Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht die Gier hatte, dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben Arbeit auf dem Platz gezeigt und wurden nicht belohnt. Kurz vor dem Ende kriegen wir dann den Punch und müssen damit jetzt erstmal umgehen. In den kommenden Tagen werden wir uns dennoch aufrichten und beharrlich für unsere Ziele arbeiten.

Timo Schultz: Wir haben ein richtig rassiges Spiel gesehen, ein Derby, wie man es sich vorstellt. Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt, Sonny Kittel hat ja auch recht früh für den Wachmacher gesorgt, indem er den Ball gleich in der ersten Minute an die Latte genagelt hat. Es war gerade in der ersten Halbteit toll zu sehen, was beide Mannschaften auf den Platz gebracht haben. In der zweiten Hälfte stand dann mehr die Absicherung im Fokus, was beide ebenfalls gut gemacht haben. Umso schöner ist es für uns, dass wir am Ende noch den Lucky Punch setzen konnten. Ich denke, wir haben uns dieses Glück erarbeitet und genießen diesen Sieg natürlich sehr.