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Stimmen zum Spiel

12.06.20

"Wir pushen uns immer gegenseitig"

Große Erleichterung entlud sich auf HSV-Seite nach dem Schlusspfiff und dem knappen 1:0-Sieg bei Dynamo Dresden. Dieser war verdient gewesen, kam aber erst kurz vor Spielende durch Joel Pohjanpalos Goldenes Tor zustande. HSV.de hat die Stimmen zum späten Glück.

Es waren riesige Gesteinsbrocken, die den HSV-Profis von den Schultern zu fallen schienen, als im Dresdner Stadion nach 94 Minuten der Abpfiff ertönte. Der späte Siegtreffer von Joel Pohjanpalo war der verdiente Lohn gewesen für eine Partie, die die Rothosen eigentlich bereits in der ersten Halbzeit hätten zu ihren Gunsten entscheiden können. Doch zu viele Chancen wurden vergeben, so dass es am Ende schon fast nach einem Unentschieden aussah - bis Hamburgs Finne wieder einmal genau dort stand, wo ein Top-Stürmer eben regelmäßig steht. Somit stand schlussendlich ein zwar sehr knapper und spät zustande gekommener, aber insgesamt vollauf verdienter HSV-Sieg zu Buche, an den die Hecking-Mannen die ganze Zeit über fest geglaubt hatten. Und der sie nach den letzten Erlebnissen und "tragischen Spielverläufen" (Martin Harnik) durchaus einmal lautstark aufatmen ließ. Die Stimmen zum Spiel.

Martin Harnik: Wir haben uns lange Zeit schwergetan. Gerade in der ersten Halbzeit muss ich natürlich das eine oder andere Tor machen bzw. die Entscheidung besser treffen, dann geht es leichter. Gerade mit unserer jungen Vergangenheit, mit den tragischen Spielverläufen, war es beeindruckend, dass wir nicht die Nerven verloren und uns spät belohnt haben. Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und pushen uns immer gegenseitig. Wir machen uns auch keine Vorwürfe. Die Anspannung ist riesig, wir wissen schließlich, um was es geht, wissen aber auch, dass wir uns schon selber im Wege standen. Wir hören aber nicht auf, Fußball zu spielen. Das hat man heute gesehen. 

Jan Gyamerah: Das ist einfach Freude pur, ich bin überglücklich. Schon in der ersten Halbzeit hatten wie viele Chancen und hätten ein Tor machen müssen. Im zweiten Durchgang hat Dresden nur noch tief verteidigt, von daher war es sehr wichtig, dass wir den Ball irgendwie über die Linie gedrückt haben. Für mich persönlich war es super schön, wieder auf dem Platz zu stehen. Dass wir dann auch noch gewinnen, macht es umso besser.

David Kinsombi: Wir haben heute gute Ballstafetten gehabt, uns gut durchkombiniert und viele Torchancen herausgespielt. Die letzte Konsequenz, die uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, hat uns aber bis zum Tor ein bisschen gefehlt. Trotzdem haben wir gezeigt, dass wir mit der Situation sehr gut umgehen und den Ball auch bis zur letzten Minute sauber zu Ende spielen können. Wir gehen heute verdient als Sieger vom Platz. Jetzt geht es weiter - Schlag auf Schlag.

Rick van Drongelen: Wir haben heute viel Geduld gehabt. Immer wieder haben wir es aufs Neue versucht, neue Angriffe ausgespielt. In der Halbzeit habe ich schon zu Joel gesagt: "Irgendwann kommt die eine Chance für dich und dann machst du ihn rein." Zum Glück hat das geklappt.

Joel Pohjanpalo: Es war sehr wichtig, dass wir heute zu null gespielt haben. Großes Kompliment dafür an die ganze Mannschaft und vor allem die Abwehr. Wir haben uns heute viele Chancen herausgespielt, wovon einige sehr knapp waren. Jeder hat gut gearbeitet. In der 85. Minute bekommen wir noch eine letzte Chance aufs 1:0, die wir dann endlich genutzt haben. Die drei Punkte sind sehr wichtig und bringen uns weiter.

Dieter Hecking: Aus meiner Sicht war es ein verdienter Sieg, auch wenn es nicht einfach war. Wir mussten uns auf die vielen langen Bälle von Dynamo einstellen, hatten nach rund 20 Minuten aber immer besseren Zugriff und viele klare Chancen auf das Führungstor. In der Phase haben wir zu wenig aus unserer Überlegenheit gemacht. In der zweiten Halbzeit haben beide Teams um das eine Tor gerungen, das dann heute für uns gefallen ist. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben nicht die Ruhe verloren und es letztendlich seriös runtergespielt.