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Stimmen zum Spiel

04.04.17

"Wir hätten etwas mitnehmen können"

Der HSV verliert gegen Borussia Dortmund am Ende mit 0:3. Doch so deutlich, wie das Ergebnis klingt, hat es sich für die Beteiligten nicht angefühlt. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel.

Für neutrale Zuschauer war die Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem HSV sicher ein sehr aufregendes Spiel. 17 zu 16 Torschüsse wies die Statistik nach den 90 Minuten für die Gastgeber auf. Auch Markus Gisdol zeigte sich am Ende mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Sein Gegenüber, Thomas Tuchel, bemängelte die Chancenauswertung beim Stand von 1:0, denn das entscheidende 2:0 fiel erst in der 81. Minute. Bis dahin hätte man das Gefühl gehabt, hier könnte auch noch der Ausgleich fallen, denn die Rothosen stemmten sich mit einer guten Leistung gegen die Niederlage. Das sahen auch die Protagonisten der Rothosen so. "Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Ich hätte aber lieber schlecht gespielt und etwas mitgenommen", sagte Mergim Mavraj. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel. 

Mergim Mavraj: Wir hätten etwas mitnehmen können, aber nicht müssen. Mit ein bisschen mehr Entschlossenheit hättest du vielleicht das Tor erzielen können. Wir haben einer wirklich starken Mannschaft Paroli geboten und auch spielerisch dagegen gehalten. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, aber ehrlich gesagt bin ich traurig, dass wir das eine Ding nicht gemacht haben.

Aaron Hunt: Wir hatten auch drei bis vier gute Chancen, aber haben sie leider nicht genutzt. Zudem waren wir bei einigen Kontermöglickeiten nicht aggressiv und zielstrebig genug. Wir wollten insgesamt aggressiv verteidigen und haben das mit zunehmender Spieldauer besser umgesetzt. Leider haben wir uns für unseren Einsatz nicht mit einem Tor belohnt. Es war auf jeden Fall mehr drin. Die Ausfälle von einzelnen Spielern dürfen für bei einem Bundesliga-Team keine Ausrede sein. Jeder Spieler in unserem Kader hat den Anspruch, auf diesem Level zu spielen und sich zu messen. Gegen Hoffenheim wartet jetzt ein schwerer Brocken auf uns, aber das ist jedes Team in der Bundesliga. Wir wollen an die Spiele der letzten Wochen anknüpfen, dann haben wir Chancen zu punkten.       

Matthias Ostrzolek: Uns war bewusst, dass der BVB mehr Ballbesitz haben wird. Das war auch unser Plan. Wir wollten ihnen den Ball überlassen und dann selbst schnell umschalten. Leider haben wir kein Tor gemacht, obwohl wir durch Bobby und Filip die Chancen hatten. Wir waren über weite Strecken der 90 Minuten auf Augenhöhe. Wir haben uns im Verlauf des Spiels gesteigert, waren die ersten 20 Minuten vielleicht nocht etwas zögerlich, aber im Anschluss dann höher verteidigt. Wir haben insgesamt ein gutes Auswärtsspiel gezeigt und können Positives mitnehmen. Jetzt kommt mit Hoffenheim zwar eine der besten Mannschaften zu uns, aber wir werden daheim mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen.  

Dennis Diekmeier: Es ist am Ende ärgerlich, dass wir hier drei Tore kassieren und es selbst verpasst haben, aus unseren vielen Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. Wir hatten besonders in der zweiten Halbzeit gute Chancen auf den Ausgleich. Am Ende haben wir dann aufgemacht und es war klar, dass Dortmund dies irgendwann ausnutzt. Wir müssen jetzt nach vorn gucken. Als nächster Gegner kommt Hoffenheim und im Volksparkstadion sind wir seit acht Spielen ungeschlagen. Wir wollen am Wochenende wieder punkten.        

Jens Todt: Gegen eine Mannschaft wie Borussia Dortmund kann man nicht alles verhindern, das ist klar. Wir haben es aber ordentlich gemacht und hatten unsererseits auch gute Möglichkeiten. In der zehnten Minute können wir durch Booby sogar in Führung gehen. Stattdessen liegen wir ein paar Minuten später zurück, wobei Rene aber kein Vorwurf zu machen ist. Er hat in der Szene halt spekuliert, da gibt es nichts zu meckern. Zumal er anschließend einige Male überragend reagiert und uns im Spiel gehalten hat. Überhaupt haben wir uns sehr teuer verkauft. Daher wird dieses Ergebnis auch keine negativen Auswirkungen auf die Mannschaft haben, denn erstens haben wir in Dortmund die Punkte nicht fest eingeplant und zweitens können wir unsere Leistung sehr gut einschätzen und sie vom zu hoch ausgefallenen Ergebnis trennen. Wir müssen jetzt genauso weitermachen, dann werden wir gegen andere Gegner auch unsere Punkte holen.

Markus Gisdol: Wir haben aus meiner Sicht ein sehr interessantes Spiel gesehen. Schade, dass es am Ende mit 0:3 ausging. Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wider. Mit einem Tor hätten wir sicher für mehr Verunsicherung sorgen können. Gerade mit der 2. Halbzeit bin ich zufrieden. Da haben phasenweise sehr gut gespielt und das Tor erzielen können. Unterm Strich haben wir ein gutes Auswärtsspiel gesehen. Schade ist, dass wir zwei verletzte Spieler aus der Partie mitnehmen. 

Thomas Tuchel: Meine Gefühlslage ist ein bisschen hin und her gerissen. Am Ende freue ich mich über das 3:0, über den verdienten Sieg. Seit unserem Hinspiel hat der HSV viel gepunktet, viele Spiele auch mit großen Emotionen auf ihre Seite gebogen. Ich bin glücklich, dass wir so ein schweres Spiel so verdient gewonnen haben und gegen einen defensiv starken Gegner so viele Torchancen herausspielen konnten. Die vielen Chancen, die wir beim Spielstand von 1:0 liegenlassen, das liegt mir noch in den Gliedern. Das Gefühl war: 'Da wird doch nicht noch das 1:1 fallen' - deshalb müssen wir auch kritisch bleiben.

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