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Stimmen zum Spiel

20.09.17

"Wir können trotzdem viel Positives mitnehmen"

Der Hamburger SV unterliegt gegen Borussia Dortmund am 5. Bundesliga-Spieltag mit 0:3. Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigten die Rothosen eine engagierte und gute Leistung gegen den Tabellenführer. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Gegen Borussia Dortmund spielte der Hamburger SV mutig und engagiert auf, musste sich am Ende aber mit 0:3 geschlagen geben. Doch das hohe Ergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wider. So hatten die Rothosen durchaus Möglichkeiten, gegen den alten und neuen Tabellenführer, der seine Titelambitionen mit Treffern durch Kagawa (24.), Aubameyang (63.) und Pulisic (79.) eindrucksvoll unterstrich, etwas mitzunehmen. Im Anschluss an die Partie ärgerten sich die Rothosen in der Mixed Zone des Volksparkstadions über die Niederlage, stellten aber gleichzeitig fest, dass man viele positive Ansätze gezeigt habe. HSV.depräsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Andre Hahn: Es ist natürlich sehr bitter, mit 0:3 zu verlieren, aber wenn man nicht nur das Ergebnis sieht, dann haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir mutig gespielt. Wir haben versucht, gegen Dortmund hoch zu pressen, was in dieser Saison noch kein Team richtig gemacht hat und haben sie so zu extrem vielen hohen Bällen gezwungen. Wir haben über weite Strecken gut mitgehalten, aber machen trotz unserer Chancen die Tore nicht. Da fehlt im Moment der letzte Pass und die letzte Konsequenz. Dortmund hat die Tore wiederum gemacht. Für mich ist der BVB der absolute Titelfavorit, verfügt über ganz viel Qualität im Kader. Wir haben jetzt in den letzten drei Spielen bis auf Hannover gegen zwei Top-Teams gut mitgehalten und können trotz der Ergebnisse viel Positives mitnehmen. Wir sind als Team intakt, sind eine geile Truppe. Es macht richtig Spaß, wir werfen alles rein und wenn wir als Team weiter mit solchem Charakter auftreten und das Glück beim Abschluss zurückkommt, dann werden es noch einige Mannschaften schwer mit uns haben. 

Gotoku Sakai: Wir haben nach dem 0:1 weiter versucht, unser Pressing zu spielen. Deshalb wurde ich auch kurz nach der Pause ausgewechselt, weil ich kurz vor einer Gelb-Roten-Karte stand. Durch das Pressing hatten wir auch weiterhin unsere Chancen, aber nach dem 0:2 beziehungsweise dem 0:3 haben wir etwas nachgegeben. Insgesamt waren wir aber gut in der Partie und nehmen trotz der in der Höhe schmerzhaften Niederlage positive Aspekte mit. So haben wir gerade in der ersten Halbzeit von hinten heraus mutig nach vorn gespielt und so unsere Chance bekommen. Im letzten Drittel fehlte uns dann aber die Präzision im Abschluss. Hier müssen wir die Qualität erhöhen und dann geht auch im letzten Spiel der Englischen Woche in Leverkusen etwas.  

Bobby Wood: Wir haben eigentlich sehr gut angefangen, aber dann ein sehr komisches Tor bekommen. Doch das hat uns nicht aus der Bahn geworfen, wir haben weiter nicht nach gelassen. Erst nach dem 0:2 hat man es dann gemerkt. Es ist natürlich immer schwer, gegen ein Top-Team wie Borussia Dortmund zu bestehen, aber das darf für uns keine Ausrede sein. Wir müssen dennoch an unsere Chance glauben und haben das heute getan. Mit meinem Knie war während des Spiels alles okay, das hat mich in meinem Spiel nicht behindert.

Mergim Mavraj: Wenn man sich die Tore der Dortmunder anschaut, dann kann man schon sagen, dass der BVB vor dem Kasten das Glück etwas mehr auf seiner Seite hatte. Doch auch wir haben uns Chancen erarbeitet, wie zum Beispiel die super Kopfballchance von Andre Hahn. Ich glaube, jeder im Stadion hat zum Beginn der zweiten Halbzeit gespürt, dass wir rausgegangen sind und das Ding hinbiegen wollten. Wir waren heute nicht die definitiv schlechtere Mannschaft, sondern eher die etwas unglücklichere. Ein Tor würde uns natürlich helfen, aber es ist einfach so, dass wir uns jeden Sieg und jeden Punkt wirklich sehr hart erarbeiten müssen. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir eine Torchance haben, diese nutzen und dann das Ding mit 1:0 gewinnen. Aber auf die Art und Weise, wie wir heute gegen einen Champions-League-Teilnehmer agiert haben, lässt sich aufbauen. 

Markus Gisdol: Wir waren gut im Spiel drin und ich bin auch der Meinung, dass es lange Zeit ein offenes Spiel war. Aber Dortmund hat uns dann effektiv bestraft - da hat sich am Ende ihre Klasse durchgesetzt. Wir haben aber ein gutes Spiel gemacht, das hat jeder im Stadion gesehen. Man hat das Gefühl gehabt, da fehlt nicht viel, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Denn es gab schon einige enge Situationen. Wir standen ein paar Mal haarscharf im Abseits, haben auch im Ballbesitz gute Lösungen gefunden und haben mutig rausgespielt. Deshalb gibt es heute auch viele positive Ansätze für uns. Wenn wir die Leistung auch in der kommenden Woche bringen, dann werden wir unsere Punkte machen. 

Peter Bosz: Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das war heute unser bisher schwierigstes Spiel in der Bundesliga. Wir haben nicht erwartet, dass der HSV gegen uns so viel Druck machen würde. Das hat bislang noch keiner gemacht. Allerdings ist es für den HSV natürlich schwer gewesen, den Druck 90 Minuten so hochzuhalten. Wenn wir das Spiel dann aber trotzdem mit 3:0 gewinnen – wieder kein Gegentor bekommen, aber dreimal treffen – dann darf man auch stolz sein. Wir haben heute gegen eine Mannschaft gespielt mit sehr guten Einzelspielern und sind deshalb sehr froh über den Sieg. 

 

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