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Stimmen zum Spiel

19.08.17

"Wollten ab der 1. Sekunde jeden einzelnen Zuschauer abholen!"

Der HSV gewinnt zum Bundesliga-Auftakt mit 1:0 gegen den FC Augsburg. Dementsprechend positiv fielen die Stimmen der Rothosen zum Spiel aus. 

Getroffen, gekämpft und gewonnen: Der Hamburger SV hat erstmals seit sechs Jahren sein Auftaktspiel in die Bundesliga-Saison siegreich gestaltet. Mit 1:0 gewann das Team von Trainer Markus Gisdol am Samstagnachmittag gegen den FC Augsburg und überzeugte dabei vor allem mit einer kämpferischen Leistung. Dementsprechend fiel das Fazit der Protagonisten im Anschluss an die Partie in der Mixed Zone des Volksparkstadions aus. Man sei nach einer harten Woche als Team eng zusammengerückt und habe das Pokal-Aus gegen den VfL Osnabrück (1:3) unbedingt vergessen machen wollen. Die Basis sei dabei der Kampf gewesen, während es spielerisch noch Luft nach oben gegeben habe. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel.

Christian Mathenia: Das war eine sehr turbulente Woche für uns. Wir haben in der Kabine Tacheles gesprochen, das Spiel analysiert und unsere Schlüsse gezogen. Das Spiel in Osnabrück hat uns selbst am meisten gestört und wir wollten unbedingt Wiedergutmachung. Wir wollten ab der 1. Sekunde jeden einzelnen Zuschauer abholen, waren immer hellwach und kämpferisch voll auf der Höhe. Ich muss ein großes Lob an meine Vorderleute aussprechen. Sie haben sich in jeden Ball geworfen. Das zeigt den Charakter dieser Mannschaft. Wir haben insgesamt eine gute Reaktion gezeigt und müssen weiter unser Ding durchziehen. 

Andre Hahn: Nach der letzten Woche ist es ein sehr geiles Gefühl, mit einem gelungenen Start und drei Punkten hier zu stehen. Es war schon extrem, was hier unter der Woche alles geschrieben worden und auf uns eingeprasselt ist, obwohl wir noch nicht einmal ein Bundesliga-Spiel absolviert hatten. Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir sind als Mannschaft dadurch noch enger zusammengerückt. Wir wussten selbst, dass unser Auftritt in Osnabrück scheiße war und nur wir selbst es wieder geradebiegen können. Wir haben heute gekämpft bis zum Schluss und genau diesen Kampf und diese Leidenschaft wollten die Fans sehen. Für mich persönlich war das Spiel besonders. Damals in der Jugend war es immer mein Ziel, in diesem Stadion zu spielen. Ich habe es dann in der HSV-Jugend leider nicht geschafft, weil ich nicht weit genug war und musste den schweren Weg gehen. Doch ich habe es geschafft. Als ich hier heute eingelaufen bin, habe ich eine Gänsehaut bekommen. Das war für mich wie ein Traum und hat sich großartig angefühlt!

Kyriakos Papadopoulos: Wir haben heute unser wahres Gesicht gezeigt und unter Beweis gestellt, dass wir daheim stark sind. Unter der Woche haben wir hart gearbeitet, wollten alle gemeinsam aus unseren Fehlern aus dem Pokalspiel lernen. Wir haben sehr konzentriert gespielt und einen wichtigen Sieg errungen. Jetzt gucken wir weiter und sollten uns dabei weiter nur auf uns konzentrieren. Dabei ist zweitrangig, gegen wen wir spielen, solange wir unser Spiel durchziehen. Wir müssen alles geben, dann sind wir eine geile Mannschaft. Ich hoffe, dass Nicolai nichts Schlimmeres hat. Das wäre echt großes Pech, wenn er sich ernsthaft verletzt hätte.

Dennis Diekmeier: Nach der harten Woche haben wir versucht, das ganze Negative nicht an uns heranzulassen. Wir wollten ein positives Zeichen setzen und das ist uns gelungen. Die Verletzung von Nicolai trübt natürlich etwas das Ergebnis und war auch im Spiel für uns ein Schock. Wir kamen im Anschluss nicht mehr so gut in die Zweikämpfe, aber haben weiterhin stark gekämpft und wollten uns den Sieg ermauern. Rick hat dabei ein tolles Spiel gezeigt. Er hat kaum Eingewöhnungszeit bei uns gebraucht und wir freuen uns, einen so frischen, 18-jährigen Jungen in unseren Reihen zu haben.   

Albin Ekdal: Nach dem Pokalspiel war das natürlich ein perfekter Start. Die drei Punkte stehen absolut im Vordergrund und waren wichtig. Wir haben ordentlich gespielt, müssen aber noch torgefährlicher werden und vor allem ein paar Kontersituationen besser ausspielen. Die ersten 20 Minuten haben wir richtig Gas gegeben, da war es klar, dass wir dieses Tempo nicht über das gesamte Spiel halten können - das ist normal. Augsburg hatte mehr Ballbesitz, aber auch keine herausragenden Chancen, so dass unser Sieg verdient ist.  

Jens Todt: Das war ein umkämpftes Spiel und wir sind zufrieden mit dem Auftritt unserer Mannschaft, die die richtige Antwort nach dem Pokal-Aus in Osnabrück gegeben hat. Der Kampf war dabei die Basis. Dass wir im letzten Drittel noch Verbesserungspotential haben und manche Situation besser ausspielen können, das ist klar. Aber diese spielerische Komponente steckt in der Mannschaft und wir wollen heute absolut positiv sein, weil wir diesen wichtigen Auftaktsieg eingefahren haben. Die Verletzung von Nicolai Müller ist so kurios wie bitter. Hier müssen wir auf die morgige Diagnose warten und können noch keine Aussage treffen. 

Markus Gisdol: Es ist ein schönes Gefühl, dass Auftaktspiel gewonnen zu haben. Das tut uns gut. Vor dem Spiel mussten wir noch den kurzfristigen Ausfall von Mergim Mavraj hinnehmen, der eine Blockade in der Wirbelsäule hat. Van Drongelen hat es mit seinen jungen Jahren aber gut gemacht und hat sich durchgebissen, auch wenn er nicht auf seiner eigentlichen Position spielen konnte. Ein Wermutstropfen ist natürlich die Verletzung von Nicolai Müller. Er hat sich beim Jubeln das Knie verdreht, eine Diagnose steht aber noch aus. Nach dem verletzungsbedingten Wechsel haben wir den Zugriff auf das Spiel etwas verloren. Ich denke aber, dass wir trotzdem gut gekämpft haben, auch wenn wir vielleicht die eine oder andere Chance zu viel zugelassen haben und Augsburg in den Zweikämpfen ein Stück weit besser war. Aber das ist mir nach dem Sieg heute fast egal. Wir haben drei wichtige Punkte geholt und kein Gegentor kassiert.

Manuel Baum: Wenn ich mir die zwei Niederlagen zuletzt anschaue, sage ich, dass wir in Magdeburg schlecht gespielt haben, aber auch, dass wir das Ding heute nicht hätten verlieren dürfen. Wir haben in meinen Augen ein gutes Spiel gemacht. Am Ende des Tages muss man aber einfach sagen, dass wir die Chancen, die wir hatten, noch konsequenter hätten zu Ende spielen müssen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Dass der Videobeweis nicht funktioniert hat, ist natürlich ärgerlich, aber das schien ja nicht nur hier im Stadion so gewesen zu sein.

 

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