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Stimmen zum Spiel

20.03.21

"Wir waren als Team voll da"

Der 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim war das Produkt einer starken Mannschaftsleistung. Dementsprechend glücklich äußerten sich die Protagonisten nach dem Abpfiff.

Es war keine ganz normale Woche in Hamburg. Erst den Tabellenführer VfL Bochum geschlagen, so weit so gut, doch dann: Positiver Corona-Test bei Top-Torjäger Simon Terodde, dann die Schulterverletzung bei Spielmacher Jerry Dudziak und schließlich auch noch die finale Absage von Mittelfeldmotor David Kinsombi aufgrund muskulärer Probleme. Somit gesellten sich zu den bereits festehenden Ausfällen von Toni Leistner und Rick van Drongelen drei weitere Startelf-Kandidaten. Doch die Rothosen schafften es, diesen Aderlass als Team aufzufangen, als Gruppe. Mit ganz viel Arbeit, einem extrem beherzten Auftritt und auch wunderbaren Spielzügen, die in zwei Toren von Kapitän Tim Leibold mündeten, der von Trainer Daniel Thioune auf der offensiven Außenbahn eingesetzt wurde und im ersten Spiel nach seiner Rotsperre direkt lieferte. Übrigens: beide Male glänzte Routinier Aaron Hunt als Initiator. Man merkt: Dieses Spiel hatte so viele Geschichten zu erzählen, so viele spannende Personalien und eine ganz entscheidende Erkenntnis: Diese Mannschaft ist ein echtes Team! Die Stimmen zum kollektiv erarbeiteten Heimsieg gegen Heidenheim.

Aaron Hunt: Wir haben von Beginn an sehr reifen und dominanten Fußball gespielt. Dementsprechend war der Sieg völlig verdient, auch wenn Heidenheim der erwartet schwere Gegner war. Kompliment an das ganze Team, jeder Einzelne war heute voll da. Es ist wichtig, dass wir den Ausfall von einigen Leistungsträgern heute als Team auffangen konnten.

Manuel Wintzheimer: Wir haben heute mit und gegen den Ball ein sehr gutes Spiel gemacht. Von Anfang an waren wir als Team voll da und haben uns geschlossen reingehauen. Zu keiner Zeit hatte man das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben.

Daniel Thioune: Wir haben gezeigt, dass wir in vielen Bereichen da weitergemacht haben, wo wir in Bochum aufgehört haben. Ein großes Lob muss ich in Bezug auf die Arbeit gegen den Ball aussprechen, das sah richtig gut aus. Zusätzlich haben wir die Ballqualität wieder erhöht und das Spiel dominiert. Wir wollten die Punkte mit aller Macht im Volkspark behalten und haben das auch geschafft, da wir die Tore zu den psychologisch wichtigen Momenten geschossen haben. Heute hat insbesondere das Spiel gegen den Ball sehr gut funktioniert, von daher muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen.

Frank Schmidt: Die Anfangsphase gehörte klar dem HSV, dementsprechend haben sie sich das 1:0 auch verdient. Wir sind nicht so in die Abläufe und Zweikämpfe gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. In den Situationen, in denen wir im Ansatz mal Räume vorgefunden haben, waren wir nicht konsequent genug. Es ist für uns sehr ärgerlich, dass wir das 2:0 kassieren, nachdem wir zuvor eine gute Konterchance verspielt haben. Danach war es viel Aufwand, die Durchschlagskraft hat aber gefehlt. Der HSV hat zudem sehr leidenschaftlich verteidigt, das war heute die Basis für den Sieg der Hamburger.