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Testspiel

10.01.20

0:4 - HSV verliert Testspiel gegen Schalke 04

Die Tore für die Gäste aus Gelsenkirchen erzielten Michael Gregoritsch (18.), Benito Raman (56.), Alessandro Schöpf (64.) und Rabbi Matondo (87.).

Der Hamburger SV hat ein aufschlussreiches Testspiel im Volksparkstadion gegen den FC Schalke 04 mit 0:4 verloren. Im ersten Durchgang traf Michael Gregoritsch (18.) für den Bundesligisten, in der zweiten Hälfte legten Benito Raman (56.), Alessandro Schöpf (64.) und Rabbi Matondo (87.) nach. Die Rothosen - die im Gegensatz zu den "Königsblauen" noch am Anfang der Vorbereitung stehen - hielten über weite Strecken gut mit, verpassten einen eigenen Torerfolg aber aufgrund der fehlenden Genauigkeit im letzten Drittel.

Schalke startet stark...

Ein attraktiver Testspielgegner, beste Bedingungen im Volksparkstadion und viele Möglichkeiten zur Leistungsüberprüfung: Das erste HSV-Testspiel im Jahr 2020 gegen den FC Schalke 04 war für die beiden Traditionsclubs eine gute Bestandsaufnahme, die allerdings unter verschiedenen Vorzeichen stattfand. Während die "Königsblauen" bereits in genau einer Woche (17. Januar) in den Ligabetrieb zurückkehren, ist der HSV erst am vergangenen Montag (6. Januar) in die Wintervorbereitung gestartet.

Dementsprechend war es nicht verwunderlich, dass die Gäste aus Gelsenkirchen zu Beginn der Partie etwas griffiger wirkten. Die Schützlinge von Cheftrainer David Wagner verzeichneten viel Ballbesitz und setzten in Person von Ex-HSVer Michael Gregoritsch in der 8. Minute die erste Duftmarke. Der satte Schuss des Österreichers verfehlte den HSV-Kasten nur knapp. Genau zehn Minuten später trug sich der 25-Jährige dann doch in die Torschützenliste ein, als er einen Schuss von Bastian Oczipka nach einer abgewehrten Ecke aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Die Rothosen reagierten allerdings ansprechend auf den Rückstand und erzielten postwendend den vermeintlichen Ausgleich. Dem Treffer von Jeremy Dudziak in der 22. Minute wurde aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Nach diesen aufregenden Sequenzen verflachte die Partie zur Mitte der ersten Halbzeit, so dass sich das Spielgeschehen vor allem zwischen den Strafräumen bewegte. Beide Teams agierten im letzten Drittel zu ungenau, was die Entstehung von klaren Torchancen verhinderte. Es benötigte einen Geistesblitz von Suat Serdar, der einen tollen Steckpass auf Benito Raman spielte, um den verloren gegangenen Spielfluss wiederzuentdecken. Das 2:0 des Belgiers verhinderte Khaled Narey, der den Angreifer der Gäste im letzten Moment am Abschluss hinderte (36.). Nur kurz darauf hätte der 25-Jährige die Führung für S04 erneut verdoppeln können, scheiterte aber am im Eins-gegen-eins am hervorragend reagierenden Heuer Fernandes (42.). Somit blieb es bis zum Pausenpfiff von Referee Eric Müller bei der 1:0-Führung für die "Knappen".

... und bleibt bis zum Ende effektiv

Nach dem Seitenwechsel kam der HSV mit frischen Kräften (drei Wechsel zur Pause) und mehr Offensivdrang aus der Kabine. Die Hecking-Elf drängte in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs auf den Ausgleich, verpasste selbigen aber aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft im Strafraum. Das wiederum rächte sich sofort, denn Harit nutzte eine Ungenauigkeit im Spielaufbau zu einer starken Vorlage auf Raman, die der Belgier in der 56. Minute nur noch im leeren Tor unterbringen musste. Mit dem 2:0 im Rücken wurden die Gäste noch kombinationssicherer und demonstrierten ihre gute Frühform mit dem 3:0 in der 64. Minute, das der eingewechselte Alessandro Schöpf aus kurzer Distanz erzielte. Vor und nach dem Treffer des Österreichers nahmen beide Cheftrainer weitere Spielerwechsel vor, so dass die Partie mit zunehmender Dauer immer mehr den klassischen Testspiel-Charakter adaptierte. Kurz vor Ende des inzwischen abgeflachten Vergleichs sorgte ein weiterer individueller Fehler im HSV-Ballvortrag noch für das 4:0 durch den ebenfalls als Joker eingesetzten Rabbi Matondo. Unterm Strich waren die spielstarken Schalker ein optimaler Testspielgegner, um die Defizite zu identifizieren, an denen die Rothosen im anstehenden Trainingslager, das vom 12. bis 18. Januar in Lagos (Portugal) stattfindet, arbeiten wollen.

HSV-Cheftrainer Dieter Hecking analysierte das Testspiel nach Abpfiff mit einer Mischung aus Zufriedenheit und Kritik: "Wir haben es knapp 60 Minuten lang gut gemacht. Natürlich war Schalke uns in puncto Schnelligkeit überlegen, da haben wir vor allem in der Anfangsphase einige Probleme gehabt. Das Standard-Gegentor war vermeidbar, danach haben wir aber aus einer guten Kompaktheit heraus gespielt und hatten in der Offensive durchaus unsere Chancen. Auch nach dem Seitenwechsel hatten wir sehr gute Möglichkeiten, allerdings war Schalke in der Phase effizienter und hat unsere Fehler eiskalt bestraft. Genau das ist dann eben der Qualitätsunterschied zwischen einem Topteam der Bundesliga und dem Tabellenzweiten der 2. Liga. Dass nach der ersten Trainingswoche noch die Spritzigkeit fehlt, ist normal, dennoch waren alle vier Gegentore unterm Strich vermeidbar."

So haben sie gespielt:

HSV: Heuer Fernandes – Narey, Letschert (46. Jung), Ewerton (46. van Drongelen), Leibold – Fein (71. David) – Jairo, Kinsombi (82. Suhonen), Dudziak (61. Moritz), Jatta (61. Amaechi) – Hinterseer (46. Harnik) 

FC Schalke 04: Schubert – Kenny (82. Taitague), Kabak (82. Becker), Nastasic (71. Thiaw), Oczipka (61. Miranda) – Mascarell (71. Mercan) – Caligiuri (46. Boujellab), Serdar (61. Schöpf) – Harit (82. Matondo) – Gregoritsch (61. Kutucu), Raman (71. Burgstaller)

Tore: 0:1 Gregoritsch (18.), 0:2 Raman (56.), 0:3 Schöpf (64.), 0:4 Matondo (87.)

Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen)

Zuschauer: 11.918

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