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Stimmen zum Spiel

01.08.21

"Uns hat die Gier gefehlt"

Starke erste Halbzeit, beste Torchancen und am Ende trotzdem nur ein Punkt - das erste HSV-Heimspiel der Saison hatte einen nicht ganz unwesentlichen und ärgerlichen Schönheitsfleck. Die Stimmen zum Spiel.

Es waren unglaublich intensive 96 Minuten, die die 17.100 zugelassenen Zuschauer im Volksparkstadion erlebt hatten, als Schiedsrichter Petersen das erste HSV-Heimspiel der neuen Saison abpfiff. Die Spieler sanken völlig erschöpft zu Boden, Trainer Tim Walter klatschte sie vom Dauerregen völlig durchnässt ab und gemeinsam bedankte man sich bei den Fans für die Unterstützung, die nach so unglaublich langer Pause allen Beteiligten richtig gutgetan und Spaß gebracht hatte. Dass am Ende dennoch - und trotz bester HSV-Gelegenheiten, speziell im ersten Durchgang - nur ein Remis gegen Dynamo Dresden herausgesprungen war, trübte die Stimmung natürlich. Dies brachten Tim Walter & Co. im Anschluss an die packenden 96 Minuten im Volksparkstadion auch zum Ausdruck. Die Stimmen zum Spiel.

Sebastian Schonlau: Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hatten viele Torchancen und müssen da den Sack zumachen. Uns hat das zweite Tor gefehlt, denn dann gewinnen wir das Spiel. Das ist uns leider nicht gelungen und dann kassieren wir über einen Standard in der zweiten Halbzeit das Gegentor. Das ist extrem bitter. Wir hatten dann ein paar Probleme in unserem Spiel, haben es nicht mehr ganz so sauber und konsequent gespielt. Es ging es teilweise zu viel hin und her. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir auch in Minute 50, 60 und 70 weiter präzise und konsequent spielen.  

"Es hat einfach das zweite Tor gefehlt"

Daniel Heuer Fernandes: Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben. Wenn wir uns aber die erste Halbzeit anschauen: Wir haben unser Spiel sehr gut umgesetzt und sind auch früh in Führung gegangen. Es hat dann einfach das zweite Tor gefehlt. Die Möglichkeiten waren da. Da müssen wir ansetzen, diese Chancen auch besser zu verwerten.  

Tim Walter: Wir hatten in der ersten Halbzeit sehr, sehr viel vom Spiel und extrem viele Torchancen. Dafür haben wir uns leider nicht belohnt. Uns hat die letzte Gier gefehlt, unbedingt das Tor machen zu wollen. Wir haben nicht viel zugelassen, trotzdem noch viele Konterchancen liegengelassen, die wir über das komplette Spiel einfach schlecht ausgespielt haben. Dann lässt du den Gegner natürlich am Leben. Das Spiel besteht auch aus Ecken. Wir wissen, dass man mit Standards auch erfolgreich sein kann. Wir hatten in der zweiten Halbzeit ein bisschen Probleme, weil uns ein bisschen der Mut gefehlt hat, noch mehr Fußball zu spielen. Mit dem Ausfall von Jonas Meffert wurde es noch einmal schwerer. Die Jungs wollten aber bis zum Schluss ein Tor erzielen. Genau das gefällt mir: dass sie extrem viel investieren. Es macht richtig Bock, mit den Jungs zu arbeiten. Dresden hat mit aller Macht und Leidenschaft verteidigt, deshalb haben sie sich diesen Punkt auch verdient. 

Alexander Schmidt: Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen gegen einen wie erwartet starken HSV. Wir haben uns gut vorbereitet, aber im Reellen ist es dann doch etwas anderes. Erste Halbzeit hat uns Kevin Broll im Spiel gehalten. Es war nicht einfach, diese Angriffswellen zu verteidigen. Der HSV war sehr ballsicher und wir hatten zu wenig Entlastung nach vorne. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir es taktisch etwas korrigiert und es besser in den Griff bekommen. Tim Knipping hat dann den Ausgleich erzielt. Erste Halbzeit ging klar an den HSV, in der zweiten haben wir dann gut mitgespielt. Für mich unterm Strich ein verdientes Unentschieden. Die Mannschaft hat sich in jeden Zweikampf geworfen. Ich bin stolz auf die Mannschaft.