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Nationalmannschaft

01.06.21

"Unbeschreibliches Gefühl": Vagnoman mit DFB-U21 im EM-Halbfinale

Der Rechtsverteidiger stand beim Viertelfinal-Sieg gegen Dänemark in der Startelf. Am kommenden Donnerstag trifft das HSV-Eigengewächs mit seinem Team auf die Niederlande.

Am Ende gab es für Josha Vagnoman und seine Teamkollegen kein Halten mehr: Geschlossen stürmten die deutschen U21-Nationalspieler am gestrigen Dienstagabend (31. Mai) auf Schlussmann Finn Dahmen (FSV Mainz 05) zu, der wenige Augenblicke zuvor den zweiten Elfmeter der dänischen Landesauwahl pariert hatte und so Paul Jaeckel (SpVgg Greuther Fürth) den siegreichen Schuss vom Punkt ermöglichte. Frenetisch feierte der gesamte Tross des DFB den hart erkämpften Halbfinal-Einzug bei der U21-Europameisterschaft – und mittendrin tummelte sich das HSV-Eigengewächs, das in der Startelf stand und über 90 Minuten an dem großen Erfolg mitwirken durfte. 

Doch der Reihe nach: Mit Vagnoman als offensiv ausgerichtetem Rechtsverteidiger legte die deutsche U21-Auswahl im ungarischen Székesfehérváreinen einen starken Start ins Spiel hin und hätte schon zur Halbzeit führen können. Die Dänen, die ihre Vorrunden-Gruppe souverän gewonnen hatten, verteidigten allerdings extrem kompakt und krönten die clevere Leistung nach dem Seitenwechsel sogar mit der Führung (69.). Der gebürtige Hamburger Lukas Nmecha (RSC Anderlecht) sorgte in der 88. Minute für den umjubelten Ausgleich und realisierte damit die Verlängerung. Nach dem Schlusspfiff endete das achte U21-Länderspiel von Vagnoman, der vor Beginn der Extra-Zeit für Paul Jaeckel ausgewechselt wurde. In der 100. Minute bejubelte Josha dann von der Bank das 2:1 durch Jonathan Burkardt (FSV Mainz 05), das allerdings nicht zum Sieg reichen sollte, da die spielstarken Skandinavier in der 108. Minute per Elfmeter ausglichen. Somit musste die Entscheidung vom Punkt fallen – mit bekanntem Ausgang. 

Dank des 6:5-Sieges im Elfmeterschießen dürfen Rothose Vagnoman und seine Teamkollegen nun weiter vom EM-Titel träumen. Am kommenden Donnerstag (3. Juni) trifft die Elf von Cheftrainer Stefan Kuntz im Halbfinale auf die Niederlande, die den Top-Favoriten aus Frankreich mit der letzten Aktion des Spiels ausschalteten (2:1). Wenn der Anpfiff um 21 Uhr ertönt, dann wird ganz sicher auch Stephan Ambrosius wieder vor dem Fernseher sitzen. Der am Kreuzband verletzte HSV-Innenverteidiger war in der erfolgreich absolvierten Vorrunde im vergangenen März noch Teil des DFB-Kaders, muss nun aber aus der Ferne die Daumen drücken. Gleiches macht auch der gesamte HSV, wenn Josha am Donnerstag erneut die Raute auf der großen U21-Bühne vertritt.

Am Tag nach dem nervenaufreibenden Halbfinal-Einzug sprach Josha Vagnoman mit der HSV.de-Redaktion über...

... die Freude nach letzten Elfmeter: Das war für alle Beteiligten ein unbeschreibliches Gefühl. Es war ein sehr emotionales und aufregendes Spiel, in dem wir starke Nerven beweisen mussten.

... seinen körperlichen Zustand: Es war mein erstes Spiel nach der Zerrung, von daher war ich nach den 90 Minuten echt platt. Ich hatte Krämpfe in beiden Waden und den Oberschenkeln.

... das bevorstehende Halbfinale gegen die Niederlande: Wir haben die Niederländer schon in der Vorrunde analysiert und wissen, dass das eine starke Mannschaft ist. Dennoch haben wir auch genügend Qualität und werden voll dagegenhalten. 

... den verletzten Stephan Ambrosius: Natürlich war der Sieg auch für Stephan und alle anderen verletzten Spieler. Es freut uns umso mehr, dass wir diesen Jungs etwas zurückgeben konnten. Jetzt wollen wir auch die nächsten beiden Partien erfolgreich bestreiten.