
Spieltags-Fakten
09.04.26
#VfBHSV: Der Faktencheck zum Auswärtsspiel in Stuttgart
Historische Bilanz, stabile Abwehrreihen und zwei HSV-Eigengewächse beim Gegner – sechs Fakten zur Partie des 29. Bundesliga-Spieltags.
#1 106. Bundesliga-Duell
In der Bundesliga trifft der Hamburger SV zum 106. Mal auf den VfB Stuttgart – nur die Duelle mit dem FC Bayern München (108) und dem SV Werder Bremen (109) gab es häufiger. Die Bilanz spricht für die Rothosen: 45 Siege stehen 38 Niederlagen gegenüber, hinzu kommen 22 Unentschieden. In diesen Partien fielen insgesamt 322 Tore (HSV: 159, VfB: 163). In der Hinrunde gewann der HSV mit 2:1 im Volksparkstadion, nachdem Fabio Vieira in der vierten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt hatte.
#2 Beste Defensivteams in der Rückrunde
Der HSV und der VfB Stuttgart haben – genauso wie Borussia Dortmund – an den elf Spieltagen in der Rückrunde erst 13 Gegentore kassiert und sind damit die besten Defensivteams der Liga in diesem Saisonabschnitt. „Verteidigen ist schon eine Qualität, weil es viel über den Kopf und den Willen geht. Es geht darum, den eigenen Schweinehund immer wieder zu überwinden und sich einfach zu sagen: Ich gehe diesen letzten Schritt, ich marschiere jetzt noch einmal. Es entscheidet sich im Kopf: Will ich das mit voller Überzeugung oder gehe ich einfach irgendwie hin? Gerade in der Bundesliga musst du immer voll da sein“, erklärt Abräumer Nicolai Remberg im HSV.de-Interview das Verteidigen.
#3 Spielstarke Schwaben
Die Stuttgarter liegen im Ballbesitz (durchschnittlich 57,4 Prozent), bei den gespielten Pässen (14.373) und bei den Torschüssen (423) jeweils auf Platz 3 im Liga-Vergleich. Zudem haben sie mit 56 Treffern die viertmeisten aller Mannschaften erzielt. 49 davon fielen aus dem Spiel heraus (Platz 2). Laut HSV-Sportdirektor Claus Costa ist der VfB „eine absolute Spitzenmannschaft – gespickt mit herausragenden Einzelspielern, die als Team gut funktionieren und in Europa auf sich aufmerksam machen. Von daher wird es eine schwere Auswärtsaufgabe für uns.“
#4 Konterstärke trifft auf Konteranfälligkeit
Der HSV ist das konterstärkste Team der Liga und hat – genau wie der FC Bayern München – zehn Tore nach Umschaltsituationen erzielt. Nun treffen die Rothosen auf eine der konteranfälligsten Mannschaften: Die Stuttgarter kassierten neun Gegentore nach Umschaltmomenten (ligaweit Platz 17), selbst erzielten sie fünf Tore auf diese Weise (Platz 6).
#5 Im Strafraum ist Vorsicht geboten
Der HSV und der VfB Stuttgart gehören zu den Teams mit den meisten verursachten Elfmetern. Die Rothosen haben neun verschuldet, die Schwaben acht. Nur der VfL Wolfsburg (13) hat mehr Strafstöße gegen sich gepfiffen bekommen.
#6 Wiedersehen mit zwei HSV-Eigengewächsen
Mit Josha Vagnoman und Ermedin Demirovic stehen zwei HSV-Eigengewächse im Kader des VfB Stuttgart. Beide wurden über mehrere Jahre im Nachwuchs der Rothosen ausgebildet. Vagnoman kam als Neunjähriger in die Jugend des HSV und schaffte 2018 den Sprung zu den Profis, für die er 73 Pflichtspiele absolvierte (5 Tore, 4 Vorlagen). 2022 wechselte er dann zu den Schwaben. Demirovic verließ den Club im Alter von 16 Jahren während seiner Zeit im Nachwuchs in Richtung RB Leipzig.
