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Vorbericht

29.11.19

HSV an der Bremer Brücke: Am ungeliebten Ort abliefern

Die letzten beiden Pflichtspiele an der Bremer Brücke endeten für den HSV mit großen Enttäuschungen. Heute wollen die Rothosen die Bilanz korrigieren und das Punktekonto weiter anfüttern.

Als Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie mit seinem letzten Pfiff des Tages beendet, sinken die HSV-Profis niedergeschlagen zu Boden. Kein Wunder, schließlich war die 1:3-Niederlage in Osnabrück und das damit verbundene Ausscheiden in der 1. Runde des DFB-Pokals nun endgültig besiegelt. Das war im August 2017. Ziemlich genau acht Jahre zuvor, im September 2009, ereilte die Rothosen das gleiche Schicksal. Wieder Osnabrück, wieder DFB-Pokal (allerdings die 2. Runde), wieder eine ärgerliche Niederlage (5:7 nach Elfmeterschießen). Ohne Wenn und Aber: In Bezug auf die letzten beiden Pflichtspiele war die Bremer Brücke kein gutes Pflaster für den HSV. Da seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1963 überhaupt erst drei Pflichtspiele zwischen dem VfL Osnabrück und dem Hamburger SV ausgetragen wurden, beschränken sich die positiven Erinnerungen auf den 1:0-Auswärtssieg im September 1988. Damals sorgte Thomas von Heesen mit seinem Goldenen Treffer für den Einzug in die 3. Runde des DFB-Pokals. Der letzte Ligavergleich ereignete sich noch zu Zeiten der Oberliga Nord - im Dezember 1962. Beim 3:1-Auswärtssieg der Hamburger finden sich mit "Uns" Uwe Seeler, Gert "Charly" Dörfel und Uwe Reuter klangvolle Namen in der Torschützenliste.

HSV ohne Aaron Hunt angereist

In diese Liste möchten sich heute sicher auch die derzeitigen HSV-Profis eintragen, die beim letzten Sieg an der Bremer Brücke in weiten Teilen noch gar nicht geboren waren. Einer, der zu dem Zeitpunkt bereits das Licht der Welt erblickt hatte, ist Aaron Hunt. Zarte zwei Jahre alt war der aktuelle HSV-Kapitän damals. Ausgerechnet der "Skipper" wird heute allerdings nicht mitwirken können. Der 33-Jährige leidet an Fieber und ist nicht einsatzfähig. Darüber hinaus werden auch Lukas Hinterseer (Oberschenkelverletzung), Xavier Amaechi (Oberschenkelprellung) und Bakery Jatta (Rotsperre) nicht bei der gewünschten Verbesserung der Osnabrück-Bilanz mithelfen können. Einer, der bei der letzten Niederlage an der Bremer Brücke  vor etwas mehr als zwei Jahren in der Startelf stand, kann heute hingegen ein elementarer Baustein des Erfolgs werden: Bobby Wood. Der US-Amerikaner stand gegen die SG Dynamo Dresden am vergangenen Sonnabend (2:1) erstmals seit dem 3. März 2019 (damals für Leihclub Hannover 96) wieder in der Pflichtspiel-Startelf und verrichtete einen ordentlichen Job. Dementsprechend einverstanden mit der Leistung war auch Coach Hecking, der den 27-Jährigen auch für das Flutlichtspiel in Niedersachen (ab 18.15 Uhr im HSVnetradio) als eine echte Alternative sieht: "Er hat versucht sich ins Spiel einzubringen und viele Wege gegen den Ball gemacht. Er wurde längst nicht so in Szene gesetzt, wie er das gebraucht hätte, um ein Ausrufezeichen setzen zu können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er wieder in der Startelf steht."

Osnabrück mit ehemaligem Hecking-Schützling auf Kurs

Unabhängig von der personellen Besetzung der HSV-Startelf und der unliebsamen Vorgeschichte an der Bremer Brücke erwartet HSV-Cheftrainer Dieter Hecking einen unbequemen Gastgeber, dessen Trainer er bestens kennt. Schließlich gehörte der inzwischen 45-jährige Daniel Thioune für insgesamt zwei Jahre (2002 bis 2004) beim VfB Lübeck zum Aufgebot, das damals von Jung-Trainer Hecking angeleitet wurde. Bei den Lila-Weißen ist der Ex-Profi seit Oktober 2017 als Cheftrainer im Amt, nachdem er sich seine Sporen zuvor im Nachwuchsleistungszentrum des VfL verdient hatte. Sein Meisterstück machte der charismatische Coach im vergangenen Sommer, als er mit seinem Herzensverein den souveränen Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. In der neuen Spielklasse zeigten die Niedersachsen bisher wenig Anpassungsprobleme und holten bereits 17 Zähler, die aktuell für Rang 11 im Tableau reichen. Ein starker Kontrahent also, der durch die positive Geschichte an der Bremer Brücke sicher einen weiteren Motiviationsschub für sich verbuchen will. Auf der anderen Seite bietet sich für den HSV allerdings ebenfalls eine große Chance. Einerseits können die letzten beiden Ergebnisse geradegerückt werden. Andererseits, und das ist in dem Kontext des zukunftsorientierten Denkens viel wichtiger, kann die Tabellenführung bestätigt werden und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum großen Ziel getätigt werden. 

Der HSV-Kader: Tor: Heuer Fernandes, Mickel; Feld: David, Dudziak, Ewerton, Fein, Harnik, Jung, Kinsombi, Kittel, Leibold, Letschert, Moritz, Narey, Samperio, van Drongelen, Wood

So könnte der VfL Osnabrück spielen: Kühn - Ajdini, Heyer, van Aken, Agu - U. Taffertshofer, S. Köhler, N. Schmidt, Blacha - Heider, Alvarez

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

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