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Pressekonferenz

04.08.22

„Wir wollen wieder in den Flow kommen“

In der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Heidenheim sprach Trainer Tim Walter über die Lehren aus den ersten Spielen, den kommenden Gegner und die Entwicklung der eigenen Mannschaft.  

Nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal bei der SpVgg Bayreuth (3:1 n.V.) steht für den Hamburger SV am Sonnabend wieder der Zweitliga-Alltag an. Dabei empfangen die Rothosen im Rahmen des 3. Spieltags den 1. FC Heidenheim im Volksparkstadion (ab 12.45 Uhr live im HSVnetradio). Die Brenzstädter zählen zu den unangenehmsten Kontrahenten der 2. Liga. Das weiß auch Tim Walter, der naturgemäß dennoch die Stärken seiner eigenen Mannschaft in den Vordergrund rückt. So ging der 46-Jährige im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels in die Analyse und setzt darauf, dass sein Team nach einem starken Schlussspurt in der Vorsaison und einigen personellen Veränderungen wieder in den Spielfluss kommt.   

Im Detail sprach der Cheftrainer der Rothosen dabei über … 

… die Lehren aus den ersten Spielen: Unsere Gegner sind frisch, können die Wege allesamt zulaufen. Wenn wir dann nicht schnell genug spielen, nicht genug Druck auf den Ball bringen, dann hat es der Gegner beim Verteidigen einfach. Wir brauchen die Geduld, dürfen keine Gegentore kassieren und müssen selbst unseren Punch setzen. Das ist uns in der ersten Hälfte zuletzt nicht gelungen. Wir müssen mehr Tempo auf den Ball bringen.  

… den Ausfall von Bakery Jatta: Uns fehlen allgemein Außenbahnspieler. Wenn wir auf tiefstehende Gegner treffen, müssen wir außen Eins-gegen-eins-Situationen schaffen, weil das Zentrum stark überladen ist. Hier fehlt uns „Baka“ mit seinem Tempo. „Ransi“ ist ein ganz anderer Spielertyp. Er bringt das Tempo mit, aber ihn zieht es viel ins Zentrum. Wir müssen da einen Mittelweg finden: Er muss sich in seinem Spiel wohlfühlen, trotzdem muss er seine Tiefenlaufwege haben und mit vorn reingehen. Grundsätzlich ist es egal, wer vorn mit reingeht. Wir brauchen die Tiefenläufe, sowohl von der Acht als auch von dem Mittelstürmer. Denn du brauchst mit "Bobby" vorn auch jemanden, der die Gegenspieler bindet. Wir sind noch nicht so weit, dass wir immer in die richtigen Positionen reinstoßen. Das können wir besser machen. Dennoch ist unsere grundsätzliche Ausrichtung und Anordnung sehr fluide. Es ist nicht damit getan, eine Position zu besetzen, sondern wie ich sie besetzen. Das ist gerade unser Thema.    

"Diesen Wiedererkennungswert haben wir uns erarbeitet."

… den Gegner aus Heidenheim: Der FCH macht über Jahre eine super Arbeit: Heidenheim ist längst nicht mehr die kleine Maus, sondern hat sich gemausert. Man muss in der 2. Liga auf alle Teams Acht geben. Die Heidenheimer haben in den letzten Jahren wiederholt bewiesen, dass sie immer wieder oben anklopfen. Sie haben immer das Potential dazu. Sie spielen sehr intensiv, laufen extrem viel und verteidigen Eins-gegen-eins über den kompletten Platz. Es wird brutal gefährlich und zugleich birgt das offensive Räume, die wir ausnutzen wollen.   

… die Entwicklung der Mannschaft: Wir befinden uns in einer Findungsphase. Man schaut sehr gern auf den HSV, weil bei uns immer etwas los ist. Das wollen wir auf den Platz bringen. Wenn du einen HSV-Spieler im neutralen Trikot siehst, dann erkennt man, dass er für den HSV spielt. Diesen Wiedererkennungswert haben wir uns erarbeitet. Das sieht man, auf diesem Weg sind wir. Wir wollen wieder in den Flow kommen und sind diesbezüglich zuversichtlich und gehen unverdrossen unseren Weg weiter.   

Die komplette Pressekonferenz mit Tim Walter seht ihr hier im Video.