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Team

12.08.20

"Wenn wir was machen, dann muss es zu 100 Prozent passen"

In einer Medienrunde am Rande der Vormittags-Einheit äußerte sich HSV-Sportdirektor Michael Mutzel zu vielen relevanten Themen rund um die Rothosen.

Es ist nicht nur aufgrund der derzeit vorherrschenden Hitze eine heiße Phase für Michael Mutzel. Der Sportdirektor des HSV ist in der seit dem 15. Juli 2020 laufenden Sommer-Transferperiode ganz besonders gefordert. Gemeinsam mit Sportvorstand Jonas Boldt und seinem Team wird mit potenziellen Verstärkungen verhandelt, zudem muss auch die Abgangsseite berücksichtigt werden. Eine Aufgabe, die auf dem durch die Corona-Krise erschütterten Markt definitiv nicht einfach zu lösen ist. Dennoch geht der 40-Jährige die Herausforderungen mit der nötigen Souveränität und Ruhe an, die er auch in der heutigen Medienrunde demonstrierte.

Im Detail sprach der gebürtige Memminger über...

... den Stand der Vorbereitung: Die Bedingungen sind nahezu perfekt. Trotz der hohen Temperaturen wird intensiv gearbeitet. Bei den Spielern sehe ich eine hohe Bereitschaft, das ist auch die Rückmeldung vom Trainerteam. Daher habe ich einen guten ersten Eindruck.

... die aktuelle Marktlage: Es ist sicherlich schwieriger als in den vergangenen Jahren, da hat die Corona-Krise schon Wirkung gezeigt. Nur die großen Vereine, die ein finanzielles Polster haben, können größere Transfers tätigen. Die anderen Clubs sind hingegen eher vorsichtig. Auch wir lassen uns nicht treiben. Wenn wir was machen, dann muss es zu 100 Prozent passen. 

... die vermeintliche Stürmer-Suche: Schon nach dem ersten Testspiel zu behaupten, dass wir im Sturm zu schwach aufgestellt sind, ist mir zu einfach. Mir wird speziell Lukas Hinterseer da auch immer zu schlecht dargestellt. In den vergangenen drei Zweitliga-Saisons hat er in 91 Spielen 56 Torbeteiligungen verzeichnet. Wir sind froh über alle Angreifer, die wir hier haben.

... die Bedeutung von Entwicklung: Es wurde schon von Jonas Boldt ausgerufen, dass wir ein Stück weit mehr entwickeln wollen und müssen. Aktuell haben wir viele junge und talentierte Spieler auf dem Platz. Das ist ein Weg, den wir gehen wollen. Natürlich wollen wir dabei auch erfolgreich sein.

... das Thema Nachwuchs: Ich habe im vergangenen Jahr schon einen guten Eindruck vom Nachwuchsleistungszentrum bekommen, konnte aufgrund meiner Aufgaben rund um die Profimannschaft dort aber nicht so präsent sein, wie es nötig ist. Mit Horst Hrubesch ist jetzt jemand da, der den Nachwuchs leitet und mit uns permanent in den Austausch tritt. Es ist wichtig, dass die Verzahnung zu den Profis vorhanden ist.