
Pressekonferenz
23.04.26
„Wir können und müssen es besser machen“
Vor dem Heimspiel des 31. Bundesliga-Spieltags gegen die TSG 1899 Hoffenheim sprach HSV-Trainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz über die Personallage, den Gegner und den Saison-Endspurt.
Der Hamburger SV hat im Zuge des 31. Bundesliga-Spieltags am Sonnabend (ab 18.15 Uhr live im HSVnetradio) die TSG 1899 Hoffenheim zu Gast im Volksparkstadion. Dabei treffen die Rothosen, die Platz 14 in der Tabelle belegen, auf den Fünften. Am Donnerstag (23. April) blickte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz auf dieses Duell und sprach im Detail über …
… das Personal: Miro Muheim steht uns bekanntlich nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Yussuf Poulsen und Luka Vuskovic. Alexander Rössing-Lelesiit, Jean-Luc Dompe und Albert Sambi Lokonga sind teilweise im Mannschaftstraining. Wir müssen noch abwarten, ob es für den Kader am Wochenende reicht. Bei Philip Otele ist es so, dass wir morgen in Frankfurt noch mal mit dem DFB ins Gespräch gehen, um seine Sperre möglicherweise auf ein Spiel zu reduzieren. Er wird dort vor Ort sein.
… die Rekonvaleszenten: Ich bin froh darüber, wie engagiert und hartnäckig die Jungs an ihrem Comeback arbeiten. Diese Woche war es schön zu sehen, dass Alex, Jean-Luc und Sambi zurückgekommen sind. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich merke, dass jeder auf dem Platz stehen und helfen will.
… den Stand bei Albert Sambi Lokonga: Wir würden uns freuen, wenn er am Wochenende im Kader steht. Er hat sich nach und nach gesteigert. Heute sah es ganz gut aus. Aber wir müssen noch die morgige Einheit abwarten. Wenn er von der Bank kommen sollte, hat er einen Riesenanteil an unserem Spiel. Er kann den Rhythmus gestalten – das Spiel beschleunigen oder verlangsamen. Zudem hat er im positiven Sinne eine wahnsinnige Ausstrahlung auf seine Mitspieler.
… den Ausfall von Luka Vuskovic: Luka ist zweifelsohne ein absoluter Topspieler. Es bringt aber nichts, darüber traurig zu sein, dass er nicht spielt. Es gilt, Lösungen zu finden. Ich habe maximales Vertrauen und die Überzeugung in die anderen Jungs, dass sie es als Mannschaft auffangen. Sie sollen nicht Lukas Art und Weise an den Tag legen, sondern ihre eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Zuletzt hat das Jordan Torunarigha im Zentrum gemacht. Es geht auch darum, wie unsere Sechser davor verteidigen. Daran haben wir sehr detailliert gearbeitet.
… den Gegner: Hoffenheim ist eine absolute Topmannschaft, die nach Europa will. Im Hinspiel hat sie uns sehr schlecht aussehen lassen. Jetzt spielen wir zu Hause. Wir wollen es wieder schaffen, eine Mannschaft, die nach Europa will, zu ärgern. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich daran zu beteiligen. Wir treffen auf eine Mannschaft, die sehr variabel und anspruchsvoll Fußball spielt. Das gilt es zu verteidigen. Die Tiefenläufe machen es unangenehm, den eigenen Rücken zu verteidigen. Und im Zentrum hast du das Gefühl, dass du nicht richtig rankommst. Im Hinrundenspiel haben wir nicht auf dem höchsten Level verteidigt. Dann wird es gegen Hoffenheim schwierig.
Wir haben sehr konzentriert darauf hingearbeitet, was wir am Wochenende brauchen. Das sind: Enge Abstände, klare Verhaltensweisen im Pressing und der Mut im Spiel mit dem Ball. Hoffenheim verteidigt mutig beziehungsweise riskant. Da wollen wir einen oder anderen Moment nutzen. Wir sind noch immer ligaweit ganz vorne, was die Konter-Statistik anbelangt. Das wird auch am Samstag nötig sein, um erfolgreich zu sein.
… den Saison-Endspurt: Wir haben immer davon gesprochen, welches Saisonziel wir haben. Wir sind weiterhin auf sehr gutem Wege, dieses Ziel zu erreichen. Wichtig ist für mich, dass wir uns darauf fokussieren, was wir beeinflussen können. Das sind unsere Trainingsleistungen und unsere eigenen Gedanken, wie wir ins Spiel reingehen. Die Derbyniederlage hat extrem wehgetan, wir können und müssen es besser machen, um erfolgreich zu sein. Wir sind voller Euphorie aufs kommende Spiel. Es kommt mal vor, dass man als Aufsteiger in der Bundesliga ohne Sieg unterwegs ist. Beim letzten Mal, in Wolfsburg, hatten wir auch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Was uns seit dem Saisonbeginn guttut: Dass wir uns immer auf das nächste Spiel fokussieren.
Die komplette Pressekonferenz vor dem Spiel mit Merlin Polzin gibt es hier im Video.
