
Stimmen zum Spiel
01.03.26
„Wir sind nicht an unser Maximum herangekommen“
Der Hamburger SV verliert sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 1:2. Die Stimmen zum Spiel.
Daniel Heuer Fernandes: Ich war zufrieden mit unseren ersten 20 Minuten. Wir hatten eine gute Kontrolle über das Spiel und haben zielstrebig nach vorn gespielt. Wir sind verdient in Führung gegangen, aber danach waren wir zu passiv. Wir sind nicht an unser Maximum herangekommen. Wir wussten, dass wir gegen einen starken Gegner auch Druckphasen aushalten müssen. Dabei ist es uns nicht gut gelungen, in die Balleroberungen überzugehen. Das hätte mehr Entlastung ins Spiel gebracht, aber davon hatten wir zu wenig Momente.
Miro Muheim: Wir hatten zum Start 20 starke Minuten. Danach haben wir uns zu weit hinten reindrücken lassen und kaum mehr Lösungen nach vorn gefunden. Wir hatten wenig Phasen mit viel Ballbesitz. So ist es schwer, wenn man viel hinterherlaufen muss. Man wird immer müder und es wird schwieriger, die Räume zu schließen. In der zweiten Hälfte war es in allen Belangen zu wenig von uns. Wir waren zu passiv. Wir werden dem Spiel nicht lange nachtrauern, denn am Mittwoch geht es wieder weiter.
„Wir müssen so ehrlich sein, dass es eine verdiente Niederlage ist.“
Nicolai Remberg: Wir müssen so ehrlich sein, dass es eine verdiente Niederlage ist. Wir hatten irgendwie eine komische Energie, waren nicht so griffig wie sonst. Dann gehen wir zwar in Führung, aber wir hätten es im Anschluss deutlich besser machen können und müssen, um etwas mitzunehmen. Wir waren irgendwie immer einen Schritt zu spät, und das hat uns den Stecker gezogen. Es hätte am Ende vielleicht noch einer runterfallen können, aber so reichte es dann nicht für einen Punktgewinn. Wir haben gegen einen spielstarken Gegner mit einer hohen Qualität auf den Außenpositionen extrem viel verteidigen müssen, und damit fehlte auch etwas die Power im Spiel mit dem Ball nach vorn.
Yussuf Poulsen: Wir haben nicht auf dem Level gespielt wie in den vergangenen Wochen. Wir haben in der ersten Hälfte gut mitgemischt, aber die zweite Hälfte war nicht so gut von uns. Wenn wir nicht auf unserem höchsten Niveau agieren, ist es schwer – insbesondere gegen die Topteams der Liga. Wir haben nicht in unser Spiel gefunden und waren zu selten am Ball.
Merlin Polzin: Glückwunsch an Ole Werner und die Leipziger zu einem verdienten Sieg. Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten gleich die eine oder andere Möglichkeit und gehen verdient in Führung durch einen schön vorgetragenen Angriff mit einem tollen Assist sowie einem super Abschluss. Das haben die Jungs auch im Training schon gut gemacht, es war Teil der Analyse, den Gegner in so einer Umschaltsituation auszuspielen. Dann haben wir es nicht geschafft, die Spannung und Klarheit in unserem Spiel zu behalten. Wir sind ein Stück weit immer passiver geworden. Dadurch fiel sozusagen korrekterweise das 1:1. Wir haben im zweiten Durchgang versucht, das Spiel wieder in unsere Bahnen zu lenken. Das ist uns überhaut nicht gelungen. Das Team auf der Gegenseite war uns in vielen Belangen voraus, was auch an ihrer individuellen Qualität liegt. Wir haben es nicht geschafft, das Volksparkstadion für uns zu nutzen und zwingender zu werden – sowohl nicht im Verlauf der zweiten Hälfte als auch in den Schlussminuten, als wir mehr Risiko eingegangen sind. Ganz nüchtern betrachtet, war es einfach kein gutes Spiel von uns, wir wollen es am Mittwoch besser machen.
