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Trainingslager

13.01.20

"Wollen uns für das große Ziel einschwören"

In einer Medienrunde am ersten Trainingstag in Lagos sprach HSV-Cheftrainer Dieter Hecking über die Bedingungen an der Algarve, die Ziele für das Wintertrainingslager und die Problemzonen im HSV-Spiel. 

Äußerst zufrieden mit den Bedingungen im Teamhotel "La Cascade" und den dazugehörigen Trainingsplätzen - einverstanden mit den Trainingseindrücken. Dieter Hecking präsentierte sich am ersten Trainingstag des Wintertrainingslagers in Lagos gut gelaunt und gab den angereisten Medienvertretern bereitwillig Auskunft zu den relevanten Themen rund um seine Rothosen. Der 55-Jährige legte aber auch den Finger in die Wunde und benannte einige Problemzonen im HSV-Spiel, an denen an der Algarve zielgerichtet gearbeitet werden soll. Ein Problemlöser soll unter anderem Louis Schaub sein, den Trainer-Haudegen Hecking erstmals im Training begutachtete. Anschließend artikulierte der Cheftrainer seinen positiven Ersteindruck vom Österreicher und gab gleichzeitig die ambitionierte Marschroute für Schaub und seine anderen Schützlinge vor.

Im Detail sprach der HSV-Cheftrainer über... 

... die Bedingungen im "La Cascade": Das Hotel ist sehr gut, zudem sind die Plätze in einem hervorragenden Zustand. Das Wetter spielt bis dato auch mit, ist aber nicht entscheidend, da wir vor allem die guten Trainingsbedingungen benötigen.

... die Marschroute für das Wintertrainingslager: Es geht darum, dass wir uns für die anstehende Rest-Rückrunde und das gemeinsame Ziel einschwören. Darüber hinaus wollen wir an den Dingen arbeiten, die uns gerade zum Ende der Vorrunde nicht so richtig gelungen sind. Gegen den Ball wollen wir mehr Kompaktheit herstellen und mit höherem Tempo anlaufen. Mit dem Ball wollen wir bessere Lösungen finden. Zudem sollen natürlich auch im athletischen Bereich Fortschritte gemacht werden. 

... die Verbesserungsmöglichkeiten im HSV-Spiel: Wir haben die letzten Wochen der Vorrunde und auch das Schalke-Testspiel (0:4) eingehend analysiert und haben einige Stellschrauben identifiziert, an denen wir drehen können. Gerade gegen Schalke war es offensichtlich, dass wir in verschiedenen Situationen des Spiels zu viele Fehler machen. Das betrifft das Anlaufen, die Kompaktheit und das Umschaltspiel nach Ballverlust. Wir müssen verhindern, dass der Gegner zu leichten Torchancen kommt und deshalb liegt ein Schwerpunkt in der Arbeit gegen den Ball. Wenn wir da die Sicherheit haben, dann wird auch in eigenem Ballbesitz wieder die Ruhe einkehren, die wir schon mal hatten. 

... die Rolle von Neuzugang Louis Schaub: Er kann auf mehreren Positionen spielen. Im 4-3-3 ist er wohl auf dem rechten Flügel am besten aufgehoben, er kann aber auch auf der "Acht" oder "Zehn" im offensiven Zentrum spielen. Im 4-4-2 würde er eher über die Außenbahn kommen. Man hat direkt in der ersten Einheit gesehen, dass er ein Eins-gegen-eins auflösen kann, das hilft auf jeden Fall, zumal er auch immer die Anschlussaktion im Kopf hat. Von daher bin ich mir sicher, dass er seine Rolle bei uns finden kann.

... die Fans, die mit nach Portugal gereist sind: Das ist für die Fans natürlich eine ganz besondere Geschichte. Es gibt einige Anhänger, die jedes Trainingslager besuchen, das ist echt bemerkenswert. Wir versuchen die Mitgereisten soweit wie möglich einzubinden, für uns steht aber natürlich vor allem die Trainingsarbeit im Vordergrund.