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Verein

28.01.26

Heimspiel mit Botschaft: Erneutes Zeichen für Krebsvorsorge

Die HSV-Frauen, HanseMerkur und yeswecan!cer machen beim Bundesliga-Heimspiel gegen Freiburg erneut ein Thema sichtbar, über das noch viel zu selten gesprochen wird: Krebsvorsorge – insbesondere die HPV-Impfung.

Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar nutzen die HSV-Frauen ihr Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg am 1. Februar (Anstoß: 14 Uhr), um auf ein zentrales Präventionsthema hinzuweisen: Krebsvorsorge und die HPV-Impfung. Nachdem bereits die HSV-Männer im vergangenen „Movember“ im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund große Aufmerksamkeit für Krebsvorsorge erzeugten, verzichtet die HanseMerkur nun auch bei den HSV-Frauen auf ihr Logo auf dem Trikot und stellt die Fläche erneut der Krebs-Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer zur Verfügung. Im Fokus stehen die weit verbreiteten und dennoch oftmals unterschätzten Humanen Papillomviren (HPV), die Krebs verursachen können. Beim Spiel gegen den SC Freiburg dient das Stadion als Plattform für Aufklärung und Aufmerksamkeit rund um die Krebsvorsorge.

Mit ihrer Initiative „Wir gegen Krebs“ verfolgen yeswecan!cer, die HanseMerkur und der Hamburger SV seit 2025 das gemeinsame Ziel, Aufmerksamkeit für Krebs-Vorsorge und Früherkennung zu schaffen. Der kommende Spieltag der HSV-Frauen bietet dafür einen besonders geeigneten Rahmen: Mithilfe der Reichweite und emotionalen Kraft des Sports werden insbesondere viele Familien, Kinder und Jugendliche erreicht. Die Aktion ist ein Anstoß dafür, im Familienkreis über die HPV-Impfung als wirksamen Schutz vor bestimmten Krebserkrankungen zu sprechen und zu entscheiden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren; Nachholimpfungen sind auch später möglich. Je früher geimpft wird, desto wirksamer ist der Schutz.

Es gibt eine Impfung gegen Krebs – aber zu wenige nehmen sie in Anspruch

Humane Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragenen Viren weltweit. Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal – unabhängig vom Geschlecht. Bestimmte HPV-Typen können Krebs verursachen, darunter Gebärmutterhalskrebs, aber auch Anal-, Penis- sowie Mund- und Rachenkrebs.

Wie groß der Aufklärungsbedarf ist, zeigen aktuelle Zahlen: Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind nur 55 Prozent der Mädchen und lediglich 36 Prozent der Jungen bis zum Alter von 15 Jahren vollständig gegen HPV geimpft – eine niedrige Impfquote, die insbesondere im europäischen Ländervergleich stagniert. Zudem werden durch die aktuellen Ergebnisse einer repräsentativen Studie der HanseMerkur erhebliche Informationslücken zur HPV-Impfung offengelegt – etwa in Bezug auf Nutzen, Risiken oder die Kostenübernahme durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung. Gleichzeitig wird das tatsächliche HPV-Infektionsrisiko deutlich unterschätzt. Gerade deshalb braucht es Orte, an denen Gesundheitsinformationen verständlich, vertrauenswürdig und ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt werden – dort, wo Menschen ohnehin zusammenkommen. Ein starkes Beispiel dafür war der Spieltag der HSV-Herren am 8. November 2025: Die Mannschaft lief beim Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund in besonderen yeswecan!cer-Sondertrikots auf. Die im Anschluss versteigerten Trikots erzielten einen Erlös von 76.100 Euro, der gezielt in eine Kampagne zur Aufklärung über die HPV-Impfung fließt. Auch nach dem Heimspiel der HSV-Frauen gegen den SC-Freiburg werden die Trikots mit dem Sonderflock über die Auktionsplattform des HSV versteigert werden.

HSV-Vorstand Eric Huwer betont: „Über die Möglichkeit der HPV-Impfung zu sprechen, heißt, über Gesundheit, Vorsorge und Chancengerechtigkeit zu sprechen. Aufklärung darüber erreicht junge Menschen am besten, wenn sie schon im Alltag stattfindet – im Fußballstadion und nicht erst im Wartezimmer. Prävention gehört dorthin, wo sie wirkt.“ 

Eric Bussert, Vorstand HanseMerkur, fügt hinzu: „Prävention ist der wirksamste Schutz vor schweren Erkrankungen – und Aufklärung der erste Schritt dazu. Unsere aktuelle Studie zeigt: Die Bereitschaft zur HPV-Impfung ist da, aber es fehlt vor allem an Wissen, Orientierung und konkreten Anstößen. Genau hier sehen wir unsere Verantwortung als Krankenversicherung und stellen unsere Trikotfläche yeswecan!cer zur Verfügung. Damit rücken wir dieses wichtige Thema in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn: Jeder Pieks zählt, um Krebs zu verhindern.“

Dr. Tobias Korenke, Geschäftsführer yeswecan!cer gGmbH, erklärt: „Impfen gegen Krebs? Für bestimmte HPV-bedingte Krebsarten ist das möglich – nur wissen das immer noch viel zu wenige Menschen. Wir sind dem HSV und der HanseMerkur sehr dankbar, dass wir gemeinsam über diesen wichtigen Weg der Krebsvorbeugung informieren dürfen. Lasst uns viele junge Menschen motivieren, sich gegen HPV impfen zu lassen!"


Hintergrund HPV-Impfung

Humane Papillomviren betreffen Frauen und Männer gleichermaßen. Dennoch wird die HPV-Impfung häufig noch als reines „Mädchenthema“ wahrgenommen. Dabei profitieren auch Jungen und Männer nachweislich von der Impfung: Sie schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern trägt auch dazu bei, die Verbreitung der Viren insgesamt zu reduzieren.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren; Nachholimpfungen sind auch später möglich. Je früher geimpft wird, desto wirksamer ist der Schutz.

Weitere Informationen zur HPV-Impfung, zu Vorsorgeangeboten und zur Initiative gibt es unter: www.wir-gegenkrebs.de und www.yeswecan-cer.org.


Anlaufstellen für Informationen und Aufklärung zur HPV-Impfung:

Hausärztin/Hausarzt sowie Kinderärztin/Kinderarzt: Erste Anlaufstelle für Beratung zur HPV-Impfung sowie für die Durchführung der Impfung – insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Gynäkologin/Gynäkologe: Beratung zur HPV-Impfung und zu HPV-bedingten Erkrankungen sowie zu Vorsorgeuntersuchungen, z. B. im Rahmen der Gebärmutterhalskrebsvorsorge.
Urologin/Urologe: Beratung zur HPV-Impfung bei Jungen und Männern sowie zu HPV-bedingten Erkrankungen, etwa im Anal- und Genitalbereich.
HNO-Ärztin/HNO-Arzt: Information und Beratung zu HPV-bedingten Erkrankungen im Mund-, Rachen- und Halsbereich.
Krankenversicherer: Informationen zu Kostenübernahme, Impfempfehlungen und individuellen Vorsorgeangeboten.


Über die Partner

HanseMerkur

Die HanseMerkur ist mit einem Jahresumsatz von 2,95 Mrd. EUR (2024) die einzige selbstständige und konzernunabhängige Versicherungsgruppe am Finanzplatz Hamburg. Die Wurzeln des Personenversicherers, der 2025 sein 150. Jubiläum feiert, liegen in der Krankenversicherung, die bis heute die Hauptsparte des Unternehmens ist. Mit seinem sozialen Engagement setzt sich der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Bereich Kinderschutz seit über 40 Jahren für eine starke Gesellschaft ein. Darüber hinaus unterstreichen vielfältige Aktivitäten in den Bereichen Vorsorge und Prävention das umfassende Engagement des Versicherers. Die HanseMerkur ist zudem Spezialist für den privaten Ergänzungsschutz gesetzlich Krankenversicherter und mit 1,3 Mio. Zusatzversicherten (2024) in diesem Segment einer der größten deutschen Anbieter. Weitere Informationen unter www.hansemerkur.de

yeswecan!cer gGmbH

Die yeswecan!cer gGmbH wurde vor sieben Jahren von Krebsbetroffenen gegründet und ist heute Deutschlands größte digitale Selbsthilfegruppe. Sie ermöglicht den Austausch von Krebs-Patient*innen und ihren Angehörigen untereinander und mit Expert*innen aus Medizin, Forschung und Politik. Mit der YES!APP, der jährlich stattfindenden Krebs-Convention YES!CON, zahlreichen Info-Veranstaltungen und aufmerksamkeitsstarken Kampagnen setzt sich yeswecan!cer für mehr Verständnis für Krebsbetroffene und eine bessere Versorgung ein. #dubistnichtallein #krebsbrauchtkommunikation yeswecan-cer.org