skip_navigation

Pressekonferenz

25.05.21

"Wir wollen mutig und geschlossen wie eine Familie auftreten"

Am Dienstag präsentierte der HSV mit Tim Walter seinen neuen Trainer. Gemeinsam mit Vorstand Jonas Boldt stellte sich Walter im Zuge einer digitalen Pressekonferenz den Fragen der Medien.

Am Dienstagmorgen (25. Mai) verkündete der Hamburger SV offiziell die Verpflichtung von Tim Walter als neuen Trainer der Profimannschaft der Rothosen. "Wir sind vor der Saison mit der Idee angetreten, junge und hungrige Spieler und damit die gesamte Mannschaft weiterentwickeln zu wollen", erklärte Vorstand Jonas Boldt, "diesen Weg wollen wir auch zukünftig weitergehen und haben die große Überzeugung, hierbei mit Tim Walter die nächsten Schritte machen zu können." Gemeinsam mit Boldt stellte sich 45-jährige Coach den Fragen der Journalisten, die sich in einer digitalen Pressekonferenz zusammengefunden hatten. Hierbei sprach Tim Walter über...

… seinen Wechsel zum HSV: Der HSV ist ein Club, der immer kurz davor ist, richtig auszubrechen. Ich hoffe, dass wir das in die richtige Richtung schaffen. Im engen Familienkreis haben wir natürlich über die Pros und Contras gesprochen. Die Vorzüge des Vereins haben am Ende klar überwogen. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Es war ein Leichtes, „Ja“ zu sagen. Der HSV hat sich sehr um mich bemüht und die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr positiv, so dass ich schnell zugesagt habe.   

… seine Spielphilosophie: Es ist richtig, dass ich gern den Ball habe. Grundvoraussetzung ist aber trotzdem immer die Defensive. Wenn wir den Ball nicht haben, müssen wir aggressiv und intensiv dagegen arbeiten. Das ist noch viel wichtiger. Und dafür ist nicht unbedingt die Qualität des Kaders entscheidend, sondern vielmehr die Bereitschaft. Dafür muss ich mir ein Bild von dem kompletten Kader machen und möchte die ersten Trainingseinheiten abwarten, inwiefern wir neu ansetzen oder nachjustieren müssen.   

… den Kader: Der Verein lebt davon, eine gute Jugendarbeit zu haben. Ich stehe dafür, Jungs zu entwickeln und auf junge Spieler ein besonderes Augenmerk zu haben. Aber auch ältere Spieler, die bereit sind, sich zu entwickeln, fallen nicht hinten runter. Es gibt augenscheinlich Spieler im Kader, die in der Offensive mehr als andere auffallen. Aber ich möchte sie zunächst alle persönlich kennenlernen. Es ist nicht entscheidend, die Spieler danach zu beurteilen, was sie zuletzt geleistet haben, sondern vielmehr nach ihren Potentialen und persönlichen Eigenschaften und Mentalitäten. 

"Das bin ich als Typ: Ich versuche, aus den Jungs das Maximale rauszuholen, sie zu fordern und zu fördern."

... seine Persönlichkeit: Mir ist bekannt, dass mir ein gewisser Ruf vorauseilt. In den Gesprächen mit Jonas und Michael ging es darum, dass die Menschlichkeit ein wichtiger Aspekt ist. Die Spieler wollen abgeholt und mitgenommen werden. Dafür braucht man die Bereitschaft der Jungs und auch großen Zusammenhalt und Mut im ganzen Verein. Das bin ich als Typ: Ich versuche, aus den Jungs das Maximale rauszuholen, sie zu fordern und zu fördern. 

… die kommende Zweitliga-Saison: Es ist eine schöne Liga mit schönen Duellen. Wir müssen zuerst aber bei uns ansetzen, um unsere Ziele am Ende zu erreichen. Es ist für uns wichtig, bei uns zu bleiben. Was können und was wollen wir besser machen? Um diese Frage zu beantworten, bin ich da. Es ist noch nicht angebracht, Ziele zu formulieren. Ich möchte erstmal alles kennenlernen. Eines ist klar: Wer weiterkommen will, der hat immer Ziele. Denn wenn du keine Ziele hast, dann bleibst du stehen. Jeder der mich kennt, der weiß, dass ich Ziele habe.     

… seine größte Herausforderung beim HSV: Ich erlebe den Verein gerade erst und man muss einen Verein immer erst von innen heraus leben, um zu erkennen, was die Probleme und Aufgaben sind, die man bewältigen muss. Als Mannschaft ist der Anspruch ganz klar: Wir wollen mutig und geschlossen wie eine Familie auftreten. Das muss auf den ganzen Verein zutreffen. Wir müssen bei allen Störfeuern von außen wie eine Familie zusammenhalten.