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Spielbericht

05.04.22

4:0 - HSV-Heimsieg im Aue-Nachholspiel

Der HSV hat sein Nachholspiel gegen den FC Erzgebirge Aue deutlich mit 4:0 gewonnen. Glatzel, Kittel, Heyer und Reis erzielten die Tore zum verdienten Heimsieg.

Der Hamburger SV hat am Dienstag (5. April) sein Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue mit 4:0 (2:0) gewonnen. In der Nachholpartie des 26. Spieltags brachte Robert Glatzel die Rothosen bereits in der 14. Minute mit 1:0 in Führung, die ihm Sonny Kittel perfekt aufgelegt hatte. Kittel selbst legte noch vor der Halbzeit das 2:0 nach, als er mit dem Pausenpfiff per direktem Freistoß den Halbzeitstand besorgte. Das 3:0 durch Moritz Heyer eine Viertelstunde vor dem Ende und der Schlusspunkt durch Ludovit Reis (83.) beendeten eine Partie, die der HSV auch in dieser Höhe verdient für sich entschied.

Frühe Führung...

HSV-Trainer Tim Walter veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Paderborn-Spiel am Sonnabend auf zwei Positionen. Für Muheim spielte Vagnoman hinten links in der Viererkette, davor wurde der verletzte Alidou von Rohr ersetzt. Und der initiierte nach einer knappen Viertelstunde mit einem öffnenden Pass den Angriff, der den Hamburgern nach einer butterweichen Kittel-Hereingabe das frühe 1:0 durch einen Glatzel-Kopfball bescherte.

Ein perfekter Start also für den HSV gegen tiefstehende Auer, die ihrerseits auf schnelle Gegenstöße setzten und so in den ersten Minuten auch schon ihre Gefährlichkeit im Umschaltspiel andeuten konnten. In Ordnung ging die Hamburger Führung dennoch allemal, denn das Walter-Team war dominant, spielbestimmend und auch nach dem Führungstreffer weiter gierig. Kittel & Co. pressten früh, erzwangen so viele Auer Ballverluste und kreierten darüber hinaus eigene Chancen. Reis war nach einer knappen halben Stunde am dichtesten dran am 2:0, das trotz vereinzelter Auer Angriffe und Abschlüsse auch bereits zu diesem Zeitpunkt den Spielverlauf widergespiegelt hätte. Dass es dann tatsächlich noch vor der Pause dazu kam, war Freistoßspezialist Kittel zu verdanken. Er belohnte seine Mannschaft für einen beherzten Auftritt, dem es lediglich an der Präzision im letzten Drittel gefehlt hatte, und ließ den Ball quasi mit dem Halbzeitpfiff aus 25 Metern zum 2:0 ins Netz flattern.

... und deutlicher Heimsieg

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste deutlich aggressiver aus der Kabine, machten dem HSV das Leben mit ihrem nun sehr körperbetonten Spiel schwerer und brachten nach einer Stunde mit einem Dreierwechsel auch nochmal neuen Schwung in die Partie. So entwickelte sich das Spiel zu Beginn und Mitte des zweiten Abschnitts ausgeglichener, wobei die Hamburger nach wie vor die Mehrzahl an Torraumaktionen für sich verbuchen konnten.

Glatzel hätte gleich zweimal erhöhen können, war Mitte der zweiten Halbzeit jedoch nicht mit dem Glück im Bunde, zudem fand in einigen Szenen der letzte Pass nicht seinen Adressaten. So blieb es bis in die Schlussphase hinein beim Zwei-Tore-Vorsprung, der aufgrund einer sehr konzentrierten Defensivleistung der Rothosen auch nicht ernsthaft in Gefahr geriet. Vielmehr ließen die Hamburger mit fortschreitender Spieldauer Ball und Gegner laufen, spielten die Auer müde und schlugen dann eiskalt zu. Die längste Ballbesitzphase inklusive des schönsten Spielzugs des Tages schloss Heyer eine Viertelstunde vor dem Ende erfolgreich ab, erzielte das 3:0 und machte damit den Deckel drauf auf ein Spiel, dem Reis kurz vor Schluss sogar noch das i-Tüpfelchen in Form des 4:0 aufsetzte. Es war der verdiente Lohn für eine engagierte und geduldige Leistung gegen zähe Gäste, die erst einmal auseinander- und müdegespielt werden mussten. Diese Aufgabe lösten die Walter-Mannen mit Bravour und fuhren so einen auch in der Höhe verdienten Heimsieg ein.


Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Schonlau, Vuskovic, Heyer - Rohr (65. Suhonen), Meffert (87. David), Reis (87. Kinsombi) - Kittel, Glatzel (79. Kaufmann), Jatta (79. Chakvetadze)

FC Erzgebirge Aue: Männel - Barylla, Carlson, Gonther, Strauß (60. Baumgart) - Schreck (76. Cacutalua), Messeguem (60. Fandrich) - Jonjic, Nazaorv, Majetschak (84. Lang) - Trujic (60. Hochscheidt)

Tore: 1:0 Glatzel (14.), 2:0 Kittel (45.+1.), 3:0 Heyer (75.), 4:0 Reis (83.)

Zuschauer: 21.890

Schiedsrichter: Dr. Arne Aarnink (Nordhorn)

Gelbe Karten: - / Strauß (48.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -


Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

7.

Erste gute Aktionen: Bakery Jatta läuft quer und verlagert auf die linke Außenbahn, wo Josha Vagnoman übernimmt und auf den hinterlaufenden Sonny Kittel weitergibt. Das schöne Zusammenspiel führt nach abgeblockter Flanke zur ersten Ecke für den HSV. Vier Minuten Später marschiert Jatta die rechte Außenbahn entlang und seine Hereingabe führt zum nächsten Eckstoß für den HSV. Kittel bringt die Ecke von rechts flach und kurz auf den ersten Pfosten, wo Jatta lauert und den Ball aufs Tor bringen kann. Martin Männel ist allerdings zur Stelle und kann den Ball abwehren. Schade!

9.

Erst HSV dann Aue: Am Tor des FC Erzgebirge Aue ist es erneut Kittel, der eine scharfe Flanke von links versucht, die Männel jedoch entschärfen kann. Unmittelbar im Anschluss stürmt Nikola Trujic aufs Tor von Heuer Fernandes zu, nachdem er mit einem Steilpass in Szene gesetzt wurde, verstolpert dann aber auf dem Zug zum Tor den Ball im Strafraum. Puh!

11.

Torabschluss Jatta: Robert Glatzel setzt sich im Strafraum gegen einige Verteidiger des FC Erzgebirge Aue durch, so dass der Ball irgendwie bei Jatta im rechten Strafraum landen kann. Der Gambier kommt völlig frei zum Schuss, der Abschluss verfehlt jedoch den rechten Pfosten um gut einen Meter.

14.

1:0! TOR DURCH GLATZEL: Maximilian Rohr legt im Halbfeld den Ball nach rechts, wo Jatta unmittelbar zur Flanke ansetzt. Die hohe Hereingabe rutscht durch und landet auf der anderen Seite des Strafraums bei Kittel, der das Leder zurück in die Box bringt. Das gefühlvolle Zuspiel von Kittel findet Mannschaftskollege Glatzel, der in bester Stürmermanier gegen die Laufrichtung ins Tor der Veilchen köpft. Let's go!

28.

Wieder HSV: Kittel lupft den Ball über die Abwehrkette auf die rechte Seite des Sechzehners, wo Maximilian Rohr das Spielgerät vor das Tor bringen kann. Der einlaufende Ludovit Reis kann jedoch nicht zu einem kontrollierten Torschuss kommen, sondern bekommt den Ball irgendwie an den Oberschenkel, so dass dieser das Tor knapp am rechten Pfosten verfehlt.

39.

Torschuss Aue: Aus rund 18 Metern versucht es Dimitrij Nazarov einfach mal. Der Schuss hat ordentlich Wumms, weshalb Heuer Fernandes mit beiden Händen zur Seite abwehren muss.

45.+1.

2:0! FREISTOSSTOR KITTEL: Aus rund 25 Metern legt sich Kittel das Leder zum Freistoß zurecht, den er mit einem satten Vollspann ausführt. Der Ball flattert etwas in der Luft, weshalb sich der Schlussmann im Tor von Erzgebirge Aue nicht auf eine Ecke festlegen will. Männel ist zunächst auf die vom Schützen aus linke Ecke unterwegs, wechselt dann auf die andere, kommt deshalb zu spät und fälscht die Kugel ins Tor ab. Somit gehen die Rothosen mit einer 2:0-Führung in die Kabine!

51.

Aue beginnt im zweiten Durchgang: An der linken Ecke des Sechzehners kommt Antonio Jonjic zum Torschuss. Der Ball fliegt aus spitzem Winkel auf die Torwartecke zu, wo Heuer Fernandes diesen zur Ecke klärt

67.

HSV in der Box: Jatta beackert abermals die rechte Außenbahn und bringt die Kugel in die Box, wo Heyer den Ball zunächst annimmt und diesen dann auf Glatzel zurücklegt. Glatzel will gerade zum Torschuss ansetzen, aber Sam Schreck kommt in seinem Rücken angelaufen und klärt den Ball ins Toraus. Wieder Ecke für den HSV.

70.

Weiterer Treffer liegt in der Luft: Erst ist es Anssi Suhonen der an der Strafraumgrenze zum Torschuss ansetzt, ehe Glatzel den abgewehrten Ball vor die Füße bekommt, dessen Schuss jedoch erneut abgeblockt wird. Die Kugel bleibt abnahmebereit im Strafraum liegen, wo Vagnoman aus rund elf Metern ordentlich draufhält, den Ball aber knapp über die Latte setzt. Kurze Zeit später dribbelt Kittel von links in den Sechzehner und legt auf Reis ab, der ebenfalls einen Torabschluss markiert.

75.

3:0! HEYER LEGT NACH: Jatta hat mittlerweile gefühlt einen Graben in die rechte Außenbahn gerannt, denn wieder ist es der Gambier, der nach einem starken Lauf über rechts den Ball in die Box bringen kann. Kurz vor dem Fünfmeterraum kann Glatzel das Spielgerät gerade noch mit dem Außenriss hinter sich ablegen, wo Moritz Heyer mit Tempo ankommt und den Ball mit voller Wucht unter die Latte setzt. Aller guten Dinge sind drei!

84.

4:0! REIS ERHÖHT: Rund 18 Meter vor dem Tor taucht Reis nach einem Dribbling unmittelbar vor dem Strafraum auf und feuert die Kugel platziert ins linke Ecke des Tors der Veilchen. Aller guten Dinge sind vier!?

90.

Chakvetadze versucht's: Auch der eingewechselte Giorgi Chakvetadze kann noch einen schönen Torschuss aus rund 17 Metern auspacken, der nicht leicht haltbar ist. Direkt nach dem Abschluss pfeift Dr. Arne Aarnink das entschiedene Spiel ohne viel Nachspielzeit ab und der HSV gewinnt deutlich mit 4:0!


Hamburger SV

Statistik zum Spiel

FC Erzgebirge Aue

20

Torschüsse

7

62%

Ballaktionen in %

38%

57%

Zweikampfquote

43%

89%

Passquote

77%

9

Ecken

2

7

Flanken

3

1

Abseits

3

9

Fouls

9

Kittel 4

Torschüsse

3 Nazarov

Kittel 5

Torschussvorlagen

2 Barylla

Schonlau 98

Ballaktionen

65 Carlson

Rohr 65%

Zweikampfquote

65% Carlson

Jatta 4

Flanken

2 Barylla (+ andere)