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14.07.26
Adelines erster HSV-Tag: Intensität vom ersten Moment an
Vom ersten Rondo über verschiedene Spielformen bis zur Umarmung mit seiner Mutter: HSV.de hat Martin Adelines erste Trainingseinheit im Volkspark minutengenau begleitet.
„Un, deux, trois, partez!“ – passend zum französischen Nationalfeiertag am heutigen 14. Juli hat der jüngste HSV-Neuzugang Martin Adeline seinen ersten richtigen Arbeitstag mit der Raute auf der Brust absolviert. Der 22-jährige Franzose, der vom Erstliga-Aufsteiger ES Troyes AC zum HSV wechselte und einen langfristigen Vertrag bei den Rothosen unterschrieben hat, traf erstmals als offizieller HSV-Spieler auf Trainer, Mitspieler sowie Staff-Mitglieder und absolvierte anschließend seine erste Trainingseinheit mit der 5, seiner Rückennummer, auf dem Shirt. HSV.de hat den Mittelfeldspieler bei seiner ersten Trainingseinheit intensiv verfolgt und beobachtet.

11.13 Uhr: Raus auf den Trainingsplatz am Volksparkstadion: Vor den Augen seiner Mutter und seines Beraters, die das Training von der Stehtraverse des Trainingsgeländes aus nächster Nähe verfolgen, schreitet Martin in der Mitte seiner neuen Teamkollegen auf den Platz.
11.14 Uhr: Hier tickt für den Neuen wohl jede Fußballmannschaft erst einmal gleich – das erste von unzähligen Rondos als HSV-Spieler steht für ihn an: Adeline kickt an der Seite von Yussuf Poulsen, Nicolai Remberg, Nicolas Capaldo, Albert Grönbaek und Daniel Elfadli. Letztgenannter verfügt ebenso wie Martin über libysche Wurzeln väterlicherseits und nimmt das neue Gesicht direkt mit an die Hand.

11.20 Uhr: Wie für jeden Neuzugang geht's auch für Martin durchs „Willkommensspalier“ der Mitspieler. Während die meisten Neuankömmlinge schnell durch den Tunnel rennen, um den lieb gemeinten Schlägen zu entgehen, geht Martin gemütlich und fast schon charmant mit einer Drehung hindurch. Berührungsängste? Fehlanzeige! Als „selbstlosen Teamplayer“ hatte HSV-Vorständin Kathleen Krüger den Neuzugang bei seiner offiziellen Vorstellung bezeichnet. Die 41-Jährige ist ebenso wie Sportdirektor Claus Costa beim Training vor Ort. Gemeinsam führen sie herzliche Gespräche mit Adelines Mutter.
11.21 Uhr: Bei der Erwärmung unter Athletiktrainer Jan Hasenkamp kommt der 22-Jährige nun langsam ins Schwitzen. Körperlich ist der Franzose topfit, befindet sich seit zwei Wochen im Trainingsbetrieb und überzeugte am Montag (13. Juli) auch bei der Leistungsdiagnostik im Athleticum am Volkspark. „Martin hat eine herausragende Saison in der Ligue 2 gespielt – eine sehr physische Liga, in der man sich erst einmal durchsetzen muss“, sagt Cheftrainer Merlin Polzin über seinen neu gewonnenen Schützling.

11.32 Uhr: Die Co-Trainer Loic Fave, ein Landsmann des Franzosen, der die Eingewöhnung auf dem Platz mitunter leichter machen kann, und Richard Krohn leiten die ersten Spielformen an. Im Fokus stehen aggressives Pressing und die Balleroberung. Martins Stärken gegen den Ball werden hierbei sofort sichtbar. „Aktivität“, „Intensität“ und „Leidenschaft“ waren weitere Attribute, mit denen Costa den Neuzugang aus Troyes beschrieb. Adeline selbst sagt über sich: „Ich bin in erster Linie ein laufbereiter und intensiver Spieler, der immer sein Bestes geben will und sich auf dem Platz für das Team, die Fans und seine Liebsten zerreißen kann.“
11.42 Uhr: Bei der nächsten Spielform steht das Spiel mit dem Ball am Fuß im Fokus: Beim Fünf-gegen-vier stellt Martin als neutraler Spieler für beide Teams immer die Überzahl her und zeigt seine Passqualitäten. „Ich versuche gern, viele Situationen mit einem oder zwei Kontakten zu lösen, um ein schnelles Kombinationsspiel mit den Kollegen zu schaffen. Und natürlich möchte ich mit meinen Pässen und Abschlüssen für viele Scorer sorgen“, sagt der Rechtsfuß. Dass er aus dem Zentrum heraus für genau jene entscheidenden Zuspiele sorgen kann, unterstreichen seine elf Assists in der vergangenen Ligue-2-Saison, in der er mit zehn weiteren Toren zum teaminternen Topscorer avancierte.
11.52 Uhr: Im Elf-gegen-zehn wird nun auf begrenzter Spielfläche das Aufbauspiel gegen Angriffs-Pressing trainiert. Martin Adeline findet sich in der verteidigenden Mannschaft in der ersten Pressinglinie wieder und lässt erneut mit vielen Sprints seine Spritzigkeit gegen den Ball für sich sprechen.

12.10 Uhr: Im Mittel- und Abschlussteil der Trainingseinheit mischen sich für den Franzosen beide Welten: das Spiel mit und gegen den Ball. Abwechselnd beim Sechs-gegen-sechs sowie Elf-gegen-elf auf kleinem beziehungsweise halbem Feld mit zwei Toren ist jetzt der Wettkampfmodus eingeläutet, knackige Zweikämpfe – unter anderem mit Nicolai Remberg – inklusive. Hierbei untermauert der 1,80 Meter große Mittelfeldspieler seinen Mix aus Kreativität und Intensität.
12.52 Uhr: Nach den intensiven Spielen ist das Training beendet und Merlin Polzin bittet zum Mannschaftskreis. Der Cheftrainer der Rothosen sagt über seinen neuesten Spieler: „Wir sind zunächst einmal froh, dass Martin sich für uns entschieden hat. Es waren einige andere Vereine an ihm dran. Wir standen viel mit ihm im Austausch, haben viel über unseren Fußball und unsere Kultur gesprochen. Sein Mindset, sein Arbeitsverhalten und sein Rollenverständnis sind sehr vielversprechend. Ich freue mich sehr, dass er mit seiner Torgefahr, seinem Tiefgang und seinem Intensitätslevel gegen den Ball unser Team verstärken wird. Er ist im Mittelfeld eigentlich überall einsetzbar.“
12.53 Uhr: Mit einer Umarmung für seine strahlende Mama verlässt Martin den Trainingsplatz. „Wir standen schon lange im Kontakt und Hamburg war meine erste Wahl. Für mich gibt es hier eine großartige Möglichkeit, ein noch besserer Spieler zu werden und menschlich zu wachsen“, erklärt Adeline. Dass er in Hamburg am richtigen Platz ist, davon wirkt der Franzose bereits nach seiner ersten Einheit überzeugt. Dementsprechend vorfreudig blickt er auf die weiteren Trainingseinheiten im Volkspark: „Mein erstes Ziel ist es, die neuen Teamkollegen richtig kennenzulernen und auf dem Platz die gleiche Sprache zu sprechen. Das wird nicht nur mir, sondern der ganzen Mannschaft helfen.“ Bienvenue, Martin!
