
Stimmen zum Spiel
17.01.26
„Das Einzige, was heute fehlt, sind die Tore“
Der Hamburger SV trennt sich im ersten Heimspiel des Jahres 2026 mit 0:0 von Borussia Mönchengladbach. Die Stimmen zum Spiel.
Miro Muheim: Wir müssen nach der ersten Hälfte einfach mit einer Führung in die Pause gehen. Heute letztlich nur mit einem Punkt dazustehen, ist leider enttäuschend. Gleichzeitig haben wir gut gespielt und den Gegner kontrolliert. Das Einzige, was heute fehlt, sind die Tore. Wir können aber auch viel Gutes aus dem Spiel mitnehmen: Wir waren extrem aggressiv und intensiv, in den Zweikämpfen voll da und haben auch mit dem Ball gute Lösungen nach vorn gefunden. Das Trainerteam hat uns super eingestellt, besonders im Hinblick auf das Pressingverhalten. Sie haben uns alles für einen Sieg mitgegeben, leider konnten wir ihn heute nicht einfahren.
Daniel Heuer Fernandes: Wir waren in den ersten 70 Minuten spielbestimmend und haben gezeigt, wofür wir stehen, nur in den letzten 20 Minuten war der Gegner auch im Spiel. Ich hatte über das gesamte Spiel das Gefühl, dass wir aufs Tor gehen wollten. Uns ist gut gelungen, dass wir uns von den verpassten Chancen nicht haben unterkriegen lassen. Eigentlich hat heute alles gepasst, die Leistung hat gestimmt, aber das Ergebnis leider nicht. Es ist ärgerlich, dass wir unseren Auftritt nicht in noch mehr Punkte ummünzen konnten.
Nicolai Remberg: Ein Punkt ist in Ordnung, aber nach dem Spielverlauf sind es zwei zu wenig. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir kein Tor geschossen haben. Wir hatten das Spiel im Griff und müssen es gewinnen. Es ist bitter, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben, zugleich hat es der gegnerische Keeper gut gemacht. Auf die erste Halbzeit, in der wir sehr gut gespielt haben, können wir stolz sein.
Auf die erste Halbzeit, in der wir sehr gut gespielt haben, können wir stolz sein.
Damion Downs: Wir haben in den ersten 45 Minuten komplett gedrückt, nur das Tor hat gefehlt. Man hat gesehen, welche Qualität in unserer Mannschaft steckt. Wir hatten viele Phase, in denen wir gut kombiniert haben. Leistung und Stimmung waren gut, aber leider wurde es nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben. Manchmal fehlt einem das Glück. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich darüber, das erste Mal im Volksparkstadion gespielt zu haben.
Merlin Polzin: Die Leistung, die wir heute gezeigt haben, war – besonders in der Betrachtung des Saisonstarts – beeindruckend. Wir haben immer wieder gesagt, dass es nach sieben Jahren in der 2. Liga um einen Prozess geht, in dem wir uns immer weiterentwickeln. Die erste Halbzeit war heute in puncto Dominanz im Ballbesitz sowie Griffigkeit und Souveränität gegen den Ball sehr gut. Wir wussten, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die sehr stabile Auftritte in den vergangenen Monaten hatte. Damit kann man als Trainer sehr zufrieden sein. Zugleich geht es für uns nicht nur darum, die Leistung hervorzuheben, sondern auch Ergebnisse einzufahren. Und das haben wir heute nicht geschafft. Wir hätten sehr gern zwei weitere Punkte eingefahren. Die Jungs haben dafür alles gegeben, aber am Ende hat es nicht gereicht. Für uns steht an oberster Stelle, dass wir wissen, dass wir es können, wenn wir an unser Limit gehen. Dann sind die Spieler für uns offener. Wir werden uns nach all den Jahren in der 2. Liga niemals schlecht fühlen, wenn man in der Bundesliga einen Punkt sammelt.
Eugen Polanski: Wir sind sehr froh und zufrieden mit dem Punkt. Erstens, weil wir wissen, wie viele Teams hier schon keine Punkte eingefahren haben, und zweitens, weil wir nur eine sehr kurze Vorbereitungszeit auf dieses Spiel nach einer bitteren Niederlage hatten. Wir haben zwei unterschiedliche Hälften gesehen: Hamburg hat in der ersten Halbzeit sehr aktiv und gut Fußball gespielt. Es gab die eine oder andere brenzlige Situation, die wir überstehen mussten. Mir hat hier die Aktivität meiner Mannschaft gefehlt, vor allem im Spiel mit dem Ball. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Stück für Stück besser Fußball gespielt, konnten das Spiel zumindest unter Kontrolle halten und haben es ab der 60. Minute dann kontrolliert zu Ende gespielt. Wir hatten gute Einwechslungen, um die Statik etwas zu verändern. Das möchte ich loben.
