
Vorbericht
17.04.26
Das Nordderby ruft: Rothosen zu Gast in Bremen
Der HSV trifft im Zuge des 30. Bundesliga-Spieltags am Sonnabend um 15.30 Uhr auf den SV Werder Bremen. Alle Infos zur Partie hält der „Spieltag kompakt“ bereit.
Wer, wenn nicht Horst Hrubesch, könnte die Bedeutung des Nordderbys am besten zusammenfassen? Schließlich ist der seit heute 75-Jährige der beste HSV-Torschütze in den Bundesliga-Duellen mit dem SV Werder Bremen (sieben Treffer in acht Spielen). „So eine Rivalität ist für uns im Norden doch das Salz in der Suppe. Dieses Duell wollte ich als Spieler immer haben: Das Stadion brummt, es ist etwas los und da sind Emotionen drin. Fußball besteht aus Emotionen – und die müssen bleiben. Deshalb sind die Nordderbys wichtig“, sagte die Vereinslegende im Interview anlässlich ihres Geburtstags.
Nun treffen die beiden Clubs am Sonnabend (ab 15.15 Uhr im HSVnetradio) zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander, nachdem das Hinrundenspiel im Volksparkstadion mit einem furiosen 3:2-Sieg für die Rothosen endete und beim entscheidenden Treffer von Yussuf Poulsen in der 84. Minute alle Dämme brachen. Mitten im Saisonendspurt geht es für die Rivalen um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt – und natürlich um den Status als Nummer 1 im Norden. Wie die Personallage beim HSV aussieht, warum die Bremer in der Tabelle inzwischen hinter den Rothosen rangieren und was alle Auswärtsfahrer wissen müssen, verrät der „Spieltag kompakt“.

Das Personal
Nach seiner Rotsperre bei der 0:4-Niederlage in Stuttgart ist Miro Muheim wieder einsatzfähig. Zudem kündigte Polzin an, dass Bakery Jatta wieder eine Option für den Kader sein kann, nachdem er die vergangenen fünf Spiele wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst hatte. Außerdem ist Mentalitätsspieler Nicolas Capaldo, der im Schwabenland nach zuvor fünf verpassten Partien aufgrund einer Bauchmuskelverletzung als Einwechselspieler sein Comeback feierte, rechtzeitig zum Derby wieder ein Kandidat für mehr Spielzeit.
Derweil sind Luka Vuskovic, Albert Sambi Lokonga und Jean-Luc Dompe, die in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren konnten, fraglich. Das Team absolvierte am heutigen Freitagvormittag das Abschlusstraining und machte sich danach auf den Weg nach Bremen. Und der Vollständigkeit halber: Kapitän Yussuf Poulsen sowie Alexander Rössing-Lelesiit befinden sich weiterhin im Reha-Prozess.

Der Gegner
Im Vergleich zum Hinrundenspiel hat sich bei Werder das Blatt gewendet. Waren die Bremer vor dem Derby Anfang Dezember noch Neunter, belegen sie inzwischen Tabellenplatz 15. Zudem ist aus dem Vorsprung von vier Punkten auf den HSV ein Rückstand von drei Zählern geworden. Grund hierfür ist eine Sieglos-Serie von 13 Partien zwischen dem 11. und dem 23. Spieltag.
In der Zwischenzeit gab es auch einen Wechsel auf der Trainerbank von Horst Steffen hin zu Daniel Thioune, der in der Saison 2020/21 die Rothosen coachte, und unter dem Merlin Polzin als Co-Trainer arbeitete. Unter Thioune sind die Bremer zwischenzeitlich in die Abstiegszone abgerutscht und haben in neun Partien (drei Siege, sechs Niederlagen) im Schnitt genau einen Punkt gesammelt. Am vergangenen Spieltag gab es eine 1:3-Niederlage in Köln.
Mit Blick auf die kommende Partie sagte Thioune: „Es wäre zu einfach zu behaupten, dass es ein normales Spiel ist. Ein Derby bringt seine eigenen Gesetze mit, zudem hat es sehr lange nicht stattgefunden. Obwohl es nur drei Punkte dafür gibt, ist mir als Werderaner und Fußballfan bewusst, dass es um mehr geht.“ Dabei muss der Coach ohne Kapitän Marco Friedl auskommen, der in Köln die Rote Karte sah. Zudem steht hinter einem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Jens Stage, der im Hinrundenspiel die zwischenzeitliche 1:0-Führung erzielt hatte, noch ein Fragezeichen.

Das Stadionerlebnis
Nach mehr als acht Jahren ist der HSV wieder für ein Bundesliga-Nordderby in Bremen zu Gast. Im Februar 2018 verloren die Rothosen mit 0:1. Dazwischen gab es an Ort und Stelle ein Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga, das die Hamburger mit 2:0 für sich entschieden. Die Torschützen waren Robert Glatzel und Moritz Heyer.
Naturgemäß wird es bei einem Nordderby, ob in Bremen oder in Hamburg, laut auf den Rängen. Hierzu ein Hinweis an die Auswärtsfahrer: Das Spiel steht unter dem Motto „Alle in Schwarz nach Bremen“. Mit Blick auf die Stimmung sagte Thioune, dass das Stadion „leicht entflammbar“ sein werde. Und Polzin sprach davon, dass es genau diese Spiele seien, „auf die man sich als Spieler, Trainer und Fan am meisten freut“. Damit ist alles gesagt. Rein ins Nordderby – holt euch den Sieg, Rothosen!
Wichtige Infos für alle Auswärtsfahrer sind hier zusammengefasst.
Der Spieltag beim HSV
Das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen wird live auf Sky übertragen. Darüber hinaus seien euch aber selbstverständlich auch die weiteren verschiedenen und vielfältigen HSV-Kanäle ans Herz gelegt, auf denen ihr die Partie ebenfalls live verfolgen könnt.
HSVnetradio – Mit viel Fachkompetenz, einer Prise Humor und natürlich blau-weiß-schwarzer Brille ist das HSVnetradio live vor Ort für euch dabei, begleitet für euch das Spielgeschehen und bringt euch die Partie nach Hause oder unterwegs auf euer Smartphone. Oder auch auf den Alexa-Sprachassistenten, denn der Stream ist auch über unseren HSV-Alexa-Stream abrufbar. Einfach „Alexa, öffne HSV“ bei den Amazon Sprachassistenten sagen und los geht's!
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HSVtv – Als Abonnent könnt ihr euch nach dem Abpfiff die Partie noch einmal als Re-Live anschauen und bekommt alle Stimmen zum Spiel.
„PUR DER HSV“ – Der offizielle HSV-Podcast stellt Spieler, Verantwortliche und Menschen des Clubs von einer ganz persönlichen Seite vor.
