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Pressekonferenz

14.05.21

Horst Hrubesch: „Die Spieler glauben an sich“

In der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück sprach Horst Hrubesch über das Quarantäne-Trainingslager, mögliche Verbesserungen im HSV-Spiel und die Chancen auf die Relegation. 

Gut gelaunt erschien Horst Hrubesch am Freitag (14. Mai) zur Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft beim VfL Osnabrück am Sonntag (17. Mai, ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio). „Fußball macht für mich immer Spaß“, antwortete er auf die Frage nach seiner Gefühlswelt der letzten Tage. Nach dem 5:2-Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg zog das Team auch in dieser Woche unter dem neuen Cheftrainer voll mit. „Es hat von Anfang an mit den Jungs Spaß gemacht, auch wenn der eine oder andere blockiert war. Sie haben ein bisschen gezweifelt. Das ist nun gelöst“, berichtete der 70-jährige Übungsleiter. Gelöst antwortete er dann auch auf die Frage, unter welchen Bedingungen er sich ein Engagement als Cheftrainer des HSV in der kommenden Saison vorstellen könne: „Meine Frau muss sich nicht scheiden lassen“, sagte er lachend, um dann nachzuschieben, dass dies wirklich kein Thema sei. Im Moment habe er sowieso nur das Spiel gegen den VfL im Kopf und beendete die Pressekonferenz mit einer alten Fußballerweisheit: „Am Ende kann die Stimmung noch so gut sein, am Ende liegt die Wahrheit auf dem Platz“, so Hrubesch zum Abschuss.

Des Weiteren sprach der Cheftrainer über ... 

… die Trainingsarbeit in der Woche: Wir haben die Tage sehr gut rumbekommen. Wie die Mannschaft damit umgeht, macht einfach Spaß. Wir haben eh genug damit zu tun, dass wir uns austauschen, dass ich gute Einzelgespräche führen kann. Wir nehmen es so, wie es gekommen ist. Wir sind bislang top damit umgegangen und können uns gezielt auf Osnabrück vorbereiten. Wir haben mittlerweile eine Stimmung auf dem Platz, dass wir von hinten nach vorne lenken. Mittlerweile glauben die Spieler an sich. Wir sind fokussiert. Keiner hebt ab. Vieles spricht dafür, dass wir die Kurve gekriegt haben, aber am Ende ist das Entscheidende auf dem Platz. 

… das Spiel gegen den VfL Osnabrück: Wir müssen genau wissen, was wir tun. Wir müssen dort von Anfang klarstellen, wohin die Punkte gehen. Wir brauchen auf nichts zu warten, wir müssen dieses Spiel gewinnen. Ich kenne Bremer Brücke. Du kriegst dort nichts geschenkt. Es wird darum gehen, dass wir das abrufen, was wir abrufen können. Das haben wir gegen Nürnberg getan. Den Weg müssen wir weitergehen. Osnabrück ist, soweit wir wissen, keine Mannschaft, die uns auseinanderspielen kann, es wird 90 Minuten über Kampf gehen. Sie werden viel mit langen Bällen regeln und über Konter die Nadelstiche setzen. Wir müssen von Anfang an das Kommando übernehmen und bestimmen, was in diesem Spiel passiert. Sie wollen nicht absteigen, sie werden alles in die Waagschale werfen. 

"Wir werden versuchen, uns auf uns zu konzentrieren."

… mögliche Verbesserungen im HSV-Spiel: Zwei, drei Sachen haben mir gegen Nürnberg gar nicht gefallen. Manchmal denke ich, wir jubeln zu lange. Wenn wir an das Spiel davor denken: Wir haben gegen Paderborn gejubelt und kriegen im Gegenzug das Gegentor und am Ende steht’s 1:1. Gegen Nürnberg ist es uns nicht passiert, trotzdem hatten wir nach den Toren nicht sofort wieder die Kontrolle über das Spiel. Wir haben uns da schwergetan. Wir waren nicht so aggressiv wie vorher in dem Spiel. Zudem lassen wir zu viele klare Chancen liegen. Die musst du besser nutzen. Und der letzte Punkt sind die Standardsituationen. Wir haben die Möglichkeit, daraus Tore zu machen, haben es aber nicht getan. 

… die Chancen auf die Relegation: Wir haben zwei Spiele, die müssen wir beide gewinnen, ansonsten funktioniert es eh nicht. Deshalb brauche ich auch nicht auf andere Ergebnisse zu schauen. Was nützt mir das, wenn ich die anderen Ergebnisse weiß, aber mein Spiel nicht gewinne. Am Ende werden wir sehen, ob etwas passiert ist. Da können wir immer noch drei Punkte hintenliegen oder auch nicht, wenn uns Paderborn aus der Patsche hilft. Wir werden versuchen, uns auf uns zu konzentrieren. 

Die komplette Pressekonferenz könnt ihr auf HSVtv oder auf unserem YouTube-Kanal sehen.