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Saison

29.08.17

„Positive Grundstimmung tut allen Beteiligten gut“

HSV-Trainer Markus Gisdol spricht über die Stimmung nach dem Saisonstart, mögliche personelle Veränderungen kurz vor dem Ende der Transferperiode und einen Ausflug zum Boxen. 

Freude? Ja. Euphorie? Nein – so lässt sich gegenwärtig die Stimmungslage im unmittelbaren Umfeld der Rothosen beschreiben. Mit der maximalen Ausbeute von sechs Zählern aus zwei Spielen geht der HSV als einer von vier Bundesligisten ohne Punktverlust in die erste Länderspielpause der Saison. Die Siege gegen Augsburg (1:0) und in Köln (3:1) haben zweifellos allen Beteiligten gutgetan und sorgen nun für eine positive Grundstimmung, die HSV-Trainer Markus Gisdol bewusst zulassen möchte. „Gerade unsere Fans, unsere Spieler und unsere Mitarbeiter sollen sich freuen dürfen – das ist doch klar“, erklärte der 48-Jährige heute in einer Presserunde und machte zugleich deutlich: „Wir sollten aber auch nicht zu euphorisch werden, sondern die Situation richtig einordnen.“ Richtig einordnen bedeutet, in der laufenden Länderspielpause weiter akribisch und ohne einen Hauch von Selbstgefälligkeit zu arbeiten. Gestern wie heute stand eine Doppelschicht auf dem Programm, morgen Abend wird beim Fünftligisten NTSV Strand 08 (Anstoß um 18 Uhr) getestet und am Donnerstag und Freitag wird die intensive Trainingswoche mit jeweils einer Einheit abgerundet. „Dann haben die Jungs, die aktuell hier sind, ein ordentliches Programm absolviert“, so Gisdol, der darüber hinaus über folgende Themen im Detail sprach:   

Die Stimmung nach dem Saisonstart: Ich glaube, es ist nicht verboten, dass man sich über diesen Saisonstart freut und diese Freude auch zulässt. Gerade unsere Fans, unsere Spieler und unsere Mitarbeiter sollen sich freuen dürfen – das ist doch klar. Die Grundstimmung ist positiv und das tut allen Beteiligten gut. Gleichzeitig sollten wir aber auch nicht zu euphorisch werden, sondern die Situation richtig einordnen. Es tut uns allen gut, keine zu große Erwartungshaltung für die kommenden Partien daraus abzuleiten. Jeder von uns weiß diese Situation gut einzuschätzen.

Veränderungen kurz vor Transferschluss: Ich kommentiere keine Spielernamen oder Gerüchte, weil das keinen Sinn macht. In Bezug auf einen möglichen Ersatz aufgrund der Müller-Verletzung haben wir bereits klar Stellung bezogen. In so einer späten Phase der Transferperiode braucht man sehr viel Glück, um ganz kurzfristig noch eine Verstärkung aus dem Hut zu zaubern, die dann auch passt. Und Glück sollte nicht im Vordergrund stehen, wenn man viel Geld investiert. Deswegen muss alles Hand und Fuß haben. Wir tun gut daran, unserem aktuellen Kader zu vertrauen und den Jungs die Zeit zu geben, um sich zu entwickeln. Da entsteht auch etwas in unserer Mannschaft und das ist erstmal am wichtigsten. 

Das heutige Training im Box-Gym: Wenn der Wettkampf wie jetzt durch eine Länderspielpause unterbrochen ist, bietet sich die Gelegenheit an, einfach mal mit einer anderen Sportart in Berührung zu kommen. Boxen ist richtig anstrengend und die Jungs sollen sich ja nicht gegenseitig die Nase brechen, sondern auf eine andere Art und Weise auspowern. Ich habe so ein Box-Training schon früher des Öfteren mit anderen Mannschaften gemacht und die Jungs waren meist begeistert bei der Sache, weil sie natürlich andere Erfahrungen dabei machen.         

Die Defensivachse um Walace/Ekdal: Die beiden haben es gut gemacht. Es war bereits in den Trainingseinheiten erkennbar, dass wir hier einen deutlichen Schritt nach vorn kommen können. Auch Gideon kommt ein bisschen aus seinem körperlichen Rückstand, den er aufgrund der längeren Pause wegen der U21-Nationalmannschaft hatte, heraus. Da bin ich ebenfalls sehr zuversichtlich, dass er uns bald – egal auf welcher Position – richtig gut helfen kann. Ich hoffe nun, dass alle gut durchkommen, Albin auch gesund von der Nationalmannschaft zurückkehrt.   

Die Schwalbe von Papadopoulos: Man muss ganz klar sagen: Papadopoulos steht nicht für eine Schwalbe. Er hat in dem Moment wirklich Mist gebaut. Diese Aktion war nicht in Ordnung und das weiß er auch selbst. Er hat sich zu etwas hinreißen lassen, was überhaupt nicht zu ihm passt. Nun muss man dann auch zu seinem Fehler stehen und das hat er getan. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er zuvor so etwas gemacht hat und bin mir sicher, dass das in Zukunft nicht mehr vorkommen wird.  

Nicolai Müller: Ich habe nach der OP kurz mit ihm geschrieben, aber ihn persönlich noch nicht getroffen. Es ist normal, dass man nach der Operation noch Schmerzen hat und es sich erst beruhigen muss, aber ab diesem Zeitpunkt geht es für den Spieler nur noch aufwärts. Nicolai steht ein harter und intensiver Weg bevor, aber ich bin mir sicher, dass er diesen mit der Unterstützung unserer medizinischen Abteilung stabil geht und stabil zurückkommen wird. 


Die Presserunde mit Markus Gisdol seht ihr auch auf HSVtv