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10.02.26
Königsdörffer: „Dieses Gefühl für die nächsten Spiele mitnehmen“
In einer Medienrunde sprach Mittelstürmer Ransford Königsdörffer über sein Tor in Heidenheim, das kommende Spiel gegen Union Berlin und die allgemeine Situation.
Er hatte entscheidenden Anteil am ersten HSV-Auswärtssieg der Bundesliga-Saison 2025/26: Ransford-Yeboah Königsdörffer. Der 24-jährige Mittelstürmer nahm im Gastspiel beim 1. FC Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sein Herz in die Hand, setzte gegen Marnon Busch zum Dribbling an und jagte die Kugel mit seinem schwächeren linken Fuß aus halblinker Position und rund elf Metern Torentfernung mit aller Macht per Schrägschuss in die Maschen. Das 1:0 zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause brachte den Hamburger SV gegen die gewohnt kompakt verteidigenden Brenzstädter auf die Siegerstraße, ehe Rayan Philippe spät im zweiten Durchgang auf 2:0 erhöhte.
Für Königsdörffer bedeutete der sehenswerte Treffer ein Brustlöser, traf er doch erstmals in der Bundesliga von Beginn an und erzielte zugleich sein zweites Bundesliga-Tor überhaupt. Zum Start in die neue Spielwoche mit dem 1887. Bundesliga-Spiel des HSV gegen 1. FC Union Berlin äußerte sich der gebürtige Berliner in einer Medienrunde zu seinem wichtigen Tor und der nächsten Partie. Dabei sprach er im Detail über …

… sein Tor in Heidenheim: Ich habe mich natürlich darüber gefreut. Ich hoffe, dass ich dieses Gefühl für die nächsten Spiele jetzt mitnehmen kann. Es ist klar, dass mich meine bisherige Torausbeute nicht zufriedenstellt. Manchmal trifft man falsche Entscheidungen, es fehlt etwas Glück oder man kommt nicht in die richtigen Situationen. Ich kann mir auf jeden Fall an die eigene Nase fassen. Ich hatte genug Chancen und hätte mehr Tore erzielen können. Es geht darum, in Zukunft mehr richtige Entscheidungen zu treffen, damit weitere Treffer dazukommen.
… Kritik an seiner Person: Ich kriege nicht alles mit und lese mir nicht alles durch, aber sicherlich wurde ich etwas gehated. Viele glauben bis heute nicht an mich. Ich hoffe, dass ich diese Meinung ändern und zeigen kann, was ich wirklich draufhabe. Am Ende interessiert mich diese Kritik ehrlicherweise aber auch nicht. Ich spüre vielmehr das volle Vertrauen und die Rückendeckung von den Menschen, die mir wirklich nahestehen. Dazu zählen das Trainerteam, meine Mitspieler und mein engster persönlicher Kreis.
… die allgemeine Situation: Wir sollten uns definitiv nicht ausruhen, denn am Ende haben wir trotz des jüngsten Sieges nur drei Punkte Abstand zum Relegationsplatz. In den nächsten beiden Spielen ist einiges möglich. Wir wollen dort an die letzten Partien anknüpfen, unsere Leistungen bringen und punkten.
… das kommende Heimspiel: Union ist kein leichter Gegner. Wir haben uns auch im Hinspiel gegen sie schwergetan. Sie haben einen tiefstehenden Block, schnelle Offensivspieler und lauern damit auf Konter. Es wird nicht einfach. Wir müssen versuchen, uns unsere Chancen zu erarbeiten und sie zu nutzen. Dafür haben wir auf jeden Fall richtig gute Spieler dazubekommen. Ich freue mich sehr über diese Unterstützung in der Offensive. Zudem lief es im Volkspark bisher immer ganz gut für uns. Darauf wollen wir auch am Wochenende aufbauen.
… die Rückkehr von Steffen Baumgart: Ich mag „Baumi“. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu ihm, als er hier unser Trainer war. Am Ende braucht man diesen Aspekt aber nicht zu hoch zu hängen. Es ist ein Bundesliga-Spiel wie jedes andere, auf das sich jeder freut.
