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Nachbericht

02.08.21

„Es bleibt viel Positives hängen“

Trotz einer starken ersten Hälfte musste sich der HSV gegen Dynamo Dresden mit einem Punkt zufriedengeben. Der Sportdirektor sah im Auftritt dennoch sehr viele gute Ansätze.

Michael Mutzel ist auch einen Tag nach dem Heimspiel-Auftakt gegen Dynamo Dresden hin und her gerissen. Zum einen war es eine sehr intensive Partie. Vor allem durch die Zuschauer, die zum ersten Mal wieder in einer großen Anzahl im Volksparkstadion zugelassen waren. „Es war emotional für alle, dass wieder 17.000 Menschen im Stadion waren. Das hat sich sehr gut angefühlt“, sagte der Sportdirektor mit einem Lächeln im Gesicht am Montagvormittag (2. August). Zum anderen stand am Ende aber nur ein 1:1-Unentschieden gegen den Aufsteiger im Spielberichtsbogen. Und das nach einer sehr starken Hälfte, in der es zahlreiche Großchancen gab, in der es die Rothosen aber verpassten, schon frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Der mögliche Dreier war also zum Greifen nah. Doch die Enttäuschung gilt nur beim Blick auf das Ergebnis. Der Sportdirektor kann dem Auftritt viel Positives abgewinnen. 

Michael Mutzel über … 

… über die Einordnung des Ergebnisses: Natürlich sind wir enttäuscht, wenn man das nackte Ergebnis sieht. Die Art und Weise, vor allem in der ersten Halbzeit, aber auch in Teilen der zweiten Halbzeit, die stimmt einen zuversichtlich. Was ich persönlich total positiv fand, war, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Jungs haben alles versucht, um noch ein zweites Tor zu machen. Das war spürbar – und das haben auch die Zuschauer gespürt. Es bleibt viel Positives hängen.

… die weitere Analyse: Wenn man in die Analyse geht, sieht man, dass wir viele Momente hatten, in denen wir das Spiel hätten entscheiden können, in denen wir Vier gegen Vier oder Drei gegen Drei waren, dann aber gerade in der zweiten Halbzeit oft die falsche Entscheidung getroffen haben. In der ersten Halbzeit haben wir die Großchancen nicht reingemacht. Und in der zweiten Halbzeit zu wenige Großchancen kreiert. 

… die aktuelle Spielweise: Wir dürfen nicht vergessen, dass das neue Trainerteam auch erst seit sechs, sieben Wochen hier ist. Dazu haben wir viele neue Spieler. Da ist es vermessen zu erwarten, dass nach dieser Zeit schon alles funktioniert. Wichtig ist, dass die Idee von Tim Walter funktioniert und man sieht, dass die Spieler sie annehmen und dass wir viele Chancen kreieren. 

… die Chancenverwertung: Es waren schon ein paar Momente dabei, wo man sagen kann, wenn man diese mit der letzten Konsequenz und dem allerletzten Herzen zuende spielt, dann hätten diese auch reingehen können. Der Trainer hat auch schon gesagt, dass da vielleicht die letzte Gier gefehlt hat. Vielleicht haben wir gemerkt, dass wir uns zu leichttun, um Torchancen zu kreieren. Dann vergisst man, die wenigen dann auch zu nutzen. Das muss wir uns ankreiden und besser machen.